Handball

«Ich freue mich wie ein Kind auf das Spektakel»

Der HC Wädenswil spielt am Sonntag gegen Chênois in der Aufstiegs-Barrage. HCW-Trainer Pedja Milicic erzählt im Interview was sein Teams in dieser Saison stark macht und warum er den Gegner aus Genf besonders gut kennt.

Der ehemalige Stäfa-Trainer Pedja Milicic coacht den HC Wädenswil in der Aufstiegs-Barrage.

Der ehemalige Stäfa-Trainer Pedja Milicic coacht den HC Wädenswil in der Aufstiegs-Barrage. Bild: Archiv ZSZ

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Der neue Partner Horgen kämpft am Samstag in der letzten Runde um den Verbleib in der Nationalliga B. Hat Wädenswil das Barrage-Hinspiel gegen Chênois bewusst auf Sonntag gelegt, ­damit die Ausgangslage klar ist?
Pedja Milicic: Das ist auch ein Faktor und wir haben verschiedentlich schon am Sonntag gespielt. Zudem kann Sandro Gantner so beide Partien bestreiten. Und für die Zuschauer ist es auch besser, da sie so beide Partnervereine anfeuern können.

Darf Wädenswil denn überhaupt aufsteigen, wenn Horgen oben bleibt?
Der Schweizer Handballverband hat sein Okay gegeben, sonst dürften wir die Barrage-Spiele gar nicht bestreiten. Jede Medaille hat zwei Seiten. Für die neue Spielgemeinschaft hätte es Vor- und Nachteile, wenn beide Teams in derselben Liga spielen würden. Absichtlich verlieren werden wir nicht.

Zum Abschluss der Finalrunde in der 1. Liga hätte der HCW in Kreuzlingen die gute Ausgangslage noch fast aus der Hand ­gegeben. Was lief bei der ­19:29-Niederlage schief?
Nichts. Es ist typisch für Menschen, wenn sie sich in Sicherheit fühlen, dann fehlt die letzte Konsequenz. Und Kreuzlingen hat sehr gut gespielt, Torhüter Holger Hug, an dem wir uns schon zu seiner Gossauer Zeit mit Stäfa die Zähne ausgebissen haben, hielt super. Erst am Schluss, als wir mit elf Toren zurücklagen und damit gescheitert wären, kam bei uns das Adrenalin.

«Wenn du mit dem Taschenrechner in ein Rückspiel gehst, kommt es nicht gut.»Pedja Milicic

Was dürfen die Zuschauer von Ihrem Team in der Aufstiegs-Barrage erwarten?
Ich spiele jedes Jahr Barrage. Das sind genau die Partien, für welche man hart trainiert. Ich freue mich wie ein Kind auf das Spektakel. Für die Entwicklung der Spieler sind solche Duelle sehr wertvoll, man kann diese Situationen nicht simulieren.

Sie kennen Chênois aus der ­vergangenen Saison noch als Trainer der Lakers Stäfa. Die meisten Wädenswiler traten ­damals ebenfalls schon gegen die Genfer an. Worauf gilt es beim Sieger der anderen Finalrunden-Gruppe zu achten?
Es ist ein sehr unangenehmer Gegner, der sich im Vergleich zur letzten Saison kaum verändert hat. Entscheidend wird sein, wer seine Stärken mehr zum Tragen bringen kann.

Werden Sie Topskorer Adrien Molinié speziell bewachen?
Man muss ihn sicher beachten, hat er doch mehr als ein Viertel aller Tore erzielt. Aber er führt Chênois nicht im Alleingang.

Was wäre für Sie ein gutes Resultat im Hinspiel?
Ich gewinne gerne mit einem Tor. Wenn du mit dem Taschenrechner in ein Rückspiel gehst, kommt es nicht gut. Das haben wir ja in Kreuzlingen gesehen. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 04.05.2018, 14:35 Uhr

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