Handball

Heimpremiere knapp verloren

Die SG Wädenswil/Horgen unterliegt beim ersten Auftritt vor eigenem Anhang Solothurn 24:26. Die Gäste waren in der ersten Halbzeit besser. Nach der Pause kam das Heimteam immer besser ins Spiel und hatte mehrere Chancen, die Wende herbeizuführen. Allerdings wurden diese vertan.

Auf den Fan-Plakaten ist die Fusion zwischen dem HC Wädenswil und dem HC Horgen bereits vollzogen, auf dem Feld müssen sich die Spieler (in Rot) erst finden.

Auf den Fan-Plakaten ist die Fusion zwischen dem HC Wädenswil und dem HC Horgen bereits vollzogen, auf dem Feld müssen sich die Spieler (in Rot) erst finden. Bild: André Springer

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Zu Beginn taten sich die Einheimischen schwer, Tore zu schiessen, und wenn der Ball dann doch im Netz zappelte, fiel häufig innert­ weniger Sekunden ein Gegen­treffer. Solothurn gelang es schnell, eine Differenz von drei bis fünf Treffern zu schaffen. «In der Defensive agierten wir nicht so, wie wir uns das vorgenommen hatten», meinte Trainer ­Pedja Milicic zur Leistung der Gast­geber in Halbzeit eins. Nach der Pause wurde besser verteidigt, «aber immer noch nicht so, wie ich mir das vorstelle», zeigte Milicic sich kritisch. Viele Details stimmten nicht, die Mannschaft wisse das auch.

Die Steigerung der See­buben führte dazu, dass Solothurn nach der Pause das hohe Tempo nicht aufrechterhalten konnte. Vor allem­ dank Spielmacher Kurth, der in den entscheidenden Phasen das Heft in die Hand nahm, blieben die Gäste aber weiterhin vorne. «Kurth ist einer, der das Spiel kontrollieren kann», erör­terte Milicic. Zudem seien die Solothurner sich dieses hohe Niveau gewohnt und spielten schon lange zusammen.

Das fehlende Fundament

Dennoch boten sich Wädens­wil/Horgen in der letzten Viertelstunde immer wieder Möglich­kei­ten, die Partie zu drehen. Allerdings vergaben die Spieler genau dann immer wieder soge­nannt 100-prozentige Tormöglichkeiten. Trotzdem könne diese zweite Niederlage im zweiten Spiel nicht auf das Auslassen dieser Chancen geschoben werden, befand Milicic: «Ein Handballspiel gleicht dem Bau eines Hauses: Wir konnten zu Beginn das Fundament nicht legen. Wenn du dann hinterherrennst, dann braucht das viel Substanz. Du bist am Limit, und dann passieren halt diese ein, zwei Fehler zu viel.»

In einigen Phasen des Spiels war auch deutlich zu sehen, dass die neu formierte Mannschaft noch nicht ganz zusammengefunden hat. «Aus zwei homogenen Familien muss nun eine geformt werden», sagte Milicic dazu. Dies benötigt natürlich Zeit. «Mit und um Trainer Milicic wurde ein Um­feld geschaffen, welches professionell arbeitet», erklärte Jonas Affentranger, der Topskorer der See­buben an diesem Abend. Diesmal habe man das leider nur ansatzweise gesehen, spätestens Mitte Saison «wird sich dies dann öfter bemerkbar machen», ist der Rückraumspieler überzeugt.

Die Stimmung im Team sei trotz der zwei Niederlagen weiter positiv, betonte Affentranger: «Wir wissen, dass wir kämpfen und am gleichen Strang ziehen müssen. Wir sind zumindest in dieser Anfangsphase der Underdog. Wir haben aber den Willen, alles zu geben und uns zu verbessern. Gelingt dies, können wir in dieser Liga jeden schlagen.» (amp)

Erstellt: 10.09.2018, 10:28 Uhr

Nationalliga B

Wädenswil/Horgen - Solothurn 24:26 (12:16)

Glärnisch, Wädenswil. 90 Zuschauer. SR Hasler/Hungerbühler. – Torfolge: 1:3, 3:6, 4:8, 6:9, 7:12, 10:15, 12:16; 15:18, 17:20, 18:21, 20:23, 22:24, 24:26. – Strafen: 3×2 gegen Wädens­wil/Horgen, 5×2 gegen Solothurn. – Wädenswil/Horgen: Steiner/Bass (für einen 7-Meter); Simon Gantner (2), Affentranger (5/3), Sandro Gantner (4), Knott, Daniel Gantner (1), Pascal Gantner (2), Kälin, Wolfer (6), Karlen (2), Esposto, Gretler (2). – Solo­thurn: Diethelm (1) / Dukanovic (für zwei 7-Meter); Eggi­mann, Kähr (2), Beer (5), Kurth (9), Althaus, Hofer (2), Blaser (2), Schafroth (4), Blaser (1), Helmy, Sieber. – Bemerkungen: Time-outs: Wädenswil (19./7:10, 47./18:21, 56./22:24), Solothurn (30./12:16, 54./22:23).

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