Fussball

Heiss aufs Spiel in der Heimat

Rapperswil-Jona gastiert am Samstag in Vaduz. Dennis Salanovic freut sich besonders auf das Duell im Fürstentum, denn dort ist der FCRJ-Stürmer aufgewachsen. Nun will er gegen Kollegen des liechtensteinischen Nationalteams und Altbekannte reüssieren.

Dennis Salanovic (hier im Spiel gegen Wohlen) will am Samstag in seinem «Heimspiel» mit Rapperswil-Jona bei Vaduz als Sieger hervorgehen.

Dennis Salanovic (hier im Spiel gegen Wohlen) will am Samstag in seinem «Heimspiel» mit Rapperswil-Jona bei Vaduz als Sieger hervorgehen. Bild: Archiv David Baer

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Seit Donnerstag trainiert Dennis Salanovic wieder im Grünfeld. Zuvor war der 21-Jährige acht Tage mit Liechtensteins Nationalequipe unterwegs gewesen. Vor Wochenfrist verlor er mit dieser das WM-Qualifikationsspiel in Albanien 0:2 und musste am Dienstag eine 0:8-Heimpleite gegen Spanien hinnehmen. «In diesen harten Begegnungen stiessen wir an Leistungsgrenzen», verrät der Angreifer. Er ist aber froh, auf «diesem hohen, internationalen Niveau» beide Male über die ganze Spielzeit zum Einsatz gekommen zu sein. «Mit Weltstars wie Sergio Ramos und Co. kann man sich ja nicht alle Tage messen.»

«Wir können Vaduz’ leichte Verunsicherung ausnutzen.»FCRJ-Stürmer Dennis Salanovic

In Berichten vom Duell mit den Spaniern ging aufgrund des Torreigens unter, dass Salanovic die beiden einzigen Vorstösse der Gastgeber vorgetragen hatte. Auch in Elbasan war er bei den wenigen Offensivaktionen der Liechtensteiner im Mittelpunkt gestanden. «Ich probierte etwas nach vorne zu bewegen, sodass wir nicht nur verteidigen müssen», sagt der 21-fache Nationalspieler.

Erstem Saisontor immer näher

Ein starker Auftritt war ihm auch mit Rapperswil-Jona gegen Neuchâtel Xamax gelungen. Salanovic hielt die gegnerische Abwehr auf Trab und verfehlte den ersten Auswärtstreffer der Rosenstädter in der Challenge League nur knapp. «Es war mein bester Match der noch jungen Saison», blickt der Sturmtank zurück.

In den vorhergehenden Meisterschaftspartien war er weniger aufgefallen. Zum Saisonstart sass Salanovic in Schaffhausen noch auf der Tribüne, wegen einer Entzündung des Hamstringmuskels am hinteren Oberschenkel. «Diese klang dann zwar zum Glück schnell ab. Da ich aber länger an ihr herum laboriert hatte, blieb sie noch einige Zeit im Hinterkopf.» Zudem habe auch er sich an das höhere Tempo in der neuen Liga gewöhnen müssen.

Denis Salanovic im Dress der Lichtensteiner Nationalmannschaft während des jüngsten WM-Qualifikationspiels gegen Albanien. Bild: Keystone.

Die Liebsten auf der Tribüne

Nun brennt der im Sommer 2016 zum FCRJ gestossene Liechtensteiner auf das heutige Duell im Rheinpark gegen Vaduz. «Für mich ist das quasi ein Heimspiel», betont er und verweist darauf, dass ihn seine Familie und Freunde im Stadion anfeuern werden. Salanovic ist in Schaan aufgewachsen. Mittlerweile wohnt er aber in der Rosenstadt, um nicht stets zwischen dem Grünfeld und Elternhaus im Fürstentum pendeln zu müssen. «So kann ich mich noch mehr auf den Fussball fokussieren», begründet der pfeilschnelle FCRJ-Stürmer.

Im FC Schaan hatte Salanovics Karriere begonnen. Ab Februar 2014, kurz vor seinem 18. Geburtstag, versuchte er sein Glück in der U19-Equipe von Atlético Madrid. Ein Jahr darauf zog es ihn zu NK Istra. Bis im Winter 2016 stürmte er in Kroatiens 1. Liga. Vor dem Wechsel an den Obersee bestritt er mit Balzers die Rückrunde der Saison 2015/16 in der 1. Liga.

Absage stachelt zusätzlich an

«Nach der Rückkehr aus dem Ausland klopfte ich beim FC Vaduz an», gibt Liechtensteins Nachwuchsfussballer des Jahres 2014 preis. Als Perspektivspieler hätte er sich beim damaligen Super Ligisten gerne ins Kader der 1. Mannschaft gekämpft. Doch der FCV nahm ihn nicht auf. «Mit der Begründung, dass Contini (zu jenem Zeitpunkt Trainer der Vaduzer; Red.) schon zu viele Offensivkräfte habe», fügt Salanovic an. Die Absage von damals dient ihm als zusätzliche Motivationsspitze, sich am Samstag im Rheinpark von der besten Seite zu präsentieren.

Dort stehen ihm mit Goalie Jehle, Verteidiger Göppel und Mittelfeldakteur Burgmeier drei Nati-Teamkollegen gegenüber. Auch Stürmer Turkes kennt er. «Früher spielten wir oft gegeneinander, da er den gleichen Jahrgang wie ich hat», erklärt der Angreifer. «Sala», wie ihn teamintern alle nennen, ist überzeugt: «Wir können Vaduz’ leichte Verunsicherung ausnutzen.» Denn der FCV wurde vor der Saison als Aufstiegskandidat gehandelt, blieb mit je zwei Erfolgen, Remis und Niederlagen (zuletzt 1:3 in Schaffhausen) bisher aber unter den Erwartungen. «Wir müssen defensiv gut stehen und ruhig, aber mutig aufspielen», hebt Salanovic hervor. Um zu gewinnen, muss dem FCRJ das erste Auswärtstor gelingen. «Egal wer, Hauptsache einer trifft», meint Salanovic, der natürlich allzu gern selber reüssieren würde.

Erstellt: 08.09.2017, 13:36 Uhr

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