Handball

Die Kraft der Spielgemeinschaft

Wädenswil/Horgen hat den Verbleib in der Nationalliga B schon vier Runden vor Schluss gesichert.

«Das Haus steht, jetzt können wir uns an den Innenausbau machen»: Pedja Milicic, Trainer der SG Wädenswil/Horgen.

«Das Haus steht, jetzt können wir uns an den Innenausbau machen»: Pedja Milicic, Trainer der SG Wädenswil/Horgen. Bild: André Springer

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Vor Jahresfrist war der HC Horgen aus der Nationalliga B abgestiegen, 2017 hatte dieses Schicksal den HC Wädenswil ereilt. Trotzdem konnte die neu gegründete Spielgemeinschaft vom linken Ufer diese Saison auf zweithöchster Stufe in Angriff nehmen. Trainer Pedja Milicic hatte mit den Wädenswilern nämlich den sofortigen Wiederaufstieg geschafft.

Nun steuerte der Bosnier das Schiff schon früh in ruhige Gewässer. Trotz noch vier ausstehenden Meisterschaftsrunden hat die SG Wädenswil/Horgen den Ligaerhalt bereits gesichert. Nicht bis zum Saisonende unter Strom zu stehen, sei für ihn schon ungewohnt, gesteht Milicic. Hatte er doch vor seinem Engagement an der Pfnüsel- lange an der Goldküste gegen den Abstieg gekämpft. «Eine Barrage zu bestreiten, in der es um alles oder nichts geht, hat durchaus seinen Reiz», sagt der 42-Jährige. Als Spieler war ihm dabei mit den Lakers Stäfa mehrfach Erfolg beschieden gewesen, als Trainer der Gelb-Schwarzen musste er sich 2016 mit einem nicht konkurrenzfähigen Kader aus der Nationalliga A verabschieden.

Konkurrenzkampf

Jetzt vorzeitig den Verbleib in der Nationalliga B gesichert zu haben, «ist die Belohnung für die gute Arbeit, die wir geleistet haben», sagt Milicic. Aus den beiden bestehenden Teams von Horgen und Wädenswil eine homogene Einheit zu formen, sei eine Herausforderung gewesen. Und diese Transformation brauchte Zeit. «Aber wir haben grosse Fortschritte gemacht, die sich an den Resultaten in den ersten fünf Partien der Rückrunde gut ablesen lassen», erklärt der 42-jährige Bosnier.

Zum Saisonauftakt hatte Wädenswil/Horgen fünf Niederlagen in Folge kassiert. Nach dem Jahreswechsel resultierten gegen dasselbe Quintett aus der vorderen Tabellenhälfte hingegen drei Siege und nur zwei knappe Auswärtsniederlagen gegen Leader Endingen und das drittplatzierte Möhlin. Milicic spricht von «der Kraft der Spielgemeinschaft». Diese spüre er in jedem Training. «Wir haben einen Riesenkonkurrenzkampf, der alle weiterbringt.» Als Trainer müsse er sich dafür um die Unzufriedenen kümmern, die nicht die erhofften Spielanteile erhalten.

Rang 7 im Visier

Bis der Drive die SG Horgen/Wädenswil in der 1. Liga erfasste, dauerte es etwas länger als beim Fanionteam. «Wir haben gut zusammengearbeitet», meint Pedja Milicic. Am Sonntag im wegweisenden Duell mit Pilatus dürfte auch personelle Unterstützung möglich sein, da in der NLB keine Spiele anstehen.

In den letzten vier Runden in der Nationalliga B will Milicic «noch voll durchziehen». Für den aktuellen Tabellenneunten liegt der 7. Schlussrang in Reichweite. Solothurn hat bloss einen Punkt Vorsprung. Parallel dazu läuft auch die Vorbereitung auf die nächste Saison. «Das Haus steht, jetzt können wir uns an den Innenausbau machen», umschreibt Pedja Milicic die Situation am linken Ufer. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 03.04.2019, 11:08 Uhr

Handball

Lust auf Revanche

Am Mittwoch empfängt die SG Wädenswil/Horgen den KTV Altdorf. Nach dem durch den Sieg über Emmen gesicherten Ligaerhalt können die Rot-Weissen ohne Druck zum vorletzten Heimspiel antreten. Doch da ist noch eine Rechnung offen. In der Vorrunde zogen die Milicic-Schützlinge in Altdorf das schlechteste Spiel in dieser Saison ein und verloren 25:28. Es gelang gar nichts, und wenn dann der Ball aufs Tor kam, stand dort Goalie Amrein und verhinderte den Erfolg. Für die Urner geht es heute um sehr viel. Sie müssen unbedingt gewinnen, um den Ligaerhalt doch noch zu schaffen. (aga)

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zsz.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 928 55 82. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles

Abo

Eine für alle. Im Digital-Abo.

Die Zürichsee Zeitung digital ohne Einschränkung nutzen. Für nur CHF 25.- pro Monat. Jetzt abonnieren!