Handball

Auf zu neuen Ufern am linken Ufer

Nach dem Schulterschluss von Horgen und Wädenswil im Aktivbereich war Beat Rellstab gefordert. Beim Saisonstart soll jeder Spieler am richtigen Ort sein.

Im Handballshop: Bei Beat Rellstab dominiert der Sport Beruf und Freizeit.

Im Handballshop: Bei Beat Rellstab dominiert der Sport Beruf und Freizeit. Bild: Michael Trost

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Rellstabs Arbeit als Koordinator Leistungshandball der Spielgemeinschaft am linken Ufer begann schon in der alten Saison. Damals war noch nicht klar, in welchen Ligen die beiden leistungsorientierten Aktivteams spielen würden. Wegen des Abstiegs der Horgner aus der Nationalliga B und des Aufstiegs der Wädenswiler verfügt das neue Gebilde nun je über einen Platz auf zweit- und dritthöchster Stufe. «Das ist für unsere Arbeit optimal», sagt Rellstab erleichtert.

Dem ehemaligen Nationalspieler geht es darum, dass die jungen Horgner und Wädenswiler auf dem für sie optimalen Niveau gefördert werden können. Dazu gehört auch, dass die Juniorenteams nun alle auf Elite-Stufe gegen die Besten des Landes antreten können.

Kriegskasse noch nicht leer

Den Kern der NLB-Equipe bildet die Mannschaft aus Wädenswil rund um die Gantner-Cousins. Aus Horgen stiessen die Flügel Rico Gretler, Mirko Santoro und Adrian Karlen sowie im Rückraum Routinier Jonas Affentranger, Nico Wolfer und Jérôme Zuber hinzu. Santoro und Zuber werden nach ihren schweren Knieverletzungen in diesem Jahr allerdings noch nicht zur Verfügung stehen.

«Wir werden die Gegner überrennen.»
Beat Rellstab

Dem Torhüterduo attestiert Beat Rellstab zwar Talent, Jonas Steiner und Marvin Schäfer fehle es aber an Erfahrung auf Stufe Nationalliga B. «Da gehen wir ein gewisses Risiko ein», gesteht der bald 50-jährige Horgner. Der Sportchef oder Chef Leistungssport («Die Bezeichnung ist mir egal, ich weiss, was ich zu tun habe») lässt aber durchblicken, dass allenfalls an Weihnachten ein «Paket» unter dem Christbaum liegen könnte. «Es gibt immer Spieler, die andernorts unglücklich sind. Aber wir wollen es zuerst so probieren.»

Erstes richtiges Krafttraining

Aktuell ist die Mannschaft der Star. Der Teamspirit sei super, der Zusammenhalt ihr grösster Trumpf. «Unser Spiel wird nicht das 6:6 sein. Wir werden die Gegner aus einer guten Deckung heraus überrennen», verrät Rellstab die Taktik der Spielgemeinschaft. Als Glücksfall bezeichnet er die Verpflichtung von Trainer Pedja Milicic. Der 42-jährige Bosnier übernahm– wie zuvor in Stäfa – auch an der Pfnüselküste neben seiner Rolle als Cheftrainer des Fanionteams eine zentrale Funktion in der grossen Nachwuchsabteilung.

«Wenn alle gesund sind, spielen wir im Mittelfeld der Nationalliga B», prophezeit Beat Rellstab. Es werde Ausreisser nach oben geben, «Tage, an denen wir jeden Gegner schlagen können». Die junge Equipe werde aber genauso auch schlechte Tage einziehen. «Holen wir aus den restlichen Partien 15 Punkte, ist der Abstieg kein Thema.»

Dass durch den Zusammenschluss «eine gewisse Identität verloren geht», streitet Rellstab nicht ab. Für die Junioren sei das hingegen weniger ein Problem. Sie sind schon in der Spielgemeinschaft gross geworden. Er hoffe einfach, dass eine gemeinsame Fankultur zum Laufen komme. Bezüglich Infrastruktur ist der Zusammenschluss ein Vorteil. «Dank des Kraftraums in der Waldegg kamen die Wädenswiler erstmals in den Genuss eines seriösen Aufbaus», nennt der Sportchef einen Vorteil. Trainiert wird je zweimal in Horgen und Wädenswil. Die Heimspiele sind je hälftig in der Waldegg, wo ein neuer Hallenboden verlegt wurde, und im Glärnisch angesetzt.

Und wo hat Rellstab während der Partien seinen Platz? «Ich werde oft auf dem Bänkli hocken und dort der Mannschaft den Puls fühlen», verrät Rellstab. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 30.08.2018, 10:29 Uhr

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SG Wädenswil/Horgen

NLB-KADER 2018/19

Staff: Pedja Milicic (Cheftrainer), Beat Rellstab (Sportchef), Sasha Mackintosh (Teammanager), Kurt Luchsinger, Matthias Oelschlägel (beide medizinische Betreuung).
Tor (2): Jonas Steiner (Jahrgang 1992), Marvin Schäfer (97).
Flügel (7): Simon Kälin (94), Rico Gretler (94), Oliver Koller (99), Adrian Karlen (91), Lukas Hitz (94), Thomas Gerster (90), Mirko Santoro (93).
Rückraum (10): Jonas Affentranger (89), Simon Gantner (93), Pascal Gantner (95), Tim Knott (95), Christian Gantner (95), Jerome Zuber (96), Sandro Gantner (96), Nico Wolfer (97), Thierry Sebele (93), Tim Rellstab (2001).
Kreis (4): Daniel Gantner (88), Luzian Lechner (2000), Manuel Esposto (2001), Donat Ziegler (2000).
Zuzüge: Sebele (TV Birsfelden/NLB), Lechner (Stäfa/U-19 Elite), Koller (Junioren), Rellstab, Esposto, Ziegler (alle erw. Kader / Junioren TFL).
Abgänge: Mathias Müller (Suhr Aarau/NLA), Luca Oberli, Tobias Thaler (beide Baden/NLB), Alessandro Crippa (Siggenthal/1.), Dominik Mächler, Sasha Mackintosh, Andrja Kasalo (alle Rücktritt).

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