Handball

Ein sofortiges Ende zum Start

Wegen einer Armverletzung steht Philipp Seitle Handball Stäfa als Spieler nicht mehr zur Verfügung. Der 33-jährige Deutsche konzentriert sich ganz auf seine Aufgabe als Trainer des NLB-Clubs.

Teammanager Daniel Perisa (links) und Trainer Philipp Seitle (rechts) begrüssen Armin Sarac in Stäfa.

Teammanager Daniel Perisa (links) und Trainer Philipp Seitle (rechts) begrüssen Armin Sarac in Stäfa. Bild: David Bruderer

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Früher als geplant muss Philipp Seitle seine Aktivkarriere beenden. Die im November 2018 erlittene Verletzung an seinem Wurfarm lässt keinen Einsatz des 33-jährigen Deutschen auf dem Feld mehr zu. Entsprechend wird er nicht als Spielertrainer, sondern ausschliesslich als Trainer amten.

«Das ist ein schwerer Schlag für uns. Es fehlt der absolute Leader auf dem Feld. Doch die letzten Spiele ohne Philipp haben gezeigt, dass Luki Maag, Nici Brunner und Louis Barth diese Leaderrolle auch schrittweise übernehmen können. Zudem stehen mit Armin Sarac und Roger Bleuler neu ja zwei weitere sehr erfahrene Spieler im Kader», sagt Christian Rieger. Das Ziel des NLB-Zweiten für die neue Saison lautet gemäss dem VR-Präsidenten der GS Players AG: «Wir wollen mit dem Team einen attraktiven Handball spielen und uns im vorderen Drittel der Tabelle präsentieren.» Das Kader habe sehr gut mit erfahrenen und ganz jungen eigenen Spielern ergänzt werden können.

Neuzuzug auf Stellensuche

Beim Trainingsauftakt des NLB-Clubs konnte Seitle am Dienstagabend 17 seiner 20 Spieler begrüssen. Ein neues Gesicht in Stäfa ist Armin Sarac. Der 28-Jährige hatte zwar vor einem Monat bereits einen Auftritt auf dem Frohberg. Mit dem TV Endingen, für den er vier Saisons absolvierte, setzte sich der Rückraumspieler und Penaltyspezialist im Playoff-Final gegen den Seeclub durch. Sarac soll in der jungen Equipe vom Zürichsee seine Erfahrung aus 225 Nationalliga-Partien einbringen und die Wurfkraft von Seitle kompensieren. Er hat einen Einjahresvertrag unterschrieben.

«Das ist ein schwerer Schlag für uns. Es fehlt der absolute Leader auf dem Feld.»Christian Rieger

Aber weshalb wechselt ein im Aargau verwurzelter Spieler vom NLA-Aufsteiger zu einem B-Klub? «Mein Vertrag in Endingen lief aus und ich suchte eine neue Herausforderung», sagt der 1,98 m grosse Sarac, der seit einem Jahr mit seiner Freundin in Effretikon wohnt. Stäfa habe sich am meisten um ihn bemüht. «Die Ideen von Philipp Seitle sagen mir zu.» Der Neuzuzug dürfte in der Verteidigung im Innenblock eine zentrale Rolle spielen. Im Angriff sollte er neben den eher kleinen und wendigen Mitspielern für zusätzliche taktische Optionen sorgen. Vor einem Problem steht Sarac allerdings noch. Der KV-Absolvent sucht per 1. August eine neue Arbeitsstelle. Seine alte auf dem Betreibungsamt Baden hat er gekündigt.

Die Zusammenarbeit Stäfas mit Wakunaga geht in eine dritte Saison. Hatte der japanische Konzern bisher zwei Spieler an den Zürichsee entsendet, ist es mit Fukuda Shota nun noch einer. Der 26-Jährige, der erst heute Donnerstagabend in der Schweiz eintrifft, übernimmt im rechten Rückraum den Platz des Isländers Olafur Olafsson. Der Linkshänder ist sehr schnell und beweglich, haben die Stäfner Verantwortlichen in den Probetrainings festgestellt.

Rückkehrer und Jungspunde

Mit Roger Bleuler hat ein auf dem Frohberg Altbekannter, der schon am Ende der letzten Saison eingesprungen war, einen Einjahresvertrag unterzeichnet. Bis 2017 absolvierte der Stäfner für seinen Stammclub über 200 Nationalliga-Partien. Neben dem 27-Jährigen ist am linken Flügel Rico Gretler (24) vorgesehen, der von der SG Wädenswil/Horgen kommt und bis 2021 unterschrieben hat.

Ebenfalls für zwei Jahre verpflichtet haben sich fünf in Stäfa ausgebildete Junioren. Bereits einmal NLB-Luft schnuppern konnten auf den Flügelpositionen die 18-jährigen Zwillinge Linus und Lukas von Dach sowie Goalie Severin Dürr (18). Das Quintett komplettieren U-19-Nationalspieler Noam Leopold (16/Flügel links) und Fadri Kägi (18/Rückraum Mitte). (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 13.06.2019, 07:47 Uhr

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