Fussball

Herrliberg gewinnt Derby in Küsnacht

Küsnacht verlor das Derby gegen Herrliberg 1:4 und benötigt im Frühling einen Effort, um in der 3. Liga zu verbleiben.

Der Küsnachter Timothy Brändli wird von den Herrlibergern Sinai Jenal (links) und Flavio Oertig bedrängt.

Der Küsnachter Timothy Brändli wird von den Herrlibergern Sinai Jenal (links) und Flavio Oertig bedrängt. Bild: Sabine Rock

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Das Spiel begann mit einem Paukenschlag: Die Mannschaften waren kaum richtig sortiert, überlobte Dzelil Bajrami den, aufgrund eines Abwehrschnitzers von Marco Elmer, zu weit vor dem Tor postierten FCK-Goalie Jonas Hablützel zum frühen Führungstor der Gäste. Küsnacht verdaute den Gegentreffer aber erstaunlich gut und setzte fortan selber Akzente. In der 13. Minute dribbelte sich der 16-jährige David Yao im Strafraum durch und legte perfekt auf für Luc Party, der aus wenigen Metern den Ausgleich erzielte.

Dies lockte aber Herrliberg umgehend aus der Reserve: Lukas Dangel genoss auf der rechten Angriffseite viele Freiheiten und sah in der Mitte den unbewachten Flavio Oertig, welcher sich die Ecke aussuchen konnte und überlegt den erneuten Führungstreffer für seine Farben bewerkstelligte. Man durfte dem gebeutelten Heimteam immerhin attestieren, dass der Glaube an den Erfolg nicht aufgegeben wurde. So setzte sich Mirco Antonica auf der rechten Aussenbahn gekonnt durch, Philipp Zehnder stellte sich aber mit dem präzisen Flankenball in aussichtsreicher Position zu unbeholfen an. Bis zur Pause konnten sich dann beide Teams, bei ausgeglichenen Spielanteilen, keine nennenswerten Möglichkeiten mehr erarbeiten.

Dies sah auch Herrlibergs Trainer Kurt Kobel: «Wir wussten bereits zuvor, dass uns ein harter Kampf erwartet. Zudem mussten wir doch auch die eine oder andere Enttäuschung der letzten Wochen wegstecken. Heute profitierten wir aber auch vom günstigen Zeitpunkt unserer Tore.» Genauso war es nach dem Seitenwechsel: Kaum angepfiffen, legte sich Dangel den Ball im Strafraum vor und liess sich bei einer minimalen Berührung Daabouls clever fallen.

Der erst kürzlich als Kantonsrat vereidigte FCH-Captain Domenik Ledergerber verwandelte den fälligen Strafraum kaltschnäuzig und unhaltbar. Zwei Minuten später narrte der quirlige Yao die gegnerischen Abwehrspieler und bediente den lauernden Davide Logiurato, welcher sich aber zu viel Zeit für die Ballkontrolle einberaumte, sodass Herrliberg-Goalie Michael Lichtin eingreifen konnte.

Bessere Stimmung

Dennoch erkannte Küsnachts Captain Timothy Brändli einen Wandel: «In den letzten drei Wochen hat sich die Stimmung unserer Mannschaft auf dem Feld, aber auch in der Garderobe markant zum Positiven verändert.» Gut 20 Minuten vor Spielschluss sorgte ein FCK-Wechsel für Aufsehen, da sich der als langzeitverletzt geltende Assistenz-Trainer Claudio Corda für einen Einsatz bereitmachte.

In der 72. Minute fiel dann jedoch die endgültige Entscheidung: Der eingewechselte Simon Jud traf nach einem weiten Freistoss mit einem Kopfball, der sich als Bogenball hinter Hablützel in die Maschen senkte. Küsnachts Trainer Thomas Maag, der erst seit dem 17. Oktober im Amt ist, fasste nach Spielschluss zusammen: «Der Sieg für Herrliberg geht in Ordnung, auch wenn er zu hoch ausfiel. Wir verdienten uns aber immerhin Anerkennung, da wir nach den in psychologisch schlechten Momenten erhaltenen Gegentreffern sofort eine Korrektur suchten.» (mva)

Erstellt: 06.11.2018, 08:09 Uhr

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