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GC-Fans beziehen Stellung zum Spielabbruch

Die Störaktion in Luzern sei nicht geplant gewesen, erklärt die GC-Kurve. Und sie distanziert sich von Rassismus-Vorwürfen.

red
Am Tag nach dem skandalösen Vorfall vom Sonntag, 12. Mai, in Luzern: GC-Präsident Stephan Rietiker (l.) und Trainer Uli Forte nehmen an einer Pressekonferenz Stellung.
Am Tag nach dem skandalösen Vorfall vom Sonntag, 12. Mai, in Luzern: GC-Präsident Stephan Rietiker (l.) und Trainer Uli Forte nehmen an einer Pressekonferenz Stellung.
Ennio Leanza, Keystone
Erst sechs Wochen ist Rietiker im Amt. Es war eine turbulente Zeit. «Es kommt mir vor, als wären es sechs Monate gewesen.»
Erst sechs Wochen ist Rietiker im Amt. Es war eine turbulente Zeit. «Es kommt mir vor, als wären es sechs Monate gewesen.»
Ennio Leanza, Keystone
Rietiker verurteilte die Forderung aus der GC-Kurve aufs Schärfste. Trotzdem entschied er sich, dass die Spieler ihre Trikots der Kurve übergeben. «Am Ende wären vielleicht Unbeteiligte zu Schaden gekommen.»
Rietiker verurteilte die Forderung aus der GC-Kurve aufs Schärfste. Trotzdem entschied er sich, dass die Spieler ihre Trikots der Kurve übergeben. «Am Ende wären vielleicht Unbeteiligte zu Schaden gekommen.»
Ennio Leanza, Keystone
Am Dienstag (14. Mai) reagiert die Swiss Football League und spricht Stadionverbote gegen fünf GC-Anhänger aus. Da insgesamt 57 Personen den Rasen betreten hatten, ist mit weiteren Sanktionen zu rechnen.
Am Dienstag (14. Mai) reagiert die Swiss Football League und spricht Stadionverbote gegen fünf GC-Anhänger aus. Da insgesamt 57 Personen den Rasen betreten hatten, ist mit weiteren Sanktionen zu rechnen.
Keystone
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Zwei Tage nach den skandalösen Ereignissen von Luzern hat der «Sektor IV» – die Dachorganisation der GC-Kurve – auf seiner Homepage ein ausführliches Statement publiziert. «Lange haben wir zugewartet, versucht die Mannschaft zu unterstützen», ist unter dem Titel «Communique der Fans des Grasshopper Club Zürich zu den Vorfällen in Luzern und der anschliessenden Berichterstattung» unter anderem zu lesen.

Die Partie zwischen Luzern und GC derart zu stören, dass sie abgebrochen werden musste, das war im Vorfeld nicht beabsichtigt gewesen. «Geplant, geschweige denn erhofft, war diese Aktion nicht», hält der «Sektor IV» schriftlich fest. «Aus den Emotionen heraus stiegen die Fans über die Abschrankungen und setzten dem Trauerspiel ein noch traurigeres Ende», so wird im Namen der Kurve der Spielabbruch kommentiert.

In einem weiteren Abschnitt wird auf die Berichterstattung in den Medien eingegangen. Was die Fans von dieser halten, kommt bereits im ersten Satz klar zum Ausdruck: «In der überhasteten Berichterstattung zum Spielabbruch wurde viel über allfällige Unterwanderungen und politische Strömungen spekuliert und unbelegt niedergeschrieben.»

«Alle sind willkommen – jeglicher Couleur»

Die GC-Kurve distanziert sich von der «boulevardesken Darstellung» und hebt hervor: «Rassismus, faschistisches Verhalten und jegliche andere Art von extremistischem Verhalten werden in der Kurve nicht toleriert – fehlbare Exponenten auch gerne mal unsanft ausgeschlossen. Die GC-Kurve ist ein Ort, in dem Freiräume noch möglich sein sollen und alle, die sich für den Grasshopper Club Zürich einsetzen, willkommen sind – jeglicher Couleur.» Die Fans stünden für die Werte ein, die der Verein vertrete. So auch für den zentralen: «Bei GC herrscht ein offener Geist: Gegenüber anderen Sportarten, aber auch gegenüber anderen Kulturen und Mentalitäten.»

Im Hinblick auf die kommende Saison in der Challenge League geben sich die Fans bereits etwas versöhnlicher: «Auf unsere Unterstützung für den sofortigen Wiederaufstieg kann ein kampfbereites Team zählen.»

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