Zum Hauptinhalt springen

Konfrontation zwischen FCZ-Fans und Polizei verläuft friedlich

Mehrere hundert Anhänger des FC Zürich sind am Samstag trotz Sperrung des Gästesektors zum Auswärtsspiel ihres Klubs gegen den FC Aarau nach Aarau gereist.

Der Ausschluss der FCZ-Fans war wegen der Gefahr von Ausschreitungen verordnet worden. (Symbolbild)
Der Ausschluss der FCZ-Fans war wegen der Gefahr von Ausschreitungen verordnet worden. (Symbolbild)
Keystone

Die Zürcher Fans hatten den von der Aargauer Kantonspolizei zusammen mit dem Aargauer Justizdirektor Urs Hofmann gefällten Entscheid nicht akzeptiert und schon am Freitag angekündigt, trotzdem nach Aarau zu reisen. Viele schlugen der Polizei ein Schnippchen und versammelten sich schon am Samstagmittag auf dem Parkplatz neben dem Aarauer Fussballstadion Brügglifeld.

Dort wurden sie von den Polizeikräften vorerst eingekesselt und zum Verlassen des Geländes aufgefordert. Ein Teil der Fans kam dem nach. Diese FCZ-Anhänger wurden von der Polizei zum Bahnhof Aarau geführt und dort in den Zug eskortiert. Der Grossteil widersetzte sich aber den Anweisungen und leistete passiven Widerstand. Auch FCZ-Präsident Ancillo Canepa konnte die Fans nicht umstimmen.

Keine Ausschreitungen und Sachbeschädigungen

Nach Spielbeginn am frühen Abend begann die Polizei, die renitenten, aber friedlichen Fans gruppenweise in Kleintransportern abzuführen. Die Polizei nahm ihre Personalien auf und liess sie im Verlaufe des Abends wieder laufen. Sie seien etappenweise zum Bahnhof Aarau oder zu ihren Autos geführt worden, sagte Polizeisprecher Roland Pfister auf Anfrage.

Nach Spielbeginn am frühen Abend begann die Polizei, die renitenten, aber friedlichen Fans gruppenweise in Kleintransportern abzuführen. Die Polizei nahm ihre Personalien auf und liess sie im Verlaufe des Abends wieder laufen. Sie seien etappenweise zum Bahnhof Aarau oder zu ihren Autos geführt worden, sagte Polizeisprecher Roland Pfister auf Anfrage.

Die Fans hätten maximal 24 Stunden festgehalten werden können. Sie hätten sich während der ganzen Polizeiaktion friedlich verhalten, sagte Pfister. Die Fans suchten keine Konfrontation, sondern hätten mit ihrer Anwesenheit in Aarau lediglich ein Zeichen gegen die Aussperrung setzen wollen.

Bei der Kontrolle der Fans stand auch die Aargauer Staatsanwaltschaft im Einsatz. Sie prüfte aufgrund der Sachlage und der Ermittlungen ob Straftatbestände wie Landfriedensbruch oder Hinderung einer Amtshandlung vorlagen. In Untersuchungshaft wurde aber niemand gesetzt.

Mit einem grossen Aufgebot war die Polizei im Verlaufe des Samstagnachmittags auch beim Bahnhof Aarau präsent gewesen. Die aus Zürich kommenden Züge wurden gezielt nach FCZ-Fans abgesucht. Auch dort kam es unter den Augen zahlreicher Schaulustigen zu mehreren vorübergehenden Festnahmen und zur Kontrolle der Personalien.

Erstmals Ausschluss durch Polizei

Der Ausschluss der FCZ-Fans war am Donnerstag von der Kantonspolizei wegen der Gefahr von Ausschreitungen verordnet worden. Es war das erste Mal in der Schweiz, dass eine solche Verfügung von Seiten der Polizei ausgesprochen wurde.

Bisher waren es die Klubs gewesen, welche Gästefans nicht zuliessen Darunter befand sich auch der FC Aarau. Er duldete im Juli letzten Jahres keine FC Basel-Fans, nachdem diese zwei Monate davor mit Rauchpetarden und Pyros in Aarau das Spielfeld gestürmt und gezielt die Konfrontation mit den Aarauer Fans gesucht hatten. Dabei brachten die FCB-Anhänger auch Familien mit Kindern in Gefahr.

Der FC Aarau und der Kanton Aargau hatten Anfang dieses Jahres angekündigt, dass sie konsequenter gegen Hooligans vorgehen wollen. Es wurde in Aussicht gestellt, dass künftig vermehrt Stadion- und Rayonverbote sowie Meldeauflagen ausgesprochen würden. Anlass, die Schraube anzuziehen, waren neben der Attacke der Basel-Fans diverse andere Vorfälle beim Heimspielen des FC Aarau in den Monaten davor.

SDA/por

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch