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Im Bayern-Training fliegen die Fäuste

Die beiden Münchner Stars Robert Lewandowski und Kingsley Coman streiten sich und teilen nicht nur verbal aus. Da herrscht Erklärungsbedarf.

Teilt offenbar nicht nur am Boxsack aus: Bayern-Star Robert Lewandowski soll sich im Geheimtraining mit Kingsley Coman geprügelt haben.
Teilt offenbar nicht nur am Boxsack aus: Bayern-Star Robert Lewandowski soll sich im Geheimtraining mit Kingsley Coman geprügelt haben.
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Der Goalgetter reagiert auf dem Platz vor allem bei Ernstkämpfen jeweils impulsiv.
Der Goalgetter reagiert auf dem Platz vor allem bei Ernstkämpfen jeweils impulsiv.
Michael Probst, Keystone
Lewandowski (M.) und Coman (r.) scheinen sich aber gut zu verstehen, wie dieses Bild vor dem Spiel im DFB-Cup vom 3. April gegen Heidenheim zeigt.
Lewandowski (M.) und Coman (r.) scheinen sich aber gut zu verstehen, wie dieses Bild vor dem Spiel im DFB-Cup vom 3. April gegen Heidenheim zeigt.
Getty Images/Alexander Hassenstein
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Der FC Bayern München hielt am Donnerstag an der Säbener Strasse ein Geheimtraining ab. Allerdings verlief es nicht ganz so geheim, ansonsten wäre die «Bild-Zeitung» nicht an brisante Informationen herangekommen. Gemäss diesen sollen sich Robert Lewandowski und Kingsley Coman in die Haare geraten sein – und zwar wortwörtlich. Hinter den hochgezogenen Sichtschutzplanen seien sie sogar mit den Fäusten aufeinander losgegangen, berichtet das Boulevardblatt. Erst Jérôme Boateng und Niklas Süle hätten den polnischen Stürmer und den französischen Mittelfeldspieler trennen können. Bayern-Trainer Niko Kovac habe sich daraufhin dagegen entschieden, die beiden Streithähne in die Kabine zu verbannen. Er liess sie offenbar weitertrainieren.

Auch andere deutsche Medien haben über den Vorfall berichtet und bei den Verantwortlichen des deutschen Rekordmeisters nachgefragt, was es damit auf sich habe. Der FC Bayern wollte sich allerdings nicht äussern und verwies auf die Pressekonferenz vom Freitag, die im Vorfeld der Partie vom Sonntag beim Tabellenzehnten Fortuna Düsseldorf abgehalten wird.

Immer wieder Zoff im Training

Lewandowski und Coman kommen oft gemeinsam zu Einsätzen und profitieren dabei jeweils voneinander. Zuletzt spielten beide beim 5:0-Heimerfolg gegen Borussia Dortmund von Beginn weg; Coach Kovac ersetzte Coman nach 68 Minuten beim Stand von 4:0 durch Franck Ribéry.

Nun wird gerätselt, worüber sich die beiden Bayern-Stars gestritten haben könnten und mit welchen Konsequenzen sie zu rechnen haben. Fakt ist, dass Lewandowski schnell einmal impulsiv reagieren kann. Das bringt der 30-Jährige jeweils in Ernstkämpfen mit Gesten gegenüber seinen Teamkollegen zum Ausdruck, wenn ihre Pässe auf ihn zu ungenau ausfallen. Und im Training ist er kein unbeschriebenes Blatt. Im Februar 2018 hatte er sich ein lautstarkes Wortgefecht mit Mats Hummels geliefert. Und im Mai 2015 zoffte sich der Goalgetter mit Boateng. Die beiden teilten verbal derart aus, dass sie vom damaligen Trainer Pep Guardiola in die Kabine geschickt wurden.

Dass Lewandowski am Mittwoch ein Bild auf Instagram postete, das ihn oben ohne beim Einschlagen auf einen Boxsack zeigt, hat wohl keinen Zusammenhang mit dem Vorfall im Training. «Hard work always pay off» (Harte Arbeit zahlt sich immer aus), schrieb er dazu.

Im Training der Münchner gerieten Spieler auch schon viel früher immer wieder mal aneinander. So sorgten beispielsweise Bixente Lizarazu und Lothar Matthäus im August 1999 für negative Schlagzeilen. Der Franzose hatte dem Deutschen damals sogar eine Ohrfeige verpasst. Sie wurden vom Trainer in die Kabine geschickt, um sich zu beruhigen. «Nach fünf Minuten war alles vergessen», sagte Matthäus damals.

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