GC: Massiv weniger Lohn für die Spieler

Die meisten Profis haben eine Klausel in ihrem Vertrag: In der Challenge League erhalten sie bis zu 50 Prozent weniger Geld.

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Am nächsten Mittwoch ist Trainingsbeginn bei GC. Vielleicht werden einige Spieler weniger motiviert auf dem Campus auftauchen als auch schon. Wie mehrere Quellen gegenüber dieser Zeitung bestätigen, müssen die Spieler nach dem Abstieg praktisch ausnahmslos mit deutlich weniger Lohn auskommen. Die Vertragsklauseln sehen für die Challenge League Lohnkürzungen von bis zu 50 Prozent vor.

«Die Spieler wissen nicht erst seit gestern, dass sie in der Challenge League bedeutend weniger verdienen als in der Super League, sie kennen ja die Klauseln in ihren Verträgen», sagt András Gurovits, «uns ist aber auch bewusst, dass die neuen Löhne für Diskussionen sorgen werden.» Vizepräsident Gurovits leitet den Club nach dem Rückzug von Präsident Stephan Rietiker. Für ihn ist klar, dass die nächsten Tage zeigen, «wer von den Spielern bereit ist, dieses Projekt mitzutragen und mit GC-Herz aufzulaufen – und wer nicht».

Neue Lohnverhandlungen sind möglich

Gurovits schliesst neue Vertragsverhandlungen und Lohnaufbesserungen nicht aus, sofern die Grasshoppers starkes Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit mit einem Spieler haben. Allerdings ist der Spielraum nach der Budgetkürzung von rund 20 auf 13,6 Millionen Franken beschränkt. Und realistischerweise wird es auch Spieler geben, die weder Lust auf massiv weniger Lohn noch auf die Challenge League haben. Gurovits sagt: «Wir müssen mit allen Spielern einen vernünftigen Weg finden. Es warten anstrengende Tage auf das Dreiergremium, das sich mit der Kaderplanung befasst.»

Video: Rietikers turbulente Tage

Trainerwechsel, Abstieg, Fan-Probleme: Die kurze Amtszeit des ehemaligen GC-Präsidenten Stephan Rietiker hatte es in sich. Video: Tamedia

Das bei GC neu gegründete «Team Sport» besteht aus Cheftrainer Uli Forte, der am Samstag aus seinen Ferien zurückkehrt, Chefscout Paul Bollendorff und Ausbildungschef Timo Jankowski. 30 Spieler stehen bei GC derzeit unter Vertrag, rund 23 sollen es im Kader für die Challenge-League-Saison sein.

Ein Angebot für Djuricin aus dem Ausland

Weil sich die Clubverantwortlichen allerdings ein paar Zuzüge wünschen, ist davon auszugehen, dass GC zehn bis zwölf Spieler trotz laufenden Verträgen abgeben möchte. Naheliegend ist, dass die Grasshoppers Spieler wie Nathan, Marko Basic, Petar Pusic oder Nedim Bajrami behalten wollen. Allerdings dürfte das gerade im Fall Bajrami schwierig werden, für ihn soll sich YB interessieren.

Neuer Goalie könnte Mirko Salvi werden, der im vergangenen Sommer zu GC kam, dann aber sofort zum FC Luzern weiterzog. Den Club mit grösster Wahrscheinlichkeit verlassen wird Marco Djuricin. Gemäss deutschen Quellen hat der Karlsruher SC nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga ein Angebot für den Stürmer abgegeben.

Erstellt: 07.06.2019, 22:08 Uhr

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