Fussball

Der FC Rapperswil-Jona verliert auch im Tessin

Wie am Freitag zuhause gegen Servette verlor Rapperswil-Jona auch in Chiasso 0:1. Dabei war die Offensive zu stumpf. Letztlich schoss Jean-Paul Farrugia (66.) die Tessiner zum verdienten ersten Saisondreier.

Kein Durchkommen: Zwar verfehlt Chiassos Torhüter Francesco Russo den Ball, doch Rapperswil-Jonas Simon Rohrbach (links) wird von den Tessiner Feldspielern gut abgeschirm.

Kein Durchkommen: Zwar verfehlt Chiassos Torhüter Francesco Russo den Ball, doch Rapperswil-Jonas Simon Rohrbach (links) wird von den Tessiner Feldspielern gut abgeschirm. Bild: Fiorenzo Maffi

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Kurz nachdem Schlusspfiff brachte es der neue Chiasso-Torhüter Francesco Russo mit der Leistung der Gäste aus Rapperswil-Jona auf den Punkt: «Der Aufsteiger hat wohl zu stark ans nicht verlieren gedacht.»

In der Tat zeigten sich die Schützlinge von FCRJ-Trainer Urs Meier zwar gewillt und eifrig, doch haperte es über die gesamten 90 Minuten gesehen zu sehr an der offensiven Durchschlagskraft. Dies ist indes absolut nachvollziehbar, wie sich Stefan Flühmann, der Sportdirektor der Obersee-Elf zitieren liess: «Wir haben grundsätzlich eine ansprechende Vorstellung abgeliefert. Allerdings bezahlen wir weiterhin Lehrgeld. So müssen wir uns immer noch in allen Facetten auf dem Platz steigern. Dafür müssen wir natürlich weiterhin positiv bleiben.»

Eine gute Stunde sattelfest

Betrachtet man die Vorstellung der Rosenstädter von Mittwochabend chronologisch, so kann man ihnen durchaus attestieren, dass sie gut 60 Minuten lang auf ein Remis hoffen durften. Obwohl sich die Chiassesi von Neo-Coach Guillermo Abascal von Beginn weg mehr Spielanteile sicherten, waren sie im Abschluss zu wenig effizient. So scheiterten im ersten Umgang Assan Ceesay (3.), Alhassane Soumah (14./Knaller aus aussichtsreicher Position verzogen), Jetmir Krasniqi (34./Scharfschuss knapp am Pfosten vorbei) sowie noch einmal Ceesay sowie Soumah (45./zwei Abschlüsse hintereinander) am eigenen Unvermögen oder dem nötigen Quäntchen Glück.

Demgegenüber stand nur gerade ein Torschussversuch der St. Galler durch Berkay Sülüngöz (20.), der sich mitten in einen der raren Gästeangriffe einschaltete.

Somit war es absolut nachvollziehbar, dass die Matchentscheidung in der 66. Minute zugunsten der Tessiner Grenzstädter zustande kam. Zuerst leistete sich Jonas Elmer (65.) ein Foul auf seiner linken Seite zu viel. Danach lief Chiassos Carte Said zum Freistoss an und zirkelte diesen in Richtung weiteren Pfosten, wo der eben eingewechselte Jean-Paul Farrugia (66.) hochstieg und seinen präzisen Kopfball zum 1:0 zugunsten des FC Chiasso verwertete. Dabei war der ansonsten ausgezeichnete FCRJ-Schlussmann Diego Yanz machtlos.

Reaktion zu brotlos

Mit dem Doppelwechsel mit Orhan Mustafi für Dominik Schwizer und Julio Teixeira anstelle von Dennis Salanovic nach 71 Minuten versuchte Trainer Urs Meier seinem Team zu mehr Angriffswirbel zu verhelfen. Die Idee war grundsätzlich gut, aber auch die frischen Kräfte wirkten im oder am gegnerischen Strafraum zu verhalten, so dass sich keine richtige Ausgleichmöglichkeit mehr bot.

Damit die Rosenstädter von einem Punktgewinn hätten träumen können, hätte Captain Mychell Da Silva Chagas seinen Sololauf, nach einem Konter in der 64. Minute alleine gegen Chiasso-Keeper Russo verwandeln müssen. Dabei vertändelte er sich im Eins-gegen-Eins und versiebte so die aussichtsreichste Torchance der Gäste. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 10.08.2017, 13:51 Uhr

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