Tennis

«Wir erwarten um die 1000 Zuschauer»

Die Verteidigung seines Titels im NLA-Interclub kann der TC Seeblick am Wochenende auf der eigenen Anlage in Angriff nehmen. OK-Präsident Kai-Uwe Steuber hat dafür ein Wunschszenario.

Leistungsträger beim TC Seeblick: Marc-Andrea Hüsler.

Leistungsträger beim TC Seeblick: Marc-Andrea Hüsler. Bild: Archiv David Baer

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Die Organisation und Durch­führung des Finalturniers ist mit einem erheblichen finanziellen Aufwand und Risiko verbunden. Was ist Ihre Motivation, dies auf sich zu nehmen?
Kai-Uwe Steuber: Wir gehen davon aus, dass gerade in der Region Zürich aufgrund der hohen Dichte an Tennisclubs ein Interesse an diesem Sportevent besteht. Nun umso mehr, da sich – Männer und Frauen zusammengenommen – drei Zürcher Teams für die Halbfinals qualifiziert haben.

Mit wie vielen Zuschauern rechnen Sie?
Bei gutem Wetter mit bis zu 1000. Das sind vier- bis fünfmal so viel wie bei einem Heimspiel in der Vorrunde. Entsprechend mussten wir uns organisatorisch dar­auf vorbereiten. Die Anlage ist von der Infrastruktur ohne wei­tere bauliche Massnahmen nicht in der Lage, diese Anzahl von Gästen willkommen zu heissen.

Welche Massnahmen wurden nötig?
Die Spieler brauchen Rückzugsmöglichkeiten, zum Umziehen, für Massagen etc. Dafür wurde eine Art Zeltstadt errichtet. Für die Zuschauer werden drei Tribünen aufgestellt, zusätzliche Toiletten, dazu eine Festwirtschaft mit mehreren Aussenposten, damit die Leute sich auf der Anlage verteilen und überall für gute Stimmung sorgen. Auch die Ansprüche der Turnierleitung und der Medien, gilt es zu erfüllen. Nicht zuletzt musste ein Shuttleservice zu den Parkplätzen beim Schulhaus Kilchberg organisiert werden.

Wie viele Helfer werden im Einsatz stehen?
Knapp 100. Alles Personen aus dem Verein.

Leute zu finden, die ehrenamtlich arbeiten, wird immer schwieriger. Wie sieht dies im TC Seeblick aus? Gab es zu Beginn Widerstand gegen die Organisation dieses Grossanlasses oder waren alle sofort dabei?
Natürlich gab es kritische Stimmen. Diese hörten wir an und liessen sie in unser Konzept einfliessen. Insgesamt war das Feedback aber sehr positiv und wir haben von vielen Mitgliedern bereits früh signalisiert bekommen, dass sie aktiv ihren Beitrag leisten wollen. Dies schliesst passive Mitglieder und solche, die bis dato nicht so sehr in Erscheinung getreten sind, mit ein, was uns besonders freut. Das OK ist überzeugt, ein sehr motiviertes Team an Freiwilligen zusammen zu haben.

Was erhoffen Sie sich von den Zuschauern?
Wir wünschen uns eine sportliche Atmosphäre mit vielen Fans, die mit uns diesen Anlass feiern wollen. Neben dem Spitzensport können die Zuschauer den Blick auf den See bei geselligem Ambiente geniessen. Dies ist eine gute Alternative zur Street Parade, die ebenfalls dieses Wochenende in Zürich stattfindet, wie ich finde.

Wurde der TC Seeblick von Swiss Tennis als Austragungsort in erster Linie angefragt, weil die Herren Titelverteidiger sind?
Nachdem das Finalwochenende die letzten zwei Jahre in Lau­sanne ausgetragen wurde, war Swiss Tennis bestrebt, die Veranstaltung 2018 und 2019 in der Nord­ostschweiz stattfinden zu las­sen. Der TC Seeblick ist für seine­ Gastfreundschaft und Atmosphäre bei zahlreichen hochklassigen NLB- und NLA-Begegnungen bekannt. Clubmitglieder und Tennisfans aus der Region schätzen die Events auf unserer Anlage und honorieren auch die Leistungen der gegnerischen Teams. Dieser positive Eindruck wird uns immer wieder von den Gast­spielern bestätigt. Entsprechend drängte es sich für Swiss Tennis auf, uns anzufragen. Die Aussicht dar­auf, dass mit Seeblick der Ti­tel­verteidiger am Finalwochenende dabei sein dürfte und GC gleich in beiden Wettbewerben mit einer Equipe, war natürlich auch verlockend und bietet drama­turgisch gesehen ein gutes Dreh­buch für ein spannendes und hochklassiges Wochenende.

Seeblick hat die Vorrunde dominiert. Was zeichnet das diesjährige Team aus, und wie schätzen Sie die Chancen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung ein?
Der Erfolg ist meines Erachtens auf zwei Dinge zurückzuführen. Einerseits wird unsere Basis, bestehend aus den Schweizer Spielern, immer besser und stabiler. Eigengewächse wie Marc-Andrea Hüsler und Alexander Ritschard haben enorme Fortschritte erzielt – und werden weitere machen. Andererseits gelingt es uns immer wieder, sehr starke Ausländer zu verpflichten – dank un­se­rer guten Kontakte, aber auch dank ehemaliger Söldner wie Mirza Basic, die auf der Tour für uns Werbung machen.

Wen sehen Sie als stärksten Widersacher?
Die Grass­hopper. Sie werden sicher­ sehr motiviert sein und versuchen, sich für das verlorene Vorrundenspiel und vor allem die Finalpleite 2017 zu revanchieren. Unser Halbfinal-Gegner Neuchâtel war in der Vorrunde zwar stark, wird wohl aber nicht in Bestbesetzung antreten können, da einige Ausländer die Teilnahmebedingungen nicht erfüllen oder bereits anderweitige Verpflichtungen haben, weil sie nicht damit rechneten, dass sich das Team für das Finalwochenende qualifizieren könnte.

Wenn Sie auswählen könnten zwischen gutem Wetter für das Finalwochenende und Seeblicks erfolgreicher Titelverteidigung, was nähmen Sie?
(lacht) Ich bin für die Titelverteidigung bei Kaiserwetter.

(Interview: su)

Erstellt: 09.08.2018, 09:27 Uhr

Programm

Die Halbfinals im TC Seeblick in Zürich-Wollishofen beginnen am Samstag um 9 Uhr. Bei den Herren heissen die Paarungen Seeblick - Neuchâtel und Froburg Trimbach - Grass­hopper ZH, bei den Frauen (ab 11 Uhr) Nyon - Cologny und Grass­hopper ZH - Chiasso. Die beiden Finals werden am Sonntag ab 10 Uhr ausgetragen.

Sollte das Wetter ein Spielen im Freien verunmöglichen, finden die Halbfinals vom Samstag in den beiden Hallen von Sihlsports in Langnau a. A. und im Ten­nis­zentrum Horgen statt. Die Finals vom Sonntag finden bei Regen im Sihlsports in Langnau a. A. statt.

Kai-Uwe Steuber, OK-Präsident (Bild: Martin Eschmann)

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