Handball

Dessert für einen Aussenseiter

Klarer Favorit für den Aufstieg in die Nationalliga A ist der TV Endingen. Für die Lakers Stäfa ist nur schon das Erreichen des Playoff-Finals ein schöner Erfolg.

Lakers-Trainer Ferenc Panczel ist vor dem Playoff-Final nicht frei von Sorgen.

Lakers-Trainer Ferenc Panczel ist vor dem Playoff-Final nicht frei von Sorgen. Bild: Archiv David Baer

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Neun Punkte trennen die beiden Kontrahenten nach den 26 Qualifikationsrunden in der Nationalliga B. Endingen hat überragende 24 Siege gefeiert und dabei am meisten Tore erzielt (849) und am wenigsten kassiert (660). Die Lakers Stäfa (Torverhältnis 833:762) hatten die Saison ähnlich stark begonnen, 14 der ersten 15 Partien gewonnen. Nur vom Leader aus dem Surbtal waren sie vor Heimpublikum in der ersten Halbzeit völlig überfahren wurden. 14:21 lagen sie zurück und verloren 36:39. «Wir lebten im Herbst über unseren Verhältnissen, hatten in einigen Spielen auch das nötige Wettkampfglück», resümiert Trainer Ferenc Panczel. Das steigerte die Erwartungshaltung.

«Das Verletzungspech bremste uns aus.»Ferenc Panczel, Trainer Lakers Stäfa

Im neuen Jahr war Fortuna dem Seeklub nicht mehr sonderlich hold. Zum einen schlug die Verletzungshexe zu, was die Schlagkraft der Stäfner schwächte. Topskorer Philipp Seitle etwa biss sich noch bis Ende März handicapiert durch, ehe er die Saison wegen einer Verletzung am Wurfarm abbrechen musste. Zum andern sprang der Ball nun vom Pfosten eher wieder zurück ins Feld statt wie vorher in die Maschen. Nur noch fünf Siege resultierten aus den letzten elf Spielen.

Härter verteidigen

«Das Verletzungspech bremste uns aus. Zuletzt war es auch eine Kopfsache, als die Finalteilnahme schon feststand», lautet Panczels Einschätzung. 39 Punkte seien gut, «40 wären super gewesen».Ab jetzt werde sowieso alles auf Null gestellt. Gleichwohl sieht der Lakers-Trainer Endingen, das mit Zoltan Majeri ebenfalls von einem Ungaren betreut wird, in der Favoritenrolle. «Der Kern ist schon lange zusammen, verfügt über NLA-Erfahrung», begründet Panczel. Zudem plagen ihn weiterhin Verletzungssorgen. Auf Topskorer Seitle muss er mit Sicherheit verzichten. Hinter dem Einsatz etlicher Akteure stehen Fragezeichen. Ramon Schlumpf musste zuletzt wegen Rückproblemen passen. Olafur Olafsson zwickte es nach überstandener Schulterblessur in der Wade. Der reaktivierte Roger Bleuler übertrat sich den Fuss. Zudem hat der Stäfner Trainer festgestellt: «Meine Jungs sind nach der langen Saison müde. Sie werden für die Finalspiele vor hoffentlich toller Kulisse aber die letzten Kräfte mobilisieren.» Das gedrängte Programm mit dem Spielrhythmus Samstag-Dienstag-Samstag gereicht dem Seeklub sicher nicht zum Vorteil.

Wenn die Stäfner eine Chance haben wollen, in der Best-of-5-Serie zumindest ein zweites Heimspiel zu erzwingen, müssen sie sich vor allem in der Defensive steigern. Panczel weiss: «Wir müssen härter zupacken, das Spiel des Gegners mehr stören.» Und dann müssten auch die Goalies mal wieder über sich hinauswachsen. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 10.05.2019, 14:37 Uhr

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