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Meier leitet die neue Ära im FCRJ ein

Rapperswil-Jona rüstet sich für die erste Saison in der Challenge League. Urs Meier trainiert die Mannschaft am 19. Juni erstmals. Der 55-Jährige wird die Spieler fordern und fördern.

Urs Meier: «Ich kenne die Stärken und Defizite der Spieler.»
Urs Meier: «Ich kenne die Stärken und Defizite der Spieler.»
Archiv ZSZ

«Im Fussball geht alles so schnell, da muss man immer vorwärtsschauen», sagt Urs Meier. Dennoch blickt der Coach zwischendurch gerne auf schöne Momente zurück – aktuell auf den Aufstieg des FCRJ. Diesen erlebte er in Zürich. Dort beobachtete Meier die Partie des FC Basel 2 gegen United Zürich. «So wären wir vorbereitet gewesen, falls die Entscheidung erst in Basel gefallen wäre», erklärt der 55-Jährige. Mit seiner Frau an der Seite verfolgte er am Laptop den Live­Stream aus dem Grünfeld. «Das Adrenalin ging hoch», als die Rosenstädter Geschichte schrieben.

Meier unterstütze den Staff und die Mannschaft auf ihrem Weg in die Challenge League, seit er am 8. Feburar bei den St. Gallern einen Dreijahresvertrag (ab Saison 2017/18) unterschrieben hat. «Meine Erkenntnis, dass der FCRJ am meisten Potenzial hat, bestätigte sich», frohlockt der ehemalige Trainer des FC Zürich. Diesen hatte er 2014 zum Cupsieg geführt.

Mit Spielern im Gespräch

Anfang August 2015 war Meier beim FCZ entlassen worden. Die erste Zwangspause in seiner 23-jährigen Karriere als Coach habe ihm gut getan. «Nicht nur in Weiterbildungen sammelte ich viele neue Erfahrungen, sondern ich erweiterte meinen Horizont in jeder Art und Weise.» Und erstmals in seiner Trainerlaufbahn konnte er im Voraus sein neues Team unter die Lupe nehmen. «Die Stärken und Defizite der FCRJ-Spieler kenne ich inzwischen», verrät der Zürcher. Auch mit den künftigen Gegnern in der neuen Liga setzte er sich auseinander. «Am TV habe ich viele Challenge-League-Spiele gesehen.»

Noch amtet Stefan Flühmann als FCRJ-Coach. «Er hat mit dem Staff bereits die aktive Regeneration eingeleitet», sagt Meier dazu. Letzte Trainingseinheiten runden diese Woche die Saison ab. Daneben führt die Sportkommission, welcher der neue Trainer ebenfalls angehört, Gespräche mit den Spielern. «Ein Grossteil wird weiterhin für den FCRJ auflaufen», versichert Meier. Das vorhandene Potenzial verdiene sein Vertrauen. Trotzdem ist mit Kaderveränderungen zu rechnen. «Der eine oder andere muss wohl noch eine neue Lösung mit seinem Arbeitgeber finden», gibt der Profitrainer zu bedenken.

«Bin ein korrekter Trainer»

Die bisherigen Trainingszeiten am Morgen und Abend bleiben vorläufig bestehen. «Da die Intensität in der Challenge League höher ist, werden wir künftig wahrscheinlich schon mehr Einheiten haben», ergänzt Meier. Am Montag, 19. Juni, begrüsst er das Team zum ersten Training.

Der Erfolgscoach soll streng sein. Darauf angesprochen, muss Meier schmunzeln und antwortet: «Das würde ich anders ausdrücken. Ich bin ein korrekter Trainer.» Obwohl dies im Fussballbusiness nicht immer der Fall sei, lebe er jene Werte vor, die von Spielern verlangt werden. «Ich fordere viel, aber fördere auch.» Da gelte es die Balance zu finden. «Letztlich müssen wir alle in der Entwicklung einen Schritt vorwärtsmachen», fügt Meier an.

Noch keine Transfers gefixt

Nicht in die Karten blicken lässt er sich bezüglich möglicher Verstärkungen. «Die Sportkommission kommuniziert, wenn Transfers spruchreif sind», begründet der ehemalige Verteidiger, welcher 1997 seine Spielerkarriere beendet hatte und schon 1991 erstmals als Trainer engagiert gewesen war.

Die weitere Professionalisierung im FCRJ ist ein rollender Prozess, den Meier wesentlich mit vorantreibt. Das tut er nun noch intensiver als in den letzten Monaten. Der 55-Jährige freut sich auf seine neue grosse Herausforderung. «Mir ist wichtig, dass wir all die positiven Emotionen der vergangenen Saison in die Challenge League mitnehmen», betont er abschliessend.

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