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Die Krönung der Meisterleistung

Mit einem starken Auftritt im letzten Heimspiel der Saison schaffte Rapperswil-Jona den Aufstieg in die Challenge League. Dennis Salanovic und Manuel Kubli trafen gegen die U21-Equipe des FCZ – und in Kriens leistete Breitenrain Schützenhilfe.

Spielen nächste Saison in der Challenge League: Diego Yanz (links) und Jonas Elmer.
Spielen nächste Saison in der Challenge League: Diego Yanz (links) und Jonas Elmer.
Michael Trost
Ausgelassener Jubel im Grünfeld: Rapperswil-Jona spielt in der nächsten Saison in der Challenge League.
Ausgelassener Jubel im Grünfeld: Rapperswil-Jona spielt in der nächsten Saison in der Challenge League.
Michael Trost
Die Sensation ist perfekt: Der FC Rapperswil-Jona steigt in die Challenge League auf. Die Rosenstädter schlagen FC Zürich II souverän mit 2:0.
Die Sensation ist perfekt: Der FC Rapperswil-Jona steigt in die Challenge League auf. Die Rosenstädter schlagen FC Zürich II souverän mit 2:0.
Michael Trost
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Im Grünfeld brachen am Samstagabend kurz vor 18 Uhr die Dämme. Aus Kriens kam die Meldung, dass Breitenrain in der Schlussminute das Siegestor gelungen war. Der FCRJ hatte soeben 2:0 gegen das U21-Team des FC Zürich gewonnen. Damit war der grösste Erfolg in der 89-jährigen Klubgeschichte Tatsache: Die Rosenstädter feierten frenetisch den Aufstieg in die Challenge League. «Wir sind Meister!», schrie Topskorer Mychell Da Silva Chagas. Später liessen sich Spieler und Staff auf dem Fischmarktplatz in Rapperswil huldigen. Sie kosteten die Freinacht mit ihren Fans aus.

1260 Zuschauer hatten das letzte Heimspiel der Saison des FCRJ verfolgt. Unter sie mischten sich Lokalprominenz und Fussballgrössen wie beispielsweise Hakan Yakin, wohl auch auf Ausschau nach möglichen Spielern für den künftigen Ligakonkurrenten Schaffhausen.

Ausgelassener Jubel vor einem Rekordpublikum: Dem FCRJ gelingt Historisches. Die Rosenstädter steigen nach einem 2:0 Sieg gegen den FC Zürich II in die Challenge League auf. Video: Simon Grässle.

Kublis Zuspiel und Riecher

Rapperswil-Jona war wie schon in den letzten neun Partien klar tonangebend. Die Gäste kamen nur zu einer Handvoll Torchancen. Joao Ngongo hielt seinen Kasten aber dicht. Das Heimteam lancierte aus seiner kompakten Defensive heraus einen Angriff nach dem anderen. Trotzdem blieb ein Torerfolg bis zur Pause aus. Dennis Salanovic vergab innert Minutenfrist (37./38.) zwei Topmöglichkeiten und Milosavljevic hielt die Zürcher mit einigen starken Paraden im Spiel.

Nach gut einer Stunde war der Goalie aber geschlagen. Manuel Kubli, der 30 Minuten zuvor Dominik Schwizer wegen einer leichten Zerrung ersetzt hatte, lancierte Salanovic mit einem langen Ball. Der Angreifer spielte einen Verteidiger aus und schoss eiskalt zum 1:0 ein. Der FCRJ drückte weiter, was sich in der 78. Minute auszahlte. Milosavljevic wollte befreien, doch Kubli stand zur Stelle und nahm das Geschenk dankend an. «Ich spekulierte richtig», lachte der Schütze nach Spielende über die Szene.

Tränen nach der Erlösung

Den Zweitorevorsprung verwaltete der FCRJ bis zum Abpfiff geschickt. «Mit Cleverness und Erfahrung verdienten wir uns den Sieg», sagte Kubli nach der ersten Bierdusche. Und die erneute Meisterleistung der Rosenstädter brachte ihnen zur Krönung den Aufstieg ein. Die Spieler hätten Trainer Stefan Flühmann, der ab der nächsten Saison als Sportdirektor amtet, keine schönere Heimderniere bescheren können. Der 45-Jährige war emotional aufgelöst. «Eine solche Anspannung hätte ich nicht noch eine Woche mehr gewollt», verriet er.

Während die Mannschaft ihren Erfolgscoach samt Meisterpokal der Promotion League in die Höhe stemmte, betonte FCRJ-Sportchef Arben Gojani stolz: «Die Dynamik, welche sich nach dem Heimsieg gegen Kriens (am 1. April schlug der FCRJ den damaligen Leader 2:1; Red.) entwickelte, war grandios.» Ein lang ersehnter Traum erfüllte sich mit dem Aufstieg insbesondere für Rocco Delli Colli, was ihn zu Freudentränen rührte. «Als Präsident bin ich mir bewusst, dass nun viel Arbeit auf mich und uns alle zukommt», dachte er bereits an übermorgen – doch das kommt erst nach dem Feiern.

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