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Ein Anruf – und er muss wieder antreten

Koo Ja-cheol ist im Sommer aus der südkoreanischen Fussballnationalmannschaft zurückgetreten. Nun rückt er wider Willen wieder ein.

Koo Ja-cheol tritt nach dem letzten Gruppenspiel gegen Deutschland (2:0) an der WM in Russland aus der südkoranischen Nationalmannschaft zurück.
Koo Ja-cheol tritt nach dem letzten Gruppenspiel gegen Deutschland (2:0) an der WM in Russland aus der südkoranischen Nationalmannschaft zurück.
AP Photo/Frank Augstein
Weil in Südkorea nicht nur der Spieler selbst über einen Rücktritt entscheidet, muss Koo für die Testspiele gegen Australien und Usbekistan wieder zur Nationalmannschaft reisen.
Weil in Südkorea nicht nur der Spieler selbst über einen Rücktritt entscheidet, muss Koo für die Testspiele gegen Australien und Usbekistan wieder zur Nationalmannschaft reisen.
AP Photo/Kerstin Joensson
Koo spielt seit 2012 in der deutschen Bundesliga. Für Wolfsburg, Mainz und seit 2015 für Augsburg.
Koo spielt seit 2012 in der deutschen Bundesliga. Für Wolfsburg, Mainz und seit 2015 für Augsburg.
Uwe Anspach/AP
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70-mal trug Koo Ja-cheol das Trikot der südkoreanischen Fussballnationalmannschaft. Erstmals am 17. Februar 2008. Letztmals am 27. Juni dieses Jahres. Beim 2:0-Sieg gegen Deutschland im letzten WM-Gruppenspiel in Russland. Danach gab der 29-jährige Mittelfeldspieler seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft bekannt.

Nun muss der Bundesliga-Söldner von Augsburg wider Willen doch wieder in die Nationalmannschaft einrücken. Der neue Nationaltrainer Paulo Bento, der seit August im Amt ist, hat Koo für die Testspiele gegen Australien (Samstag) und Usbekistan (Dienstag) aufgeboten. Weil für südkoreanische Spieler eine Abstellpflicht gilt, muss der Bundesligist ihn freistellen. «Wir sind seit etlichen Wochen mit dem Verband im Austausch, aber der neue Trainer will alle Spieler einmal sehen», sagt Augsburg-Manager Stefan Reuter in der «Bild».

Rücktritt als Undankbarkeit

Mit Hin- und Rückflug nach Brisbane warten über 32'000 Flugkilometer auf Koo. Solche langen Reisen waren mitunter ein Grund, weshalb der Mittelfeldspieler zurücktreten wollte. In Südkorea entscheidet dies aber nicht nur der Spieler. Ein Rücktritt wird als Undankbarkeit ausgelegt.

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