Kommentar

Grabenkämpfe beilegen

David Bruderer zum verpassten NLA-Aufstieg der Lakers Stäfa.

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Dass die jungen Stäfner am Samstagabend nach der Niederlage im Barrage-Rückspiel gegen Gossau die Köpfe hängen liessen, war verständlich. Ob sie sich mit dem Wiederaufstieg in die Nationalliga A einen Dienst erwiesen hätte, steht auf einem anderen Blatt. Zu präsent sind die Erinnerungen an die letzte NLA-Saison der Lakers, in welcher sie oft heillos überfordert waren.

Da es mit Ausnahme der Goalieposition kaum zu Veränderungen im Kader Stäfas kommt, sollten die Gelbschwarzen mit besseren Automatismen in die neue Spielzeit steigen. Die junge Garde, zu der neben den Eigengewächsen auch die beiden Ausländer Attila Kun (23) und Valentino Valentakovic (24) gehören, dürfte weiter reifen.

Erfahrung in kapitalen Spielen haben die Lakers in der Barrage gesammelt. Diese wird ihnen spätestens im Mai 2018 zugutekommen. Dann wird wegen der Modusänderung der einzige Aufsteiger in die Nationalliga A in einem Playoff-Final nach der Formel Best of 5 ermittelt.

Bis dann muss Pedja Milicic den Beweis antreten, dass er das Team in zwei Jahren so weit gebracht hat, dass es den Aufstieg verdient und auch schafft. Und im Umfeld müssen sich alle Beteiligten im Sinne der Sache zusammenraufen. Gut ausgebildete Junioren sollen im Flaggschiff weitersegeln. Grabenkämpfe zwischen dem Verein, der für seine Aufwände entschädigt werden will, und der vor sieben Jahren gegründeten GS Players AG sind Gift für Handball Stäfa.

Erstellt: 23.05.2017, 08:29 Uhr

David Bruderer, Sportredaktor

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