Handball

Doch eine Nummer zu klein

Fast 40 Minuten lang gestaltete Stäfa den Cup-Viertelfinal gegen GC Amicitia ausgeglichen. Letztlich musste sich der Underdog dem Stadtzürcher A-Klub 25:33 beugen.

Nicola Brunner (vorne) kämpft gegen Tim Jake Sartisson und Kai Klampt von GC Amicitia an: Mehrfach setzt sich der Stäfner durch und erzielt sechs Tore, verliert das Cup-Derby dennoch.

Nicola Brunner (vorne) kämpft gegen Tim Jake Sartisson und Kai Klampt von GC Amicitia an: Mehrfach setzt sich der Stäfner durch und erzielt sechs Tore, verliert das Cup-Derby dennoch. Bild: Moritz Hager

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Die Stäfner, welche die Möglichkeit ausnutzten, statt 14 deren 16 Spieler auf das Matchblatt setzen zu können, waren körperlich klar unterlegen. Trotzdem zeigten sie keine Furcht und drückten aufs Tempo. In der ersten Halbzeit war kaum ein Niveauunterschied auszumachen zwischen dem NLB-Leader und dem Tabellenachten der Nationalliga A.

Bei den Gelbschwarzen stach aus dem starken Kollektiv Nicola Brunner heraus. Der rechte Flügel machte vor allem im Rückzugsverhalten einen guten Job, indem er die Wege von Jakub Szymanski wirkungsvoll störte. Und vorne gelangen ihm innert zweieinhalb Minuten vier Tore zum 6:5. Bis zum Pausenstand von 13:16 totalisierte der 30-jährige Linkshänder sechs Treffer ohne einen einzigen Fehlwurf. «Es ist schön, dass ich auf diesem Level an einem guten Tag immer noch mithalten kann», sagte Brunner augenzwinkernd.

Körperlich unterlegen

Mehrfach hatte es so ausgesehen, als könne sich der NLA-Klub absetzen, doch der Underdog kämpfte sich immer wieder zurück. Eine erste Zäsur erfolgte in den letzten vier Minuten vor der Pause. Nach dem Seitenwechsel wuchs die Differenz rasch auf fünf Tore an. Ein letztes Aufbäumen brachte Stäfa auf 19:21 heran.

Letztlich war der Unterschied aber vor allem im körperlichen Bereich zu gross. «In der Nationalliga B können wir dieses Manko mit Technik und Tempo wettmachen», meinte Brunner. Der Linkshänder ist mit der Cup-Kampagne zufrieden. «Wir wollten so weit wie möglich kommen. Am Ende leisteten wir uns zu viele technische Fehler. Zudem suchten wir zu oft den Kreisläufer, um die Sensation zu schaffen.»

Das Lob von Ehret

Über 500 Zuschauer waren in den Genuss eines unterhaltsamen Handballspiels gekommen. Selbst Amicitia-Coach Arno Ehret zollte dem Gastgeber Respekt. «Was Stäfa mit seiner Nachwuchsarbeit für den Handball in der Schweiz macht, ist wertvoll. Der Niveauunterschied ist aber so gross, dass wir diese Partie als Oberklassiger nicht verlieren dürfen.» In der ersten Halbzeit sei einfach die Deckung nicht so stabil gewesen, wie er sich das vorstelle, meinte der ehemalige Schweizer Nationaltrainer.

Schweizer Cup, Viertelfinal, Spieltelegramm:

Handball Stäfa (NLB) - GC Amicitia Zürich (NLA) 25:33 (13:16)
Frohberg. – 510 Zuschauer. – SR: Capoccia/Jucker. – Torfolge: 2:1, 2:4, 3:5, 7:5, 7:7, 9:8, 9:11, 11:11, 12:15, 13:16; 13:18, 17:19, 19:21 (39.), 19:26, 22:28, 23:31, 25:33. – Strafen: 1x2 gegen Stäfa, 3x2 Minuten plus Disqualifikation Frietsch (50.) gegen GC Amicitia. – Stäfa: Murbach/Frei (ab 22.); Bleuler, Bächtiger (1), Ardielli, Linus von Dach (1), Vernier (1), Brunner (6), Schwander (4), Maag (4), Sarac (6/3), Leopold, Zimmermann (1), Barth, Fukuda (1), Gretler. – GC Amicitia: Ineichen; Frietsch (4), Brücker (5/3), Leitner (3), Alili (2), Schild, Szymanski (2), Dannmeyer (8/1), Klampt (1), Esono (8), Zhyla, Sartisson. – Bemerkungen: Time-outs: Stäfa (19./8:8, 44./19:26); GC Amicitia (26./12:12). 56. Frei hält Penalty von Alili (23:32).

Erstellt: 20.11.2019, 22:57 Uhr

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