Handball

Die Abwehr ist ein Bollwerk

Die Stäfner wurden im Heimspiel gegen Steffisburg ihrer Favoritenrolle gerecht. Sie bezwangen die weiterhin punktlosen Berner Oberländer 30:23.

Offensiv effizient und defensiv abgeklärt: Die Stäfner überzeugen gegen Steffisburg, wobei Armin Sarac (am Ball) zwölfmal trifft.

Offensiv effizient und defensiv abgeklärt: Die Stäfner überzeugen gegen Steffisburg, wobei Armin Sarac (am Ball) zwölfmal trifft. Bild: Michael Trost

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In der 36. Minute lief Roger Bleuler in Unterzahl in einen Querpass und verwandelte solo zum 19:15. Davor hatte Patrick Murbach einen Gegenstoss von Nico Lutz pariert. Damit verhinderte der Stäfner Keeper, dass Steffisburg auf zwei Tore herankommen konnte. Die Gastgeber setzten sich so definitiv ab. Innert vier Minuten wuchs die Differenz auf sieben Tore an. Schon in der ersten Halbzeit hatten sich die Stäfner zwischenzeitlich einen 5-Tore-Vorsprung herausgespielt, diesen zum Teil aber wieder preisgegeben.

Mit Time-outs versuchte Trainer Philipp Seitle Gegensteuer zu geben. «Weil wir nachlässig werden, verpassen wir es, den Deckel drauf zu machen. Wir hätten Steffisburg heute aus der Halle schiessen können, aber selbst zu viele freie Bälle verworfen», meinte Seitle. Dennoch war der Stäfner Coach zufrieden. Denn die Defensive der Gelbschwarzen entwickelt sich immer mehr zu jenem Bollwerk, das ihm vorschwebt. «Wenn wir letzte Saison so viel verschossen haben, kassierten wir über 30 Gegentore. Jetzt waren es nur 23.» So wenige bekamen die Stäfner in der vergangenen Spielzeit lediglich ein einziges Mal, im Schnitt waren es über 29. Im Angriff laufe es dem Team immer dann rund, «wenn wir in Bewegung sind», erklärt Seitle. «Vorne haben wir aber noch viel Luft nach oben.»

Trainer mit «Luxus-Sorgen»

Zum wiederholten Mal gewährte Seitle allen Akteuren Einsatzzeit. «Ich bin mit dem Trainingseinsatz meiner Spieler zufrieden. Einige hätten es verdient, noch mehr zu spielen. Aber es können nun mal nur sieben gleichzeitig auf die Platte», umschreibt der Deutsche sein Dilemma. Es sind Sorgen der angenehmen Art, mit welchen sich der Stäfner Trainer derzeit herumschlagen muss.

Wesentlich ungemütlicher ist die Situation beim TV Steffisburg. Die Berner Oberländer verpassten auch im vierten Anlauf ihren ersten Punktgewinn. Mit Baden, Stans und Möhlin hatten sie aber auch ein happiges Startprogramm vorgesetzt bekommen.

Erstellt: 23.09.2019, 10:50 Uhr

Handball Stäfa - Steffisburg 30:23 (16:13)

Frohberg. 250 Zuschauer. SR Häner/Maurer. – Torfolge: 2:0, 3:2, 6:4, 7:6 (15.), 10:6 (19.), 12:7, 13:8, 13:10, 15:10, 16:13; 17:15, 19:15, 23:16, 26:18, 27:21, 27:23, 30:23. - Strafen: Stäfa 5x2 Min., Steffisburg 4x2. – Stäfa: Frei (1)/Murbach (ab 31.); Bleuler (2), Bächtiger (2), Ardielli (1), Vernier, Brunner (4/1), Schwander (4), Maag (3), Sarac (8/4), Zimmermann, Barth (2), Fukuda (1), Gretler (2). Bemerkungen: Time-outs: Stäfa (29./15:12, 39./21:16, 54./27:21); Steffisburg (19./10:6). 48.

Brunner wirft Penalty an die Latte (26:20). 50. Murbach hält Penalty von Steller (26:20). 57. Stettler hält Penalty von Sarac (28:23). 59. Murbach hält Penalty von Karlen (30:23).

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