Fussball

Punkteteilung im Kantonsderby

Im Nachtragsspiel der 23. Runde trennten sich Rapperswil-Jona und Wil 1:1 unentschieden. Nach einer ereignislosen ersten halben Stunde nahm die Partie mit den beiden Toren kurz vor der Pause Fahrt auf. In der zweiten Hälfte hatte der FCRJ mehr Chancen, Wil aber die allerbeste.

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Mit Rapperswil-Jona und Wil trafen zwei Mannschaften aufeinander, die seit der Winterpause mehrheitlich erfolgreich spielten. Von 24 möglichen Punkten gewannen die Rosenstädter deren 16, die Gäste aus der ehemaligen Äbtestadt 15. Jetzt ist für beide ein Zähler hinzugekommen.

Es dauerte eine Viertelstunde, ehe einer der Torhüter (Zivko Kostadinovic) erstmals eingreifen musste. Die erste Chance vier Minuten zuvor war zwar eine gute, nachdem Julio Teixeira Granit Lekaj den Ball wegstibitzt hatte und dieser auf Umwegen zu Valon Fazliu gelangte, dessen Schuss aus 16 Metern das Ziel jedoch knapp verfehlte (11.). Für FCRJ-Trainer Urs Meier war es eine Schlüsselszene: «Das ist ein Hochkaräter. Dieses Tor muss man einfach machen. Dann ist das Spiel offen und für den Gegner wird es schwierig.»

Das Spiel wickelte sich weitgehend im Mittelfeld ab, in welchem das Heimteam aber zunehmend die Oberhand gewann und zielstrebiger wirkte. Fazliu mit einem Freistoss (26.) und Aldin Turkes mit einem Weitschuss (32.), beide aus grosser Distanz, schossen allerdings deutlich am Gehäuse vorbei. Danach setzte auch Wil erste Akzente. Auf einen Kopfball von Zé Eduardo musste sich Yanz mächtig strecken (35.), und Ivan Audions Abschlussversuch (37.) landete knapp neben dem Pfosten.

Doch Wil war erwacht und dessen Führungstreffer in der 40. Minute die Folge: Mike Kleiber hatte eine Flanke unterlaufen, und Kenzo Schällibaum traf frei stehend aus sechs Metern. Rapperswil-Jona machte kurz einen verwirrten Eindruck, fing sich aber rasch. In der 44. Minute legte Dennis Salanovic den Ball Aldin Turkes vor die Füsse, und dieser vollendete aus spitzem Winkel zum 1:1.

Attraktive zweite Halbzeit

Die beiden Tore beflügelten die Teams offensichtlich. Jonas Elmer zwang den Gästekeeper zu einer ersten Parade (56.), Egzon Shabani zur zweiten (61.), und Turkes schoss aus bester Position daneben (67.). Rapperswil-Jona kombinierte gefälliger, musste sich vor Wils Gegenstössen trotzdem in Acht nehmen.

Turkes vergab eine letzte gute Möglichkeit (81.) – ehe plötzlich Wil der Sieg winkte. Ein Schrägschuss, vom eingewechselten Ex-Nationalspieler Johan Vonlan­then aus wenigen Meter abgefeuert, streifte die Lattenoberseite (87.), und ein Kopfball von Fuad Rahimi flog knapp daneben (88.). FCRJ-Trainer Meier bedauerte natürlich, dass seine Mannschaft keine dieser Chancen nutzen konnte, «in dieser Beziehung muss noch gearbeitet werden», meinte aber ebenso: «Wir müssen auch sagen, dass der Gegner gute Chancen hatte.»

Eine Frage zu den Gerüchten, die Grasshoppers seien an Urs Meier als Trainer interessiert, beantwortete dieser so: «Stand heute habe ich nichts gehört, ich habe nie etwas gehört. Mein Fokus gilt alleine dem FC Rapperswil. Ich glaube, wer mich heute in der Coachingzone gesehen hat, muss fairerweise sagen, dass Urs Meier immer noch mit Leib und Seele im Grünfeld Trainer ist.» (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 13.04.2018, 10:28 Uhr

Challenge League

Rapperswil-Jona - Wil 1:1 (1:1)

Grünfeld. 1120 Zuschauer. SR Wolfensberger. – Tore: 40. Schällibaum 0:1. 44. Turkes 1:1. – Rapperswil-Jona: Yanz; Kleiber, Sülüngöz, Simani, Elmer; Teixeira (74. Jaggy), Rohrbach, Fazliu (86. Wicht); Salanovic, Turkes, Shabani (68. Zenuni). – Wil: Kostadinovic; Rahimi, Lekaj, Stillhart; Goncalves, Scholz, Lombardi (89. Latifi), Zé Eduardo, Schällibaum; Audino (80. Vonlanthen); Cortelezzi (64. Alves). – Bemerkungen: Rapperswil-Jona ohne Güntensperger (gesperrt), Kllokoqi, Kubli, Mustafi, Nater (alle verletzt), Amendola, Vranjes, (beide nicht im Aufgebot), Wil ohne Savic (verletzt), Baumann, Freid, Keller, Maroufi, Muslin (alle nicht im Aufgebot). Verwarnung: 78. Schällibaum. Corner: 2:2 (1:0).

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