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FCZ will mit Forte zurück in Super League

Uli Forte bleibt auch in der kommenden Saison Cheftrainer beim Super-League-Absteiger FC Zürich. Sportchef wurde Thomas Bickel.

Cheftrainer Uli Forte (rechts) und der neue Sportchef Thomas Bickel (links).
Cheftrainer Uli Forte (rechts) und der neue Sportchef Thomas Bickel (links).
Keystone

Der FC Zürich strebt die Rückkehr in die Super League mit dem gleichen Trainer an, der den Abstieg in die Challenge League nicht mehr hat verhindern können: Uli Forte. In anderen Bereichen kommt es zu personellen Änderungen.

Überraschend war es nicht, was Präsident Ancillo Canepa am Dienstag verkündete. Uli Forte hatte bereits nach dem gewonnenen Cupfinal gegen Lugano kundgetan, dass er eine Einigung nicht kategorisch ausschliesse. «Wenn das Budget um 60 Prozent gekürzt worden wäre, hätte ich einige Fragen stellen müssen», so Forte. «So aber stimmen die Rahmenbedingungen. Wir können unser Ziel verfolgen.»

FCZ-Trainer Uli Forte über seine Ziele beim Club. Video: Keystone

Und dieses Ziel ist klar definiert. Es heisst sofortiger Wiederaufstieg. Bis auf drei (jene von Philipp Koch sowie der Leihspieler Alexander Kerschakow und Vinicius) haben alle Spielerverträge Gültigkeit. Fortes Kontrakt läuft über zwei Jahre.

Der 42-jährige Zürcher war am 13. Mai zum Nachfolge des abgesetzten Finnen Sami Hyypiä bestimmt worden. In den zwölf Tagen unter Forte schaffte Zürich den Turnaround nicht mehr. Der FCZ stieg nach vier Punkten aus diesen drei Partien (0:3 in St. Gallen, 2:2 in Sitten, 3:1 gegen Vaduz) erstmals seit 28 Jahren wieder aus der höchsten Liga ab. FCZ-Präsident Ancillo Canepa ist trotz des Abstiegs zufrieden mit Fortes Leistung.

FCZ-Präsident Ancillo Canepa hält an Uli Forte fest. Video: Keystone

Vier Tage nach der Relegation in die Challenge League folgte mit dem 1:0 gegen Lugano der neunte Cupsieg der Klubgeschichte. «Das ist unter sehr, sehr schwierigen Rahmenbedingungen geschehen. Deshalb verdient dieser Erfolg Respekt», sagte Canepa. Der mit seiner Frau Heliane bislang sprichwörtlich praktisch allmächtige Präsident betonte, mit anderen Trainern seien gar keine Gespräche geführt worden.

Thomas Bickel wird Sportchef

Derweil Forte bleibt, wurden andere Positionen neu besetzt respektive kreiert. Auf dem Papier einschneidendste Änderung ist die Belegung des Postens «Leiter Sport». Diesen übertrug Canepa Thomas Bickel, der nicht als explizit angestellter Sportchef im klassischen Sinne handeln kann und darf. Canepa legte Wert auf die Feststellung, dass alle wichtigen Entscheide im Team getroffen würden. Bickel will eine Mannschaft, die den Zuschauern Freude macht, sagte er an der FCZ-Medienkonferenz.

Thomas Bickel ist der neue Sportchef des FCZ. Video: Keystone

Für Forte stimmt diese Verteilung der Rollen, die noch immer nicht so eindeutig kommuniziert ist wie in anderen Schweizer Teams. Man habe auf internationaler Ebene gesehen, dass die Aufgaben auf mehrere Schultern verteilt werden müssten. «Im Fussball kann es keine One-Man-Show geben», sagte Forte.

Das letzte Wort hat der Präsident

Bickel ist vom FCZ seit drei Jahren als Chefscout angestellt, seit anderthalb Jahren ist der Berner Verantwortlicher für das Talentmanagement. Der 52-fache Schweizer Ex-Internationale steht zudem der umstrukturierten Sportkommission vor, die ihrerseits wie die Leitung Kommerz (Thomas Schönberger) dem Präsidium unterstellt ist.

Der Kommission gehören neben Bickel und Cheftrainer Forte auch Schönberger, Academy-Leiter Heinz Russheim sowie ein noch zu bestimmender externer Berater an. Das letzte Wort wird wohl auch weiterhin das Präsidium mit dem Ehepaar Canepa haben.

Eine personelle Rochade gab es in einer weiteren Abteilung. Patrick Lienhard, seit September 2012 Leiter Kommunikation, soll sich künftig vor allem auf den Bereich «digitale Medien» konzentrieren. Sein Nachfolger als Medienverantwortlicher heisst Süha Demokan. Der 50-Jährige, der Erfahrung in der gleichen Position bei börsenkotierten Unternehmen vorweist, war seit einem Jahr als Teambetreuer des FCZ tätig.

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