Fussball

Meilen gewinnt Kellerduell

Küsnacht verlor das Seederby gegen Meilen 1:2 und muss sich nun definitiv nach hinten orientieren.

Einen Schritt schneller: Der Meilemer Marco Ruckstuhl am Ball vor Küsnachts Tarek Daaboul.

Einen Schritt schneller: Der Meilemer Marco Ruckstuhl am Ball vor Küsnachts Tarek Daaboul. Bild: Patrick Gutenberg

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Meilen war ab Spielbeginn feldüberlegen und gelangte auch früh zu erstklassigen Chancen: In der 4. Minute tauchte Marco Ruckstuhl alleine vor FCK-Goalie Paul Ritter auf, der Schlussmann wehrte jedoch bravourös ab. Vier Minuten später vertändelte Küsnachts linker Aussenverteidiger Giuliano Maruccia völlig unnötig den Ball und brachte damit wiederum Ruckstuhl in erstklassige Abschlussposition, der aber verzog.

Der Meilemer Führungstreffer folgte aber trotzdem auf dem Fusse: Im Anschluss an einen Eckball klärte Daaboul nur ungenügend. Die Gäste kombinierten sich wie im Training durch die FCK-Verteidigung, wobei diese Bezeichnung zu schmeichelhaft artikuliert ist für das desaströse Abwehrverhalten. Samuel Zimmermann kümmerte dies einen Deut, er brauchte das Zuspiel vor dem leeren Tor nur noch einzuschieben.

Meilen dominiert eine Stunde

Küsnachts Torgefährlichkeit beschränkte sich auf ein absolutes Minimum, Meilens Torhüter Reto Eigenmann hätte die erste Stunde ebensogut im nahe gelegenen Strandbad verbringen können. In der 33. Minute erhöhte Ruckstuhl mit einem satten Schuss von der Stafraumgrenze zum 2:0 für seine Farben. Dabei blieb es resultatmässig bis zur Pause.

Meilens Trainer Valon Sylejmani konstatierte dann auch: «Unsere erste Halbzeit war – trotz der defensiven Spielweise des Gegners – gut und wir hätten zur Pause weit höher führen müssen.» Er musste aber auch konstatieren, dass sein Team danach stark abbaute.

Penalty zum 1:2

Das Heimteam benötigte einige Zeit, um dies auch zu realisieren. Genau genommen bis eine gute Viertelstunde vor Schluss. Da stand Solhkonan plötzlich alleine vor Eigenmann, der Meilemer Schlussmann brauchte aber nicht einzugreifen. Dies tat er dafür zwei Minuten später: Mit einem perfekt ausgeführten Brienzer legte er den Minuten zuvor eingewechselten Valentino De Martin aufs Kreuz. Dies schlug sich allerdings nicht im Notenblatt eines Kampfrichters nieder, sondern in einem Elfmeterpfiff. Der Gefoulte legte sich das Spielobjekt gleich selbst auf den Punkt und traf in Neeskens-Manier mitten ins Tor.

Allerdings war dieser Anschlusstreffer nicht viel mehr als ein Strohfeuer. Beide Teams zollten der Hitze Tribut und spulten das bis anhin Geleistete zu Ende. Küsnachts Assistenztrainer Eren Okur urteilte nach Spielschluss: «Unsere erste Halbzeit war miserabel. Nach der Pause trat kämpferisch eine ganz andere Mannschaft auf.» Cheftrainer Roger Fegble unterstützte diese Aussage und meinte noch salopp: «Wenigstens haben wir erstmals eine Halbzeit zu unseren Gunsten entscheiden können.»

Allerdings bleibt festzuhalten, dass dem eben aus der 2. Liga abgestiegenen FC Küsnacht ungemütliche Wochen im Tabellenkeller der 3. Liga bevorstehen, wenn Punktgewinne weiter ausbleiben. (vam)

Erstellt: 10.09.2018, 16:28 Uhr

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