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Mit Gefühl herantasten

Verteidiger Mike Kleiber arbeitet nach schwerer Verletzung an der Rückkehr in die 1. Mannschaft des FC Zürich. Derzeit sammelt der Oberriedner Spielpraxis im U21-Team, welches heute Rapperswil-Jona empfängt.

Im Letzigrund ist Verteidiger Mike Kleiber wie hier beim Cupspiel des FC Zürich am Donnerstag gegen St. Gallen voerst nur Zuschauer, aber er arbeitet intensiv an seinem Comeback beim Challenge-League-Leader.
Im Letzigrund ist Verteidiger Mike Kleiber wie hier beim Cupspiel des FC Zürich am Donnerstag gegen St. Gallen voerst nur Zuschauer, aber er arbeitet intensiv an seinem Comeback beim Challenge-League-Leader.
Dominic Duss

«Ich kann schmerzfrei wieder voll trainieren», frohlockt Mike Kleiber. Noch muss der 23-Jährige seinen Körper behutsam an die Leistungsgrenze heranführen. «Ich darf nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig machen», verrät der FCZ-Profi. Im Februar hatte sich der in Thalwil wohnhafte Oberriedner einen Innen- und Kreuzbandriss im rechten Knie zugezogen. Ausgerechnet im ersten Pflichtspiel nach seinem Comeback suchte die Verletzungshexe den Verteidiger erneut heim. Denn Kleiber war bereits vergangenes Jahr wegen eines Innenbandrisses am Fuss vier Monate lang ausgefallen.

Diesmal dauerte seine Rehabilitation über ein halbes Jahr. Auch jetzt muss er sich noch in Geduld üben. «Es ist mental die schwierigste Phase», sagt Kleiber. Seit sechs Wochen kann er wieder mit der 1. Mannschaft trainieren. Für einen Einsatz in einem Pflichtspiel ist sein Körper aber noch nicht ganz auf dem Level. «Ich spüre, dass noch etwas fehlt.»

Langsam wieder zur Topform

Deshalb kam Kleiber erst zu einem Teileinsatz in einer Testpartie. FCZ-Coach Uli Forte wechselte ihn am 6. Oktober gegen Wacker Innsbruck in der 70. Minute ein. «Auf jede Spielminute bin ich angewiesen», sagt der ehemalige Junior des FC Oberrieden und des FC Thalwil (ab Stufe E). Deshalb muss er sie sich momentan im U21-Team in der Promotion League holen. Am 15. Oktober durfte Kleiber im Derby gegen United Zürich ebenfalls ab der 70. Minute auflaufen.

Letzten Samstag setzte Artur Petrosyan, der die FCZ-Nachwuchsequipe noch bis zum Wochenende coacht und dann Trainer der armenischen Nationalmannschaft wird, beim Gastspiel gegen Breitenrain nach gut einer Stunde auf den 23-Jährigen. Das weiss Kleiber zu schätzen: «So finde ich langsam wieder zur Topform.» Bis zu seinem ersten Pflichtspiel im Fanionteam ist es nur noch eine Frage der Zeit. «Wenn sie reif ist, merkt das Forte. Denn er hat viel Erfahrung mit Spielern, die nach längerer Verletzung zurückkehren», begründet der Verteidiger.

Freude auf Duell mit Kllokoqi

Am Donnerstag verfolgte Kleiber den 2:1-Sieg im Cupspiel gegen St. Gallen im Letzigrund von der Tribüne aus. Heute steht er wieder mit Zürichs U21-Mannschaft auf dem Rasen. Das Heimspiel gegen Rapperswil-Jona wird für ihn besonders. Zum einen, weil Petroysan letztmals an der Seitenlinie steht. «Schade, dass er geht, denn unter ihm erlebte ich meine beste Zeit», verrät der Oberriedner. Das Team wolle dem scheidenen Coach zum Abschluss einen Sieg schenken. Ab Montag übernimmt Massimo Rizzo das Zepter. Andererseits freut sich Kleiber auf die Begegnung, da er FCRJ-Verteidiger Egzon Kllokoqi aus der gemeinsamen Zeit bei den FCZ-Junioren gut kennt. «Er hat in dieser Saison schon viermal nach Standards getroffen», weiss der FCZ-Profi.

Zudem habe Rapperswil-Jona einen Lauf. «Wir aber auch (der FCZ-Nachwuchs ist seit fünf Partien ungeschlagen, Red.) und deshalb wird es ein spannendes Spiel», ist der Defensivakteur überzeugt. Er wird alles daran setzten, um die effizienten Rosenstädter zu stoppen. Und sich so einem Einsatz beim Challenge-League-Leader weiter anzunähern. «Ein Comeback, wie es Marco Schönbächler gelungen ist wäre dann nicht schlecht», lacht er.

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