Fussball

Spektakelremis in Stäfa

Im Abstiegskracher der Zweitliga-Gruppe 2 trennen sich Stäfa und Regensdorf 3:3. Jens Saethre trifft für die Gastgeber zweimal.

Der Stäfner Doppeltorschütze Jens Saethre (links) wird vom Regensdorfer Flavio Zwahlen bedrängt.

Der Stäfner Doppeltorschütze Jens Saethre (links) wird vom Regensdorfer Flavio Zwahlen bedrängt. Bild: Moritz Hager

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Die Akteure auf dem Spielfeld boten den Zuschauern von Beginn weg packende Zweikämpfe und einen gepflegten Spielaufbau. Jedenfalls standen sie den Artisten des Zirkus Stey, die gleichzeitig unmittelbar oberhalb der Sportanlage ihre Nachmittagsvorstellung abhielten, in nichts nach. Nach acht Minuten wurde der Regensdorfer Remo Riedener in die Tiefe angespielt und sah sich nur noch Stäfas Goalie Dennis Brecher gegenüber. Sein Mix zwischen Schuss und Lobball konnte aber von diesem zur Ecke gelenkt werden.

Nur wenig später lancierten die Gäste einen Konter. Die weite Diagonalflanke prallte einem Stäfner Verteidiger an die Hand; da hätte sich Stäfa über einen Elfmeterpfiff nicht beklagen können. In der 16. und der 23. Minute kam aber auch das Frohbergteam durch Dejan Stojakovic gleich zweimal zu einer Topchance: Zuerst verstolperte der Stäfner Stürmer einen Flankenball, dann schloss er nach einem katastrophalen Abspielfehler von Torwart Samuel Winkler nur halbherzig ab.

Profiteur Girolamo

Nach 35 Minuten gingen die Seebuben aber trotzdem in Führung: Sandro Girolamo profitierte von einem Missverständnis der Abwehrzentrale und sah seinen Ball über die Linie kullern. Zwei Minuten später doppelte das Heimteam nach: Nach einer Ballstafette gelangte der Ball zu Finn Knecht. Der feingliedrige Flügelspieler flankte raffiniert hinter den Abwehrverbund, wo Jens Saethre am hinteren Pfosten ins Zuspiel schlitterte und abschloss.

Regensdorf reagierte zwei Minuten später. Der spärlich markierte Antonio Buttazza spielte am rechten Flügel präzis zur Mitte, wo der erst in der Winterpause von Wettswil-Bonstetten zu den Furttalern gestossene Alexander Srdic den Anschlusstreffer bewerkstelligte. «Genauso haben wir es doch im Training immer geübt», rief Regensdorf-Coach Gianluca Pasanisi ins Spielfeld und trieb seine Spieler nach vorne.

Es war aber Stäfa, das noch vor der Pause jubelte. Der schnelle Saethre übernahm das Zuspiel ins offene Couloir und verwertete abgebrüht an Winkler vorbei zum 3:1-Pausenstand. Dies sehr zur Freude von Trainer Luigi Caracciolo, der früher beim Gegner an der Linie stand: «Bei meinen jungen Spielern spürte man zu Beginn die Nervosität, in der Viertelstunde vor der Pause spielten wir aber gross auf.» So gab etwa Nils Grolp (Jahrgang 2002) seinen Einstand im Fanionteam.

«Genauso haben wir es doch im Training immer geübt.»Gianluca Pasanisi, Trainer FC Regensdorf

Regensdorfs Pasanisi reagierte aber in der Kabine und nahm zwei Wechsel vor. So spielte Neuzugang Pasquale Sbarra fortan im neu formierten Abwehrzentrum. Es dauerte nicht einmal zwei Minuten, bis die Umstellung zur Konfusion in der Stäfner Abwehr führte: Srdic genoss am linken Flügel sämtliche Freiheiten und schloss in die entfernte Ecke zum erneuten Anschlusstreffer ab. Regensdorf drückte nun vehement auf den Gleichstand, Daniel Steiner versiebte aber gleich zweimal in günstiger Position.

Texeira rettet den Punkt

In der 62. Minute bezwang Emanuele Fanello Torhüter Brecher zwischen den Beinen hindurch, dem Treffer wurde die Anerkennung aber aufgrund einer Abseitsposition verweigert. Zehn Minuten später schoss wiederum Steiner allein vor dem Stäfner Schlussmann diesem in die fangbereiten Arme. In der 80. Minute fiel dann aber doch der Ausgleich: Ex-Profi Gabriel Teixeira Machado (ex GC) wurde nicht konsequent attackiert, was dieser mit einem präzisen Schuss in Brechers linke Ecke gnadenlos ausnützte.

In der 88. Minute hätte der eingewechselte Silvan Lang zum Matchwinner werden können, sein Abschluss war aber von zu geringer Dynamik. Noch klarer war die Situation auf der Gegenseite: Der vom immer stärker aufkommenden Wind profitierende Srdic zielte aber völlig ungedeckt direkt auf Dennis Brecher und vergab damit in der Schlussminute einen wertvollen Sieg.

Erstellt: 18.03.2019, 12:03 Uhr

Telegramm

Stäfa - Regensdorf 3:3 (3:1)

Frohberg, Kunstrasen. -SR: Filipovic. -120 Zuschauer. -Tore: 35. Girolamo 1:0. 37. Saethre 2:0. 43. Srdic 2:1. 45. Saethre 3:1. 46. Srdic 3:2. 80. Machado 3:3. - Stäfa: Brecher; Schmitt, Monn, Grolp, Saethre (90 + 6 Forrer), Hasanagic, Salzgeber, Wyndham (60. Di Paolo), Knecht (90. + 3 Funk); Girolamo (59. Lang), Stojakovic.

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