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Kein Sieger im Letzigrund – YB marschiert weiter

Dwamena rettet dem FCZ einen Punkt gegen Luzern. YB baut die Tabellenführung aus und Sion schlägt Lausanne 3:1.

Der Leader ist nicht zu stoppen: YB gewinnt auch das Derby gegen Thun ungefährdet 3:1.
Der Leader ist nicht zu stoppen: YB gewinnt auch das Derby gegen Thun ungefährdet 3:1.
Peter Klaunzer, Keystone
Befreiungsschlag für Sion: Die Walliser schlagen Lausanne verdient 3:1.
Befreiungsschlag für Sion: Die Walliser schlagen Lausanne verdient 3:1.
Valentin Flauraud, Keystone
Viel Kampf und Krampf: Die erste Halbzeit ist geprägt von vielen Fouls und wenig Torchancen.
Viel Kampf und Krampf: Die erste Halbzeit ist geprägt von vielen Fouls und wenig Torchancen.
Georgios Kefalas, Keystone
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Sieben Mal in Folge hatten die Zürcher im eigenen Stadion gegen die Innerschweizer verloren. Auch am Sonntag sah es lange nach einer erneuten Heimniederlage aus. Die Luzerner spielten eine starke erste Halbzeit und hätten zur Pause 2:0 vorne liegen können. Christian Schneuwly brachte die Gäste in der 28. Minute mit der ersten Torchance und nach einem schweren Abwehrfehler von Goalie Andris Vanins in Führung. Vanins verhinderte dann aber unmittelbar vor dem Pausenpfiff nach einem weiteren Abwehrfehler von Victor Palsson gegen den alleine anstürmenden Tomi Juric den Führungsausbau der Gäste.

Die Zürcher vermochten sich im zweiten Umgang zu steigern. Sie brachten etwas mehr Druck ins Spiel, während die Gäste merklich abbauten. Luzern vermochte den Schwung der Führung und der beiden Startsiege nicht aufrecht zu erhalten. Trotzdem aber hätten ihnen weitere Abwehrschnitzer des Gastgebers in die Karten spielen können. Vanins parierte in der 49. Minute einen Schuss von Francisco Rodriguez. Der gleiche Rodriguez besass in der 76. Minute die Chance zum Siegtreffer der Gäste. Nach einem Fehler von Rasmus Thelander lief der Luzerner alleine auf Vanins zu, zögerte jedoch zu lange mit der Schussabgabe, so dass Thelander im letzten Moment den Ball noch am Pfosten vorbei lenken konnte. So blieb es beim letztlich nicht ungerechten 1:1. Dwamena hatte den Ausgleich nach einer Stunde mit der einzigen Torchance der Zürcher mit dem Kopf bewerkstelligt.

Hoarau ist definitiv zurück

Die Young Boys haben in der Winterpause keine nennenswerten Transfers getätigt. Dennoch haben sie auf das Frühlingspensum hin gleichsam einen neuen wertvollen Spieler erhalten: Guillaume Hoarau. Der Franzose scheint in den ersten Spielen der zweiten Saisonhälfte noch stärker zu sein als vor seinen Verletzungen, die ihn ab letztem April für den Rest des Jahres pausieren liessen oder - wenn er spielen konnte - deutlich schwächten. Mit dem Führungstor nach 23 Minuten bewies er seine zumindest für die Super League aussergewöhnlichen Qualitäten. Im Gedränge war er trotz seiner Grösse von 192 Zentimetern der Vifste. Obwohl alles schnell ging, bekam er mit, wie Thuns neuer Goalie Djordje Nikolic reagierte - und brachte einen Nachschuss sicher ins Tor.

Der einen guten Kopf kleinere Roger Assalé erzielte kurz darauf nach einer brillanten Schussverzögerung das 2:0. Das Duo Hoarau/Assalé könnte das aktuell beste Gespann in der Super League sein. Jean-Piere Nsame, der im Herbst ausgezeichnet spielte und regelmässig traf, muss in diesen Wochen zuschauen. Einen solchen Luxus können sich nicht alle leisten.

Chancenloses Thun

Die Thuner kamen nie in die Nähe einer Überraschung, wie sie ihnen besonders beim 4:0 im August gelungen war oder später beim 3:1 im Oberland. Trainer Marc Schneider sind die gelernten Stürmer ausgegangen. Simone Rapp zog nach Lausanne, Dejan Sorgic ist verletzt. So beorderte er Mattia Tosetti und Marvin Spielmann nach vorne, die ihre beste Wirkung auf den Flügeln entfalten. Die beiden hatten das 4:0 im August als Torschützen und Vorbereiter praktisch zu zweit fixiert. Auf den neuen Positionen kamen sie weniger zur Geltung.

20 Minuten lang konnten die Thuner YBs Spiel hemmen und stören. Nach dem klaren Rückstand waren sie nie in der Lage, Druck zu machen. Die Young Boys dagegen waren mehrere Male nahe an weiteren Toren. Der Unterschied im Leistungsvermögen der beiden Teams trat für einmal deutlich zutage.

Wichtiger Sieg für Sion

Noch gibt es für den FC Sion keinen Grund aufzuatmen. Am Sonntagnachmittag ging es für das Schlusslicht nur darum, nicht komplett den Anschluss zu verlieren. Der Blick auf die Tabelle ist dank den ersten Meisterschaftspunkten seit Ende November immerhin deutlich erfreulicher, als er es etwa bei einer Niederlage im Westschweizer Derby gewesen wäre. Vier Punkte beträgt der Rückstand auf Thun, fünf Zähler jener auf Lausanne.

Die Sittener verdienten sich den Sieg in der ersten Halbzeit. Bis zur 16. Minute sorgten Alain Rochat mit einem Eigentor und Marco Schneuwly für die vorentscheidende 2:0-Führung. Die Spieler um den erstmals in dieser Saison eingesetzten Carlitos, der via Eckball die Vorlage zum 1:0 gab, setzten 45 Minuten lang das um, was Trainer Maurizio Jacobacci vor seinem zweiten Spiel als Sion-Trainer gefordert hatte. Sie agierten zielstrebig nach vorne. Weil Enzo Zidane, dem ältesten Sohn von Zinédine Zidane, in der 39. Minute das Anschlusstor gelang, ging Sion mit einer angesichts der Kräfteverhältnisse zu knappen 2:1-Führung in die Pause. Das fehlende Selbstvertrauen des FC Sion wurde nach dem Seitenwechsel offensichtlich, speziell nach der Auswechslung des starken Carlitos, der seinem Klub in den kommenden Runden wohl noch gute Dienste erweisen wird. Kevin Fickentscher, der im Sittener Tor den verletzten Anton Mitrjuschkin ersetzt, schwang sich mit einigen guten Paraden zum Retter der Gastgeber auf. Sein Gegenüber Thomas Castella hingegen unterlief beim 0:2 ein fataler Fehler, den seine Vorderleute trotz der Schlussoffensive nicht mehr ausbügeln konnten. In der Nachspielzeit fiel sogar das 3:1 für Sion.

Zürich - Luzern 1:1 (0:1)

8273 Zuschauer. - SR FähndrichTore: 28. Schneuwly (Juric) 0:1. 60. Dwamena (Marchesano) 1:1. Zürich: Vanins; Nef (80. Bangura) , Palsson, Thelander; Sarr; Winter, Marchesano (70. Rexhepi), Rodriguez, Pa Modou; Frey, Dwamena (86. Odey).Luzern: Omlin; Grether, Knezevic, Schulz, Lustenberger; Voca, Kryeziu; Schneuwly (87. Custodio), Gvilia (67. Cirkovic), Rodriguez (78. Demhasaj); Juric.Bemerkungen: Zürich ohne Rüegg (gesperrt), Alesevic, Kempter, Maouche und Schönbächler (alle verletzt). Luzern ohne Kutesa, Schindelholz, Schwegler, Sidler (alle verletzt) sowie Alves und Arnold (beide rekonvaleszent). Verwarnungen: 12. Juric (Foul), 15. Schulz (Foul), 44. Frey (Reklamieren), 49. Lustenberger (Schwalbe), 54. Nef (Foul), 93. Demhasaj (Unsportlichkeit).

Young Boys - Thun 3:1 (2:0)

18'030 Zuschauer. - SR SanTore: 23. Hoarau (Assalé) 1:0. 30. Assalé (Sanogo) 2:0. 68. Hediger (Spielmann) 2:1. 69. Hoarau (Sulejmani) 3:1.Young Boys: Wölfli; Mbabu, Nuhu, von Bergen, Benito; Moumi Ngamaleu (74. Schick), Sanogo, Sow, Sulejmani (85. Lotomba); Assalé (90. Bertone), Hoarau.Thun: Nikolic; Bürgy (65. Hunziker), Sutter, Righetti; Lauper; Glarner (46. Kablan), Hediger, Costanzo (72. Karlen), Facchinetti; Tosetti, Spielmann.Bemerkungen: Young Boys ohne von Ballmoos und Fassnacht (beide verletzt). Thun ohne Sorgic, Bigler, Rodrigues, Alessandrini, Faivre und Schwizer (alle verletzt). Glarner verletzt ausgeschieden. Verwarnungen: 25. Spielmann (Foul), 26. Moumi Ngamaleu (Foul), 36. Righetti (Foul), 86. Hediger (Foul), 87. Assalé (Foul), 91. Mbabu (Ballwegschlagen).

Sion - Lausanne 3:1 (2:1)

9000 Zuschauer. - SR Klossner.Tore: 3. Rochat (Eigentor) 1:0. 16. Schneuwly (Mboyo) 2:0. 39. Zidane (Kololli) 2:1. 94. Adryan 3:1.Sion: Fickentscher; Angha, Cümart, Neitzke, Lenjani; Cunha, Toma (74. Pinga), Grgic, Carlitos (57. Adryan); Mboyo (63. Kouassi), Schneuwly.Lausanne: Castella; Loosli, Rochat, Monteiro; Schmid, Pasche, Fransson (79. Zeqiri), Kololli; Geissmann (55. Rapp), Zidane, Margiotta (85. Gétaz).Bemerkungen: Sion ohne Kasami (suspendiert), Mitrjuschkin, Zock und Uçan (alle verletzt). Lausanne ohne Dominguez, Manière und Zarate (alle verletzt). Verwarnungen: 12. Mboyo. 40. Monteiro. 43. Schneuwly. 49. Carlitos. 61. Rapp. 72. Pasche (alle Foul). 72. Schmid (Unsportlichkeit). 86. Neitzke. 93. Cunha (beide Foul).

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