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Neue Spieler und andere Struktur

Am Wochenende startet in der 3. Liga die Rückrunde. Gleich fünf der neun Zürichseeclubs sind abstiegsgefährdet. Um die Relegation zu vermeiden, wird hart gearbeitet. Auch beim FC Küsnacht.

Traurige Küsnachter am 17. Juni 2018 nach dem Abstieg in die 3. Liga. Ein solches Bild soll sich im Juni 2019 nicht wiederholen.
Traurige Küsnachter am 17. Juni 2018 nach dem Abstieg in die 3. Liga. Ein solches Bild soll sich im Juni 2019 nicht wiederholen.
David Baer

In Küsnacht will man den sportlichen Super-GAU verhindern. 2008 noch kämpfte das Küsnachter Fanionteam in der 1. Liga um Meisterschaftspunkte. Das war damals in der dritthöchsten Schweizer Liga. In dieser Saison ist das Team von der Goldküste in der 3. Liga vertreten. Das ist aktuell die siebenthöchste Schweizer Spielklasse.

In den vergangenen elf Jahren haben die Küsnachter eine rasante Talfahrt hinter sich. Das könnte noch weitergehen. Denn das Team des neuen Trainers Samuel Wiedemann belegt in der Gruppe 6 der 3. Liga mit nur drei Punkten den zwölften und letzten Ranglistenplatz. Die Differenz auf den rettenden 10. Rang beträgt sieben Zähler.

Nachdem die Küsnachter bereits im vergangenen Sommer als Tabellenletzte der Gruppe 1 von der 2. in die 3. Liga abgestiegen sind, wollen die Rechtsufrigen in dieser Saison eine weitere Relegation vermeiden. Dafür haben die Vereinsverantwortlichen fleissig gearbeitet. Den Hebel setzten sie hauptsächlich in zwei Bereichen an.

«Mehr Trainingsqualität»

Zum einen hat das Fanionteam viele Wechsel erfahren. Gleich 18 Spieler sind während der Winterpause gekommen, während nur deren sieben die Equipe verlassen haben. «Wir haben jetzt bewusst eine grössere Mannschaft, um entsprechend mehr Trainingsqualität zu bieten», hält Richard Rieder, der Küsnachter Leiter Ressort Sport, fest. Um einen grösseren Fanionteamkader zu bekommen, haben die Küsnachter eine ihrer drei Aktivmannschaften aufgelöst. «Wir wollen unsere besten Spieler in der ersten Mannschaft bündeln», begründet Rieder diese Massnahme.

«Einfach wird das Erreichen des Ligaerhalts nicht, hat man als zweite Mannschaft doch Sonntag für Sonntag einen anderen Kader am Start.»

Marc Sauter, Trainer Herrliberg 2

Neben Küsnacht kämpfen von den Zürichseevereinen auch Oberrieden in der Gruppe 1, Herrliberg 2 (3) und die Küsnachter Gruppenkonkurrenten Oetwil am See und Zollikon um den Ligaerhalt in der 3. Liga. Die schlechtesten Karten hat diesbezüglich Oberrieden mit erst zwei Zählern. Herrliberg 2 hat als Ranglistenvorletzter 6 Punkte und empfängt am kommenden Sonntag gleich den Letzten Regensdorf. «Unser grosses Ziel ist der Ligaerhalt. Dafür arbeiten wir seit Anfang des Jahres hart. Einfach wird es nicht, hat man als zweite Mannschaft doch Sonntag für Sonntag einen anderen Kader am Start. Doch wir freuen uns auf diese Herausforderung und sind überzeugt, dass wir unser Ziel erreichen werden», äussert sich Herrlibergs Trainer Marc Sauter vor der sonntäglichen Sechspunktepartie zuversichtlich.

Zollikon ist in der Gruppe 6 mit zehn Punkten Drittletzter. Trainer Christian Stengele hat die Schwachpunkte seines Teams während der Vorrunde erkannt: «In der Defensive konnten wir in keiner Phase überzeugen. Zu viele Wechsel in der Abwehr und zu viele individuelle Fehler sind für mich die Hauptgründe. In der Offensive haben wir in den entscheidenden Momenten die Tore nicht erzielt. Nun gilt es, die nötigen Schlüsse und Konsequenzen daraus zu ziehen.»

Steigerungen als Ziel

Mit Herrliberg 1 (20 Punkte), Meilen (19) und Wädenswil 2 (15) können drei Seeteams einigermassen entspannt in die Rückrunde starten. Vom Aufstieg träumen ist unrealistisch, weil die Tabellenspitze zu weit weg ist, Abstiegsgefahr besteht hingegen auch fast keine. Am ehesten muss Wädenswil auf der Hut sein. Das Team der Trainer Thomas Krauer und Daniel Gurt hat acht Punkte und fünf Ränge Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. «Wir wollen unseren sechsten Platz halten und im Abschluss effizienter werden», sagt Krauer zur Zielsetzung seines Teams für die Rückrunde. Die Wädenswiler Reserven haben während der Vorrunde einen Coup gelandet, als sie Tabellenführer Wollishofen schlugen.

Ambitionierter als die Wädenswiler Ziele sind diejenigen von Herrliberg 1. «Wir wollen uns in der Rückrunde weiter verbessern und streben eine Rangierung unter den Top 3 an», berichtet Dominik Sieber, der Medienverantwortliche des Clubs.

Beim fünftplatzierten Meilen beabsichtigen die Verantwortlichen in der Rückrunde ebenfalls, sich zu steigern. «Ende Saison wollen wir im oberen Drittel der Tabelle platziert sein», teilt Edy Varela mit. Die Meilemer streben eine Verbesserung an, indem sie ihre guten Trainingsleistungen besser in den Meisterschaftspartien umsetzen. Zudem sollen weniger individuelle Fehler gemacht werden.

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