Wädenswil

Zürichsee-Clubs in der Verfolgerrolle

Anfang Saison sprach Kilchberg-Rüschlikon vom Aufstieg, während Stäfa, Meilen und Herrliberg moderatere Töne anschlugen. Vor dem Rückrundenstart belegen die vier Clubs die Ränge 3, 4, 2 und 3.

Des einen Freud, links der Herrliberger Robin Buri, der eben das 2:0 geschossen hat, ist des anderen Leid (Männedorfs Luca Tschirky). Diese Momentaufnahme täuscht aber etwas. Aufsteiger Männedorf hat in der Gruppe 6 durchaus noch Chancen auf den Klassenerhalt.

Des einen Freud, links der Herrliberger Robin Buri, der eben das 2:0 geschossen hat, ist des anderen Leid (Männedorfs Luca Tschirky). Diese Momentaufnahme täuscht aber etwas. Aufsteiger Männedorf hat in der Gruppe 6 durchaus noch Chancen auf den Klassenerhalt. Bild: David Baer

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Wer sich nicht so weit zum Fenster hinauslehnt, ist dann auch nicht so enttäuscht, wenn es nicht klappt. Deshalb kann man bei Stäfa, Meilen und Herrliberg, die in der Gruppe 6 die Zwischenränge 4, 2 und 3 belegen, von einer guten Vorrunde sprechen. Der 3. Platz von Kilchberg-Rüschlikon in der Gruppe 1 ist für den Stadtzürcher Vorortsclub dagegen eine Enttäuschung.

Vor vier Saisons spielte der Fusionsverein noch in der 2. Liga interregional. Danach wurde er direkt in die 3. Liga durchgereicht. Dort übernahm Davide Molinaro das Szepter. In seiner ersten Saison erreichte Molinaro Rang 2 hinter Wollishofen. «Die Strukturen bei Kilchberg-Rüschlikon sind diejenigen eines Zweitligaclubs», sagte der Trainer vor einigen Monaten. Verständlich, dass er und sein Team in der aktuellen Spielzeit den Aufstieg anpeilen.

«Herrliberg war bisher unser bester Gegner. Gut organisiert und mit einigen starken Spielern.»Meilens Trainer Urs Meier äusserte sich zu einem Mit-Aufstiegsanwärter.

Den ersten Dämpfer für Kilchberg-Rüschlikon aber gab es im Zürichseederby zu Hause gegen Wädenswil am 21. September. Der Gastgeber kassierte den 2:2-Ausgleichstreffer in der Nachspielzeit nach einem Sonntagsschuss. Das waren in dieser Saison die ersten Punktverluste des FCKR. Keine Ausbeute gar gab es in den beiden letzten Vorrundenpartien gegen die Tabellenersten Lachen/Altendorf 2 (0:2) und Wollerau (1:5).

Trainer Molinaro hielt nach der klaren Niederlage bei Leader Wollerau fest: «Wir trafen in einem für uns ungünstigen Zeitpunkt auf die beiden stärksten Gegner der Gruppe.» Denn seine Mannschaft habe neben etlichen Verletzten auch gesperrte Spieler zu beklagen gehabt. «Gegen Lachen/Altendorf waren wir vor allem physisch unterlegen. Gegen Wollerau haben wir leider den Start ins Spiel verschlafen und konnten danach unsere Chancen, um zurückzukommen, nicht nutzen.»

Ist Pfäffikon unantastbar?

Aus sportlicher Sicht gemütlicher als in Kilchberg-Rüschlikon werden die Festtage in Stäfa, Meilen und Herrliberg sein. Sechs, zwei und fünf Verlustpunkte beträgt vor der Rückrunde der Abstand auf Tabellenführer Pfäffikon. Vom Unterländer Verfolgertrio konnte einzig Stäfa die Oberländer schlagen (2:1). Meilen (0:2) und Herrliberg (1:4) dagegen verloren in Pfäffikon. Der Leader scheint aber nicht unantastbar zu sein.

Am 20. Oktober spielte Meilen gegen Herrliberg in einem Zürichseederby 1:1. Danach sagte Meilens Trainer Urs Meier: «Herrliberg war bisher unser bester Gegner. Gut organisiert und mit einigen starken Spielern.» Eine Woche zuvor war Meiers Team in Pfäffikon angetreten. Pfäffikon bekundete Anfang November ebenso Mühe in Zollikon. Dort lagen die Oberländer während der Pause 1:2 in Rückstand, ehe sie noch 3:2 gewannen. Zollikon als Tabellensiebter hat eine ansprechende Vorrunde hinter sich. Und Aufsteiger Männedorf als Elfter kann sich noch berechtigte Hoffnungen auf den Klassenerhalt machen.

Einen enttäuschenden Herbst hat hingegen Zweitliga-Absteiger Wädenswil erlebt, das in der Gruppe 1 zwar Rang 4 belegt, aber bereits neun Punkte Rückstand auf den Dritten Kilchberg-Rüschlikon aufweist. Da nützten auch die bisher zehn Meisterschaftstore von Marc Betschart nichts. Während der Vorrunde wurde Trainer Rainer Bieli durch Tony Vanaria ersetzt. Aufsteiger Thalwil 2 belegt den drittletzten Rang. Diese Platzierung würde Ende Saison den Ligaerhalt für die Mannschaft von Trainer Daniel Cadonau bedeuten.

Schlechter sieht es dagegen in der Gruppe 2 für die zweite Mannschaft von Wädenswil aus, die auf dem letzten Platz liegt. Die zweite Garde von Herrliberg indes überwintert in der Gruppe 3 auf dem guten 6. Platz. Das Team von Trainer Marc Sauter hatte eine Phase von sechs Spielen ohne Niederlage, ehe es am vergangenen Samstag beim souveränen Tabellenführer Höngg 2 verlor.

Erstellt: 07.11.2019, 18:09 Uhr

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles