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In Leipzig drehen sie am Pechsrad

Der Red-Bull-Club hat sich etwas Spezielles einfallen lassen, um seine Spieler zu bestrafen. Auch der Trainer musste schon dran glauben.

Handy auf dem Tisch liegen lassen: Auch der Trainer Rangnick musste schon dran glauben.
Handy auf dem Tisch liegen lassen: Auch der Trainer Rangnick musste schon dran glauben.
Keystone

Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten haben sie schon einiges erfunden. Nützliche Dinge wie den Kaugummi, den Crashtest-Dummy, Wachsmalstifte, Einwegwindeln oder die Sicherheitsnadel. Unter all diesen amerikanischen Errungenschaften findet sich auch allerlei Blödsinn, oder finden sich zumindest Sachen, über deren Nützlichkeit man diskutieren darf. Der elektrische Stuhl zum Beispiel, Napalm und sonst noch einige Waffen.

Was in Amerika taugt, funktioniert in Europa meist auch nicht schlecht. Dachte sich auch Jesse Marsch, der Co-Trainer vom deutschen Verein RB Leipzig. In New York nämlich testete der Schwesterverein Red Bull New York kürzlich das Pechsrad. In Leipzig für gut befunden und kopiert. Statt Spieler finanziell zu bestrafen, was keinem Leipziger oder New Yorker Profi wirklich wehtut, müssen Zuspätkommer oder sonstige Regelbrecher neu am Rad drehen, wie beim glücklichen Pendant aus der Gameshow.

Marsch also führte das System in Leipzig ein. Nicht wissend, dass er damit auch seinem Chef Ralf Rangnick an den Karren fahren würde. Denn Rangnick selbst hat es offenbar auch nicht so mit Regeln. Beim Essen liess er sein Handy auf dem Tisch liegen. Das Rad entschied: die Getränke für die Mannschaft eine Woche mit vorbereiten. Es hätte auch anders kommen können: Bus beladen, zwei Geschenke für das Personal, Balldienst, Co-Trainer sein im Nachwuchs, Stadionführung, Greenkeeper, drei Stunden Fanshop, Küchendienst und Zeugwart stehen da noch. Und Prinzessin – mit rosa Kleidchen und Ballerinas zum Training.

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