Fussball

Ein stiller «Chrampfer»

Rapperswil-Jona empfängt am Samstagabend den FC Chiasso zur 12. Runde der Challenge League. In der Tabelle ist die Lage minim komfortabler für die St. Galler. Voraussichtlich mit dabei: Verteidiger Simon Rohrbach.

FCRJ-Verteidiger Simon Rohrbach (links) liefert sich im Gastspiel auf der Schützenwiese ein Duell mit dem Winterthurer Luca Radice.

FCRJ-Verteidiger Simon Rohrbach (links) liefert sich im Gastspiel auf der Schützenwiese ein Duell mit dem Winterthurer Luca Radice. Bild: Heinz Diener

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Nach dem FC Basel am Mittwoch kommt mit Chiasso zum zweiten Mal in Folge Rot-Blau ins Grünfeld. Schon seit Längerem fast nicht mehr aus der Startformation des FCRJ wegzudenken ist Abwehrspieler Simon Rohrbach. Mit konstant ruhigen, souveränen Auftritten ist er so etwas wie die stille Lebensversicherung der Rosenstädter Defensive. «Natürlich fallen Stürmer mit ihren Toren oder andere Spieler wohl eher auf. Meine Rolle ist es halt auch, die Drecksarbeit zu verrichten», sagt der Bündner. Dies macht er aber so gut, dass er praktisch keine Fouls in Kauf nehmen muss. Und das wird auch auf den Zuschauerrängen durchaus zur Kenntnis genommen und geschätzt, was ihn immerhin auch ein bisschen erstaunt. «Je nachdem, wie man ein Spiel anschaut, ist es schon möglich, dass meine Leistungen auffallen, aber andere sind da sicher mehr im Fokus», meint der bescheidene 21-Jährige.

Gute Moral im Team

«Gegen Chiasso wird es ganz sicher nicht einfach, denn wir haben in sieben Tagen drei Spiele», gibt Rohrbach zu bedenken. Zudem müsse die 1:2-Auswärts-niederlage gegen Servette vom vergangenen Wochenende weggesteckt werden. «Wir müssen da anknüpfen, wo wir zuletzt aufgehört haben. Unsere Stärke ist die gute Moral sowie die solidarische Mannschaftsleistung», sagt der Abwehrspieler. «Auch wenn wir im ersten Spiel auswärts gegen Chiasso nicht immer gut ausgesehen haben, rechne ich mir heute Abend durchaus gute Chancen aus.» Obwohl es gegen Tessiner Mannschaften nie einfach sei, zu bestehen.

«Ich rechne mir heute Abend durchaus gute Chancen aus.»Simon Rohrbach

Zwar steht Chiasso als Siebter in der Tabelle aktuell hinter den Gastgebern von heute Abend, doch mit einem Vollerfolg können die Tessiner zum Aufsteiger aufschliessen. Und Chiasso habe im Hinspiel gezeigt, dass da wider den ersten Prognosen vor der Meisterschaft eine starke Mannschaft am Heranwachsen ist. Da gabs einige Stimmen, die die Tessiner am Tabellenende erwartet haben.

An eigene Stärken glauben

Momentan könnte man der Meier-Elf den Titel «Best of the rest» geben, denn Rapperswil-Jona führt hinter den unangefochtenen Xamax, Servette und Schaffhausen das enge Mittelfeld der restlichen Klubs an. «Dass wir momentan nach zwölf Runden, also einem Drittel der Meisterschaft, an vierter Stelle stehen, damit war nicht unbedingt zu rechnen», sagt Rohrbach. Aber das Team habe schon zu Saisonbeginn an seine eigenen Stärken geglaubt. Und diese gelte es heute aufrecht zu halten.

FCRJ-Sportchef Arben Gojani wäre denn auch durchaus mit einem Punkt zum Abschluss der Englischen Woche zufrieden. «So können wir zumindest mal den Abstand wahren, und das wäre ja auch schon mal etwas», sagt er.

Auch mit Chiasso mithalten

Einen neuen Trumpf konnte der Sportchef am Mittwoch noch aus dem Ärmel zaubern. Kurzfristig stösst Valon Fazliu vom Grass-hopper Club an den Obersee. «Ein absoluter Wunschzuzug, der zu Beginn der Meisterschaft leider noch nicht geklappt hat. Eine klassische Nummer Zehn», kommentiert Gojani. Ob der neue Mittelfeldspieler, der nur sporadisch in der 1. Mannschaft der Zürcher eingesetzt worden ist, heute Abend schon für die Rosenstädter auflaufen wird, ist offen.

Auch weisen wird sich, wie sich die knappe 1:2-Niederlage vom Mittwoch im Cup-Achtelfinal gegen den FC Basel auf die von Rohrbach angesprochene gute Moral der Einheimischen auswirkt. Immerhin hielt der FCRJ mit dem Serienmeister spielerisch durchaus mit. Und das soll laut Rohrbach heute auch gegen Chiasso so sein. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 27.10.2017, 16:55 Uhr

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