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FCRJ fegt den Leader vom Grünfeld

Rapperswil-Jona ist definitiv in der Challenge League angekommen. Die Rosenstädter bezwangen den Leader aus Schaffhausen gleich 5:0. Mit drei Toren und zwei Assists sorgte Captain Mychell Da Silva Chagas für die eindrückliche Revanche.

FCRJ-Goalgetter Mychell Da Silva Chagas (rechts) weiss sich gegen den Schaffhauser Nejc Melvja zur Wehr zu setzen und trägt gleich mit einem Hattrick zum 5:0-Heimerfolg bei.
FCRJ-Goalgetter Mychell Da Silva Chagas (rechts) weiss sich gegen den Schaffhauser Nejc Melvja zur Wehr zu setzen und trägt gleich mit einem Hattrick zum 5:0-Heimerfolg bei.
Moritz Hager
Athletischer Sprung: Dominik Schwizer gegen Schaffhausens Helios Sessolo.
Athletischer Sprung: Dominik Schwizer gegen Schaffhausens Helios Sessolo.
Moritz Hager
Trotz verschossenem Penalty, der überragende Mann auf dem Platz: Dreifacher Torschütze, Mychell Da Silva Chagas.
Trotz verschossenem Penalty, der überragende Mann auf dem Platz: Dreifacher Torschütze, Mychell Da Silva Chagas.
Moritz Hager
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Ja, so einen Fussballabend erlebt man nicht alle Tage im Grünfeld. Fünf Tore schoss der FCRJ gegen den Spitzenreiter aus der Munotstadt – und eines war sehenswerter als das andere! Manch einer der erstaunlich wenigen Fans (876 Zuschauer) rieb sich im Dauerregen von Beginn weg die Augen. Eigentlich waren die Rollen ganz klar verteilt: auf der einen Seite der Aufsteiger als krasser Underdog, auf der anderen einer der Aufstiegsfavoriten, der erst noch im ersten Saisonspiel dieSt. Galler mit einer 0:6-Packung nach Hause geschickt hatte.

«Heute haben wir gezeigt, dass wir in den letzten zwei Monaten ganz viel gelernt haben», meinte ein hochzufriedener Trainer Urs Meier nach dem Abpfiff. Anders als in den vorangegangenen Partien versteckte sich Rapperswil-Jona nicht in einer massierten Abwehr, sondern nahm das Spiel so gut als möglich an und setzte immer wieder Akzente in der ­Offensive, die schon nach einer Viertelstunde zum ersten Mal belohnt wurden. Mychell Da Silva Chagas setzte am Strafraum Kim Jaggy ein. Der Mittelfeldspieler umkurvte zwei Gegenspieler und netzte in Torhüter Nikolics linker Ecke zur frühen Führung ein.

Kaum Reaktion des Gegners

«Einfach ein super Gefühl, in einem solch wichtigen Spiel auf dem Platz zu stehen und zu treffen», frohlockte Routinier Jaggy. «Wir haben die Zweikämpfe angenommen und uns grossartig entwickelt.» Auch in der Folge blieben die Gastgeber am Drücker und stiessen mit Dominik Schwizer gefährlich in den Strafraum vor. Schaffhausens Keeper Nikolic holte dabei den jungen Mittelfeldakteur von den Beinen. Den fälligen Strafstoss vergab Da Silva Chagas schon gefährlich nonchalant, aber Egzon Shabani bügelte den Fehler seines Captains aus. Er reagierte am schnellsten von allen und drückte das Leder zum Zweitorevorsprung über die Linie.

Wer nun gedacht hatte, dass Schaffhausen reagieren würde, wurde arg getäuscht. Zu kompakt standen die Rosenstädter in der Verteidigung. «Ja, wir sind momentan sehr solidarisch und belohnen uns auch für die harte Arbeit in den letzten Wochen», sagte Meier weiter. Und im Gegensatz zu den vorherigen Spielen wurden die weiteren Möglichkeiten resolut genutzt. Herausragend an diesem Abend war Da Silva Chagas: «Wir wollten unbedingt die 0:6-Niederlage wieder wettmachen und haben schnell gemerkt, dass heute etwas zu holen ist.» Und wie! Zuerst konnte Nikolic einen Schuss von Manuel Kubli noch parieren, Da Silva Chagas war aber zur Stelle und erhöhte das Skore mit seinem ersten Treffer an diesem Abend.

Unwiderstehliche Gastgeber

Dann hatte Schwizer seinen ­Auftritt. Mit einem wuchtigen Schuss prüfte er in der 74. Minute die Bruchfestigkeit der Latte, den Abpraller nahm wiederum Da Silva Chagas mit der Brust an und versenkte in der Folge das Leder mit einer zirkusreifen Aktion unter der Latte.

Damit nicht genug. Drei Minuten später zirkelte wiederum Schwizer den Ball zur Mitte, wo der Mann des Spiels diesen erneut direkt unter die Torumrandung drosch. An diesem Abend konnte offenbar für die Gastgeber nichts falsch laufen. «Ich habe an den Stolz der Spieler appelliert und nun haben wir zum dritten Mal kein Tor erhalten. Es hat alles gepasst heute, ein Tor schöner als das andere», bilanzierte Trainer Meier. Bis zum Ligaerhalt ist es immer noch ein weiter Weg. Auch ein wunderbarer, verregneter Fussballabend kann nicht mehr als drei Punkte einbringen. Dessen ist sich die Equipe auf ihrem weiteren Weg aber sicher bewusst.

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