Zum Hauptinhalt springen

Eine bittere Erfahrung für den FCB

Die Serie der Basler ist gerissen. Nach 14 Teilnahmen an europäischen Wettbewerben in Folge ist Zypern die Endstation.

Die Serie des FCB ist gerissen. Frei und seine Mitspieler spielen das erste Mal seit 14 Jahren nicht europäisch.
Die Serie des FCB ist gerissen. Frei und seine Mitspieler spielen das erste Mal seit 14 Jahren nicht europäisch.
Georgios Kefalas, Keystone
Apollon Limassol feiert dafür die vierte Teilnahme an der Europa League. Die Zyprioten siegen zu Hause 1:0 und stehen aufgrund der Auswärtstorregel in der Gruppenphase.
Apollon Limassol feiert dafür die vierte Teilnahme an der Europa League. Die Zyprioten siegen zu Hause 1:0 und stehen aufgrund der Auswärtstorregel in der Gruppenphase.
Georgios Kefalas, Keystone
1 / 2

Nach dem Vormarsch der Young Boys in die Champions League erlebte der FC Basel eine Enttäuschung. Die Basler verloren das Rückspiel in den Europa-League-Playoffs in Limassol 0:1 und verpassen die Gruppenspiele.

Nach der Saison 2003/04 hat der FC Basel in jedem Jahr in einer Europacup-Gruppenphase mitgespielt, entweder in der Champions League oder in der Europa League. Diese Serie haben die Basler in Zypern mit einer lange Zeit ungenügenden Leistung reissen lassen.

Basler waren zu harmlos

Vor Apollons Führungstor durch den einheimischen Verteidiger Charalampos Kyriakou nach 52 Minuten kamen die Basler nie in die Nähe eines Torerfolgs. Danach, als die unbedingt Druck machen mussten erarbeiteten sich die Basler ebenfalls keine zwingenden, herausgespielten Chancen. Nach dem in den Schlussminuten herausgeholten 3:2-Sieg im Hinspiel in Basel hätte der Mannschaft des nun erstmals mit Basel besiegten Trainers Marcel Koller ein Unentschieden in beliebiger Höhe zum Weiterkommen gereicht.

Mit ihren paar sehr guten Chancen hätten die mit neun ausländischen Spielern gestarteten Zyprer weitaus in Führung gehen können. Dennoch war das einzige Tor aus Basler Sicht ein unglückliches. Verteidiger Eder Balanta, der schon im Hinspiele bei beiden Gegentoren keine gute Figur gemacht hatte, lenkte einen scharfen Weitschuss von Kyriakou mit dem Kopf so ab, dass Goalie Martin Hansen keine Abwehrchance hatte. In der ersten Halbzeit hatten die Basler dafür mehrfach Glück gehabt. Einmal vereitelte Hansen den sicher scheinenden Rückstand mit einer bravourösen Hechtparade, ein anderes Mal traf der griechische Stürmer Fotis Papoulis mit einem Schlenzer die Latte. Zu ähnlichen Szene kamen die Basler nur in der Schlussphase mit zwei Weitschüssen. Ricky van Wolfswinkel prüfte Apollons Goalie Bruno Valé zuerst mit einem platzierten Flachschuss, danach mit einem Freistoss Richtung Lattenkreuz.

Spätes Basler Erwachen

Erst gegen das Ende der ersten Halbzeit waren die Basler überhaupt einigermassen ins Spiel gekommen. Eine halbbatzige Doppelchance erarbeiteten sich Ricky van Wolfswinkel und Samuele Campo nach 40 Minuten.

Wenn man als Basler Sicht etwas Positives hervorheben soll, betrifft es die Aufstellung. Unter Marcel Koller scheint der 18-jährige linke Offensivspieler Noah Okafor dem sieben Jahr älteren Kevin Bua den Rang abzulaufen. Wie im Klassiker beim FC Zürich (1:1) war der verheissungsvolle Basler mit nigerianischen Wurzeln in der Startformation.

Nach dem Spiel meinte Basels Captain Fabian Frei gegenüber dem FCB-TV, dass es sich um «eine meiner schlimmsten Niederlagen meiner Karriere» handle.

Rückschlag für Schweizer Fussball

Basels Ausscheiden bedeutet für den gesamten Schweizer Clubfussball einen Rückschlag. In den sechs Spielen der Europa League-Gruppenphase, die sie zum europäischen Minimalziel erklärt hatten, hätten die Basler diverse Punkte holen können, die der Schweiz in der Koeffizienten-Rangliste der Uefa zugute gekommen wären. Trotz den bislang erfolgreichen Auftritten der Young Boys droht der Schweiz ein weiteres Abrutschen im Ranking, das für die Startplätze in den Wettbewerben ausschlaggebend ist.

Apollon Limassol - Basel 1:0 (0:0)

SR Buquet (FRA). - Tor: 52. Kyriakou 1:0.

Apollon Limassol: Valé; João Pedro (73. Stylianou), Yuste, Roberge, Vasiliou; Sachetti, Kyriakou; Pereyra (78. Markovic); Schembri (62. Sardinero), Maglica, Papoulis.

Basel: Hansen; Widmer, Cömert, Balanta, Petretta; Serey Die, Frei; Campo (46. Ajeti), Zuffi (76. Pululu), Okafor (80. Bua), Van Wolfswinkel.

Bemerkungen:Basel ohne Omlin, Suchy und Stocker (alle verletzt). Apollon Limassol ohne Bru (verletzt). 38. Lattenschuss Papoulis. Verwarnungen: 51. Ajeti (Unsportlichkeit), 57. Vasiliou (Foul), 87. Kyriakou (Foul), 89. Maglica (Foul), 90. Pululu (Foul), 93. Valé (Spielverzögerung).

(SDA)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch