Fussball

Die FCRJ-Serie nimmt in Genf ihr Ende

Nach fünf Pflichtspielen ohne Niederlage verlor Rapperswil-Jona auswärts gegen Servette 1:2. Die Gäste vom Obersee liessen gute Chancen aus und verkürzten zu spät. Das Heimteam agierte effizienter.

FCRJ-Goalgetter Mychell Da Silva Chagas blieb ein zweiter Torerfolg gegen Servette verwehrt.

FCRJ-Goalgetter Mychell Da Silva Chagas blieb ein zweiter Torerfolg gegen Servette verwehrt. Bild: Archiv David Baer

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«Wir haben uns gut verkauft, doch es wäre mehr drin gelegen», stellte Jonas Elmer auf der Rückfahrt aus Genf in die Rosenstadt fest. Der FCRJ-Verteidiger musste zwar anerkennen, dass der Gegner mehr Ballbesitz hatte. «Aber viele Chancen gestanden wir Servette nicht zu», ergänzte er. Sie reichten allerdings, um den Aufsteiger zu bezwingen.

Rapperswil-Jona schöpfte in der 85. Minute Hoffnung, sich im Stade de Genève doch noch einen Punkt erkämpfen zu können. Denn Mychell Da Silva Chagas verkürzte nach einer Lupfer-Vorlage des eingewechselten Kim Jaggy auf 1:2. Doch die Genfer hielten danach den Ball geschickt in ihren Reihen und liessen die Gäste nur noch zu einem Freistoss in der Nachspielzeit (92.) kommen. Fast alle FCRJ-Spieler lauerten im Sechzehner auf die Flanke. Kaum kam diese geflogen, ertönte jedoch die Pfeife des Schiedsrichters wegen Offside.

Führungstreffer verpasst

Im Car trauerten die St. Galler ihren ausgelassenen Chancen nach. Da Silva Chagas hätte bereits in der 71. Minute den Anschlusstreffer erzielen müssen. Der Goalgetter vergab aus kürzester Distanz die Riesenmöglichkeit nach einer Hereingabe von Egzon Shabani. Weitere Angriffsversuche in der zweiten Halbzeit waren entweder von den Genfern ausgebremst oder zu ungenau vorgetragen worden. Wie beispielsweise Berkay Sülüngöz’ Flankenversuch (50.), der ihm misslang, weil der Ball über seinen Rist rutschte.

«Wir haben gut angefangen», betonte Elmer zurecht. Trainer Urs Meier hatte nach dem 1:0-Erfolg in Winterthur die Startelf mit Sülüngöz, Cristian Pecci und Mike Kleiber auf drei Positionen umgestellt. Kleiber spielte erstmals seit seinem Wechsel im Sommer vom FC Zürich zu den Rosenstädtern von Beginn weg. Servette versuchte in den ersten Minuten Druck aufzubauen, doch der Liganeuling nahm dem Favoriten rasch den Wind aus den Segeln. Nach sechs Minuten verpasste Dominik Schwizer ein schnelles Zuspiel auf Shabani, der alleine in Richtung gegnerisches Tor hätte losziehen können. Sieben Minuten später stand Schwizer vor Servette-Goalie Goalie Jérémy Frick, schoss das Leder aus sieben Metern aber direkt in dessen Hände. «Uns boten sich Chancen zur Führung», kommentierte Elmer.

Servettes’ erster Schuss sitzt

Entgegen dem Spielverlauf fiel der erste Treffer auf der anderen Seite. Dalibor Stefanovic erwischte Diego Yanz mit einem satten Weitschuss (19.). Zuvor hatte der FCRJ-Goalie 422 Minuten lang nicht mehr hinter sich greifen müssen. Nun wurde er mit dem ersten Abschluss bezwungen. Die Gäste steckten den Rückschlag weg und arbeiteten sich wieder nach vorne, doch weder eine Flanke (24.) noch ein Distanzschuss (31.) von Kleiber trug Früchte. Dazwischen hatte der 1:0-Schütze übers FCRJ-Gehäuse gezielt (25.) und Yanz einen Schnitzer von Rohrbach mit dem Fuss ausgebügelt, worauf der Genfer Le Pogam ins Aussennetz traf (29.).

In der 42. Minute eroberte sich Servette nach einem Einwurf in der gegnerischen Zone den Ball. Dann ging es schnell: Die Hereingabe in den Strafraum köpfelte Miroslav Stefanovic via Innenpfosten ins Netz. Die Gäste waren bedient.

Das Positive mitnehmen

Rapperswil-Jona brauchte zu lange, um nach dem 0:2 den Tritt wieder zu finden. Der Gegner zog sich in der zweiten Halbzeit etwas zurück, tauchte dennoch immer wieder gefährlich vor Yanz auf. Dieser hielt sein Team im Spiel, indem er einige Schüsse parierte und Cornerflanken aus der Luft pflückte. Besonders gut reagierte er, als Alphonse alleine auf ihn zustürmte, sich den Ball aber zu weit vorlegte (64.).

«Die Mannschaft ist 94 Minuten marschiert», strich FCRJ-Sportdirektor Stefan Flühmann das Positive hervor. «Servette war aber abgeklärter.» Die Niederlage war dennoch nicht zwingend. Dem Aufsteiger, der fünfmal in Folge keine Pleite einsteckte, bleibt der schwache Trost, einem Topteam der Challenge League Paroli geboten zu haben. Darauf kann die Equipe nun bis zum Cupspiel am Mittwoch gegen Meister Basel aufbauen.

Erstellt: 22.10.2017, 00:59 Uhr

Spieltelegramm

Challenge League

Servette – Rapperswil-Jona 2:1 (2:0)
Stade de Genève. 2155 Zuschauer. SR Superczynski. – Tore: 19. D. Stefanovic 1:0. 42. M. Stefanovic 2:0. 85. Da Silva Chagas 2:1. – Servette: Frick; Sauthier, Mfuyi, Nathan, Le Pogam; Castro, D. Stefanovic; M. Stefanovic, Alphonse (77. Malonga), Willie (86. Imeli); Lang (69. Berisha). – Rapperswil-Jona: Yanz; Sülüngöz, Rohrbach, Simani, Elmer; Schwizer (59. Salanovic), Nater, Pecci (63. Jaggy), Kleiber (80. C. Da Silva); Shabani; Da Silva Chagas. – Bemerkungen: Servette ohne Sarr, Wüthrich (beide verletzt) und Vitkieviez (krank). Rapperswil-Jona ohne Güntensperger (gesperrt), Falciano, Kllokoqi, Kubli, Mustafi und Staubli (alle verletzt). – Verwarnungen: 37. Sauthier, 44. Alphonse, 60. Pecci, 88. D. Stefanovic (alle Foul).

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