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Wer nichts wagt, gewinnt nichts

Sportredaktor Dominic Duss zur bevorstehenden Saison des FC Rapperswil-Jona in der Challenge League.

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Der FC Rapperswil-Jona zählt nun zum erlauchten Kreis der 20 besten Fussballklubs des Landes. Die 1. Mannschaft spielt wortwörtlich in einer anderen Liga. Ehemalige Schweizer Meister wie Servette Genf, Xamax Neuchâtel und Aarau sind Gegner der Rosenstädter. Hinzu kommen mit Winterthur (die Eulachstädter gewannen vor hundert Jahren ihren letzten von drei Titeln), Wohlen oder Schaffhausen weitere Vereine, die eine lange Tradition in der zweithöchsten Spielklasse haben. Die erste Saison in der Challenge League wird für den FCRJ eine grosse Herausforderung – und gewissermassen auch ein Abenteuer.

Neben dem Platz waren die Verantwortlichen enorm gefordert, um den hohen Ansprüchen der Swiss Football League gerecht zu werden. Und sie sind es immer noch. Vor allem im Bereich Infrastruktur müssen noch Kraftakte geleistet werden, bis das Stadion Grünfeld ligatauchlich ist.

Von 1,7 auf 2,7 Millionen Franken hat die Vereinsführung das Budet erhöht. FCRJ-Präsident Rocco Delli Colli versucht mit dem Projekt «mille per mille» bis im Winter eine weitere Million an Sponsorengeldern aufzutreiben. Finanziell kann der Liganeuling zwar den meisten Konkurrenten nicht das Wasser reichen, aber dafür steht es ihm nicht bis zum Hals.

In Transfers wurden keine Unsummen gesteckt. Stars sind im 25-köpfigen Kader der St. Galler nicht zu finden. Dafür jedoch einige Talente, die noch zu Grössen heranwachsen können. Und Routiniers, welche ihre wertvollen Erfahrungen ins Team einbringen. Die FCRJ-Sportkommission hielt bewusst an Leistungsträgern fest, die am 20. Mai unter Coach Stefan Flühmann den Aufstieg geschafft hatten.

Gewiss muss sich der FCRJ steigern, um nicht direkt zurück in die Promotion League zu fallen. Manche Fussballexperten trauen dem Klub vom Obersee den Ligaerhalt nicht zu. Zu wenig sei das Kader verstärkt worden, begründen sie. Doch mit Urs Meier steht ein Profi an der Seitenlinie, der schon manche Herausforderung bravourös gemeistert hat (z.B. bezwang er 2014 mit dem FC Zürich im Cupfinal «Riese» Basel). «Wer nichts wagt, gewinnt nichts», lautet eine Redewendung. Diese trifft auf den FCRJ insofern zu, da er sein Kader nicht mit teuren Spielern aufbläst, sondern an seiner Strategie (auf Junge zu setzen) festhält. Ob die Rechnung aufgeht, wird sich weisen.

Erstellt: 21.07.2017, 16:53 Uhr

Dominic Duss, Sportredaktor

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