Zum Hauptinhalt springen

Marco Bolli will weiter durchstarten

Zwischen 2014 und 2017 trainierte Marco Bolli den regionalen Zweit­ligisten Regensdorf. In seiner ersten Saison führte er die Furttaler beinahe in die 2. Liga interregional. Mittlerweile ist der erst 36-Jährige aber bereits in der 1. Liga angelangt.

FC-Thalwil-Trainer Marco Bolli arbeitet als Reisefachmann in Kloten, ist selber oft Passagier und will fussballerisch weiter durchstarten . . .
FC-Thalwil-Trainer Marco Bolli arbeitet als Reisefachmann in Kloten, ist selber oft Passagier und will fussballerisch weiter durchstarten . . .
Paco Carrascosa

Marco Bolli war vor viereinhalb Jahren der Wunschkandidat von Regensdorfs damaligem Vereinspräsidenten Martin Wanner. Eben hatte Bolli als Spielertrainer auf eindrückliche Art und Weise ZH-Affoltern in die 2. Liga geführt, mit neun Punkten Vorsprung auf den Tabellenzweiten Croatia. Auch die fussballerische Ausbildung bei GC und Bollis Stationen als Akteur bei den Erst­ligisten Red Star, Altstetten und Küsnacht gefielen Wanner.Der Vereinspräsident sollte recht behalten. Bolli führte Regensdorf in seiner ersten Saison beinahe in die 2. Liga interregional. Eigentlich waren die Furttaler schon aufgestiegen, weil der Fussballverband der Region Zürich (FVRZ) dem Ranglistenersten YF Juventus 2, das Ende Saison einen Punkt mehr auf dem Konto hatte als Regensdorf, den Aufstieg verweigert hatte. Doch der Internationale Sportgerichtshof (CAS) pfiff den FVRZ und Regensdorf zurück. YF Juventus durfte nach oben.

Mehrere Experten als Helfer

Das Hickhack um den vermeintlichen Aufstieg hat vielen Regensdorfern zugesetzt. In seiner zweiten und dritten Saison mit den Furttalern erreichte Marco Bolli noch Rang 11 und 4. Der Trainer schaffte dafür neben dem Rasen eine noch eindrücklichere Leistung. Er erwarb das Uefa-A-Trainerdiplom, mit dem er Teams bis in den Profifussball trainieren kann.

Jetzt Trainer in Thalwil

Im Sommer 2017 verliess Bolli, was den Fussball betrifft, das Unterland. Beruflich blieb er, als Organisator von Fussballtrainingslagern und Sportlive-Reisen, in Kloten. Sportlich nahm er sich dagegen eine «halbe» Auszeit, um die Batterien vom zeitaufwendigen Trainermetier wieder aufzuladen. Er spielte selber wieder in der 2. Liga regional bei guten Kollegen in Wädenswil. Er fachsimpelte ebenso viel mit seinem Vater und Bruder Reto, die beide in der höchsten Schweizer Liga gespielt haben, über seinen Lieblingssport. Auch Martin Andermatt, ein ehemaliger Schweizer Nationalspieler und Bundesligatrainer, gehört zu seinem Freundeskreis. «Martins Ratschläge sind mir sehr wichtig», erörtert Bolli. Und natürlich wartete er selber auf eine passende Anfrage als Trainer. Nicht fieberhaft. Aber schon mit der nötigen Vorfreude.

Im Frühling dieses Jahres ging Bollis Wunsch in Erfüllung. Erstligist Thalwil meldete sich. Der damalige Trainer und Sportchef Ergün Dogru wechselte zu Zug 94, weil er da sportlich bessere Perspektiven sah. Nicht nur Dogru verliess den Klub vom linken Zürichseeufer, sondern ebenso die meisten Spieler. Marco Bolli war einmal mehr gefordert. 18 neue Spieler haben er und der neue Sportchef Dimitris Demiros vor dieser Saison dazu holen müssen. Hauptsächlich Akteure, die zuvor in der 2. Liga um Punkte gefightet hatten. Ebenfalls wurde von Bolli ein komplett neuer Trainerstaff zusammengestellt, der hervorragend harmoniert.

Warnende Worte

Der Trainer und der Sportchef hatten ein gutes Händchen. Obwohl Experten Thalwil vor der Saison als sicheren Absteiger eingestuft hatten, geht das Team mit neun Punkten Vorsprung auf den ersten Relegationsplatz in die Winterpause. Trotzdem warnt Marco Bolli: «Wir müssen hochkonzentriert und seriös weiterarbeiten», fordert er in bestimmtem Ton.

Doch vorerst geniesst er die wenigen fussballfreien Tage. Der Reisefachmann wird sich erholen und dabei mit seiner Partnerin dem Hobby der beiden – dem Reisen – frönen. «Wir werden in unserer Freizeit gemütlich mit unseren Familien zusammen sein und natürlich auf die eine oder andere Reise gehen», verrät er mit einem Schmunzeln im Gesicht.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch