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Der Lauf der Dinge

David Bruderer

Der Zürichsee verbindet, ist in den Mannschaftssportarten aber ein trennendes Element. Kaum ein Spieler wechselt zu einem Klub ans andere Ufer. Trainer Ferenc Panczel wagt nun diesen Schritt. Da er in Birmensdorf wohnt und in Glattbrugg arbeitet, muss er den See allerdings nicht umfahren. Vielmehr kommen ihm die früheren Trainingszeiten in Stäfa entgegen. Er sei so wesentlich früher zuhause als von Wädens-wil aus, sagt der 39-Jährige.

Die Lakers bekommen mit dem Ungar einen kommunikationsfreudigen Trainer. Was in der momentan schwierigen Situation sicher ein Vorteil ist. Als Trainer stand er bisher vor allem im Frauenbereich in der Verantwortung. Der Chefposten in Wädenswil war sein erster bei den Männern, als Assistent kennt Panczel den Handball in der Schweiz aber schon länger. Zudem bringt er Erfahrung aus dem Ausland mit, kennt die Problematik von Sprachbarrieren. Wunderdinge sind aber auch von ihm nicht zu erwarten. Die Lakers tun gut daran, ihre Zielsetzung zu revidieren. Bevor der Wiederaufstieg in die Nationalliga A ein Thema sein kann, muss eine Stufe tiefer eine solide Basis gelegt werden.

Für den HC Wädenswil ist der Abgangdes erst auf diese Saison verpflichteten Trainers ein herber Schlag. Hat doch Panczel das Team nach dem NLB-Abstieg wieder auf die Siegerstrasse geführt. Es ist aber der Lauf der Dinge, dass sich Oberklassige eine Liga tiefer bedienen. Diese Erfahrung mussten die Lakers schon oft machen. Spielen doch mehrere einst in Stäfa tätige Akteure inzwischen in der Nationalliga A. Erste Anfragen für Spieler aus dem aktuellen Kader liegen ebenfalls bereits vor.

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