Handball

Dem Leader alles abverlangt

Dem RTV Basel gelang in Stäfa der letzte Schritt zur perfekten Vorrunde. Die Lakers können aber immerhin für sich in Anspruch nehmen, gegen den makellosen Leader mit 31:34 die knappste Niederlage aller B-Klubs erlitten zu haben.

Francesco Ardielli kommt gegen Basels Torhüter Aistis Pazemeckas zum Abschluss.

Francesco Ardielli kommt gegen Basels Torhüter Aistis Pazemeckas zum Abschluss. Bild: André Springer

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Obwohl keiner der fünf verletzten oder gesperrten Stammspieler ins Team zurückgekehrt war, präsentierten sich die Stäfner zum Abschluss der Vorrunde völlig anders als bei der 22:30-Niederlage in Biel. Die Gelbschwarzen kämpften bis zum Umfallen und drückten mächtig aufs Gaspedal. Weil die Basler versuchten, das Tempo mitzugehen, entwickelte sich eine attraktive Partie, die das Publikum begeisterte.

Seine Wurfkraft richtig zur Geltung bringen konnte Valen­tino Valenta­kovic in der zweiten Welle im Gegenstoss. Sechs seiner acht Treffer erzielte der grossgewachsene Kroate in der ersten Halbzeit, die meisten nach diesem Muster. «Nach der Pause wurde ich schon auf zehn Metern attackiert, was meinen Mitspielern mehr Platz verschaffte», ­sagte Valenta­kovic, der am Morgen als Schiedsrichter bei einem U7-/U9-Turnier im Einsatz gestan­den hatte. Die kleinen Handballer, welche ihre Vor­bilder als Einlaufkinder auf den Platz begleitet hatten, zeigten sich ob der Sprungkraft des 24-Jäh­rigen beeindruckt.

Nur drei Auswechselspieler

Bis zum 23:23 in der 43. Minute boten ihre Idole den Gästen Pa­roli. Dann zollten die mit bloss drei Auswechselspielern angetretenen Stäfner ihrem Tempospiel Tribut. «Mir fehlten gerade im Rückraum die Wechselmöglichkeiten», sagte Ferenc Pan­czel. Der Trainer, der erst seit drei Wochen im Amt ist, sah in mehreren Bereichen Fortschritte: «Wir laufen mehr Gegenstösse und sind in der Deckung beweglicher geworden, können das Spiel der Gegner öfter unterbrechen.»

Fünf schwache Minuten in der ersten und deren zehn in der zweiten hätten sie den Sieg gekos­tet, konstatierte Pan­czel. Mit der kämpferischen Einstellung seiner Akteure zeigte sich der Ungar zufrieden: «Mit unserem Auftritt konnten wir Selbstvertrauen aufbauen.» Dieses sei für die Vorbereitung auf die am 27. Januar beginnende Rückrunde hilfreich. Zuerst sollen die Spieler über die Feiertage ihre Batterien aufladen.

Sechs Punkte hinter Platz 2

Valenta­kovic reiste bereits am Sonntag in seine Heimat. Er tat dies im Wissen, dem Leader alles abverlangt zu haben. Dass es den jungen Stäfnern nicht zu einer Über­raschung reichte, hatte für den Rückraumspieler zwei ­Gründe: «Basel stellt das beste Team der Liga, ist sehr stabil und erfahren. Die Schiedsrichter haben uns sicher nicht bevorteilt.»

So schliessen die Lakers die Vorrunde mit 14 Punkten aus 13 Spielen auf Rang 5 ab. Wollen sie den Playoff-Final doch noch erreichen, müssen gegenüber dem Zweitplatzierten STV Baden in der Rückrunde sechs Zähler gutmachen. Dazu benötigen die Stäfner noch manchen Auftritt wie gegen Basel. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 18.12.2017, 11:27 Uhr

Nationalliga B

Lakers Stäfa – RTV Basel 31:34 (17:18)

Frohberg. 340 Zuschauer. SR Andreoli/Leu.Torfolge: 2:3, 5:3, 5:6, 7:6, 9:9, 11:9, 12:15, 15:15, 15:17, 17:18; 18:20, 21:21, 23:23, 25:30, 29:32, 31:34. – Strafen: 2×2 gegen Stäfa, 3×2 gegen Basel. – Stäfa: Frei / von Wyl (3. bis 23. und 36. bis 50.); Valenta­kovic (8), Ardielli (5), Rizvan (1), Schlumpf, Vernier (3), Madsen (6/2), Brunner (6), Yada (2), Hara. – Basel: Pažemeckas/Pfister (13. bis 30. und für 1 Penalty); Hylkén (2), Berger, Goep­fert (8/1), Stamenov (3), Ebi (1), Joncev, Jurjevic (4), Attenhofer, Basler (7), Ahmetasevic (1), Jurca (8), Meier. – Bemerkungen: Stäfa ohne Barth, Cibere­, Felder, Maag (alle verletzt) und ­Piske (gesperrt). Basel ohne Gardent (verletzt). Time-outs: Stäfa (24./11:13, 47./23:26); Basel (18./11:9, 55./26:30, 59./30:33). 3. Jurca wirft Penalty an die Latte (1:1). 16. Von Wyl hält ­Penalty von Jurca (9:9). 37. Jurcevic wirft ­Penalty darüber (20:21).

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