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FCRJ verpasst Sieg im Kantonsderby

Rapperswil-Jona und Wil trennten sich am Mittwoch torlos. Ab der 57. Minute mussten die Rosenstädter in Unterzahl agieren und setzten Nadelstiche mit Kontern. Doch diese führte das Heimteam zu wenig präzis aus.

Der Rosenstädter Cristian Pecci (Mitte) wird von den Wilern Granit Lekaj (links) und Marko Muslin verfolgt – später sieht er Gelb-Rot.
Der Rosenstädter Cristian Pecci (Mitte) wird von den Wilern Granit Lekaj (links) und Marko Muslin verfolgt – später sieht er Gelb-Rot.
Moritz Hager
FCRJ-Verteidiger Jonas Elmer bei der Ballannahme.
FCRJ-Verteidiger Jonas Elmer bei der Ballannahme.
Moritz Hager
8 Punkte nach 8 Spielen: Spielt die Mannschaft von Trainer Urs Meier so weiter, dann dürfte der Ligaerhalt drin liegen.
8 Punkte nach 8 Spielen: Spielt die Mannschaft von Trainer Urs Meier so weiter, dann dürfte der Ligaerhalt drin liegen.
Moritz Hager
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«Erstmals haben wir zu null gespielt», zeigte sich FCRJ-Trainer Urs Meier nach dem Duell mit Wil so weit zufrieden. Seine Mannschaft hätte allerdings als Sieger hervorgehen können. «Es ist schade, dass wir nicht gewonnen haben, den wir hatten einige brutale Konterchancen», blickte Verteidiger Jonas Elmer auf den Abnützungskampf zurück. Zu einem solchen entwickelte sich die Partie ab der 57. Minute erst recht. Denn Cristian Pecci ging wie ein Eishockeyaner gegen Etienne Scholz vor und sah für seinen Check am Wiler die Ampelkarte.

Mit einem Mann weniger war der FCRJ noch mehr gefordert, stürmte aber mutig nach vorne und machte so dem Gegner das Leben schwer. Nur holten die Platzherren zu wenig aus ihren vielen Kontermöglichkeiten heraus. Roman Güntensperger beispielsweise flankte im Strafraum, statt abzuziehen (65.). Als Dominik Schwizer eine Minute später quer zu Egzon Shabani rüberlegte, wurde dieser im letzten Augenblick am Schuss gehindert.

Den Gegner auf Trab gehalten

Die vielversprechendsten Gegenstösse lancierten die Rosenstädter in der Schlussphase. Doch Goalgetter Mychell Da Silva Chagas vertändelte nach Shabanis Zuspiel den Ball (84.). Und nachher passte Shabani im Anschluss an einen Corner der Wiler nicht nach vorne, weshalb der Gegner den Angriff mit einem taktischen Foul stoppen konnte. Kurz zuvor hatte Denis Simani einen Freistoss knapp am Pfosten der Gäste vorbeigelenkt.

«In der Startphase war unser Zusammenspiel zu ungenau.»

FCRJ-Verteidiger Jonas Elmer

Wil profitierte von der halbstündigen Überzahl nicht. Dies, weil der FCRJ hinten dichtmachte und den Abtstädtern kaum Chancen zugestand. Ein von Ex-Nationalspieler Johan Vonlanthen in den Nachthimmel gedroschener Freistoss (80.) und ein Vorstoss in den Fünfer, welchen FCRJ-Keeper Diego Yanz und Kim Jaggy gemeinsam zunichte machten (84.), waren für die angereisten FCW-Fans das höchste der Gefühle.

Ein Kampf und ein Krampf

In der ersten Halbzeit hatten die beiden Teams den 1548 Zuschauern noch weniger Spektakel geboten. Die Partie verlief – wie im Vorfeld zu erwarten gewesen war – kampfbetont. Wil riss von der ersten Minute an das Spieldiktat an sich. Der FCRJ liess die Gäste gewähren und beschränkte sich vorerst aufs Verteidigen. «In der Startphase war unser Zusammenspiel zu ungenau, um den Gegner unter Druck zu setzen», sagte Elmer nach Spielende.

Besonders Sergio Cortelezzi tauchte immer wieder vor dem Kasten der Gastgeber auf. Der Mittelstürmer wurde aber gut in Schach gehalten. Einmal zielte er daneben (25.), kurz darauf wurde sein Schuss geblockt. Und als Cortelezzi durch die Abwehr gedrungen war, spitzelte Simani den Ball gerade noch ins Aus (40.).

1:0 vor der Pause vergeben

Rapperswil-Jona setzte zwischendurch zu Kontern an. Elmer war auf der linken Seite der Antreiber dieser Vorstösse. In der 35. Minute schickte er Schwizer steil. Der Angreifer liess zwei Wiler aus und verpasste mit seinem Flachschuss in die weite Torecke einen Treffer um Haaresbreite. Eine weitere Möglichkeit zur Führung vergab Manuel Kubli kurz vor der Pause. Er zögerte allerdings, statt aus guter Position abzuziehen.

Auch Elmer kam dem 1:0 nahe, sah seinen Heber aber von Goalie Noam Baumann in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs über die Latte gelenkt. Für den FCRJ wäre definitiv mehr als ein Remis dringelegen.

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