Zum Hauptinhalt springen

Der FC Basel fängt sich gegen Sion

Der FC Basel findet zum Siegen zurück. Gegen Sion setzt sich das Team von Raphaël Wicky mit 1:0 durch. Luzern gewinnt, das Kellerduell endet torlos.

Der FCB findet zum Siegen zurück: Das entscheidende Tor von Ajeti. Video: SRF/Tamedia.

Es brauchte einen schweren Fehler des Sittener Goalies Kevin Fickentscher, damit die Basler ihre Torflaute in Heimspielen der Meisterschaft nach 267 Minuten beenden konnten. Manuel Akanji, jetzt bei Borussia Dortmund tätig, traf am 9. Dezember in der 72. Minute der mit 3:0 gewonnenen Partie gegen St. Gallen. Danach setzte es ein 0:1 gegen Lugano und ein 0:2 gegen St. Gallen ab. Und die ersten 69 Minuten der Partie gegen Sion verliefen aus Basler Sicht ebenfalls flau. Albian Ajeti erwischte den unglücklichen Fickentscher, der in den letzten Wochen überzeugt hatte, mit einem harmlos scheinenden Flachschuss von der Seite und aus der Drehung. Fickentscher, Ersatz für den schon längere Zeit verletzten Anton Mitrjuschkin, konnte den Schuss nicht blockieren und liess den Ball über seinen Körper hinweg ins Tor kullern.

Basel nach wie vor 13 Verlustpunkte hinter YB

Zehn Runden vor Schluss der Meisterschaft beträgt der Rückstand des FCB auf den designierten Meister YB - je nach Ausgang des nachzuholenden Spiels Basel gegen Zürich - mindestens 13 Punkte. Eine Offenbarung war die Leistung des Serienmeisters erneut nicht. Das Tor entsprang keiner Chance, und andere zwingende Möglichkeiten erspielten sich die Einheimischen vorher und nachher nicht. Die besten drei Chancen des Spiels hatten die Sittener - in der Schlussphase. Es gelang ihnen, die bis zum 1:0 gezeigte Passivität aufzugeben und auf eine offensivere Spielweise umzuschalten. Allein in der gut sieben Minuten dauernden Nachspielzeit hätten Marco Schneuwly und danach Adryan ausgleichen können. Der Punktgewinn wäre verdient gewesen.

Der Angriff - Basels Schwäche?

Immer mehr in dieser Super-League-Saison stellt sich der Angriff als Basels Schwäche heraus. Nach 25 Spielen der letzten Saison hiess das Basler Torverhältnis 65:20. Ein Jahr später lautet es 43:21. Ein Defizit von 21 Toren ist erheblich. Was die personelle Besetzung und das Spielsystem betrifft, versucht Wicky in diesen weitgehend erfolglosen Wochen vieles - bislang vergeblich. Ein Korn hat er mit den drei Punkten immerhin gefunden. Für den Match gegen Sion griff der Walliser auf die verschiedene Male in der Champions League erprobte Variante einer Dreier- respektive Fünferabwehr zurück, mit Michael Lang und Blas Riveros als variable Spieler auf den Flanken. Die erhoffte Wirkung blieb für den FCB trotz des Sieges gänzlich aus. Die Walliser hatten im ganzen Spiel keine ersichtlichen Schwierigkeiten, mit den gegnerischen Angriffen fertig zu werden.

Keine Tore zwischen Thun und Lausanne

Im Spiel zwischen Thun und Lausanne-Sport gelingt in der 26. Runde der Super League keinem der beiden Teams ein Befreiungsschlag. Das Kellerduell endet leistungsgerecht ohne Tore. Die Chance, die Partie zu ihren Gunsten zu entscheiden, hatten beide Mannschaften. Nach einer ereignislosen ersten Halbzeit bot sich kurz nach Wiederanpfiff Benjamin Kololli die goldene Möglichkeit zur Führung für die Gäste. Nach einem Halten von Dennis Hediger am früheren Thuner Simone Rapp scheiterte der Lausanner Mittelfeldspieler mit seinem Penalty an Thuns Keeper Guillaume Faivre, der den scharf getretenen Ball an den Pfosten lenkte.

Wenig gute Chancen

Der Gastgeber schöpfte durch die starke Parade seines Torhüters Mut und nahm mit Fortdauer der Partie das Zepter in die Hand. Einem Thuner Erfolgserlebnis am nächsten kam Dejan Sorgic in der 71. Minute, als der Stürmer gleich zweimal an Lausannes Keeper Thomas Castella scheiterte. Ansonsten taten sich die viert- und fünftbeste Offensive der Liga für einmal schwer, gefällige Spielzüge und gute Chancen blieben Mangelware. Nach fünf Niederlagen in Serie gewannen die Berner Oberländer immerhin wieder einmal einen Punkt und kletterten auf Kosten von Sion wieder auf Platz 9 der Tabelle. Und erstmals seit dem 1. Oktober blieb die schwächste Defensive der Liga ohne Gegentreffer. Lausanne wartet weiterhin auf den ersten Sieg im neuen Jahr, der Vorsprung der Waadtländer auf den Abstiegsplatz beträgt vier Punkte.

Luzern rückt auf Rang vier vor

Im dritten Sonntagsspiel setzte Luzern seinen Lauf fort. Die in der Rückrunde ungeschlagenen Zentralschweizer setzten sich in Lugano 2:1 durch und rückten in der Tabelle auf Kosten des FC Zürich auf den 4. Platz vor. Beide Tore für die Gäste erzielte Pascal Schürpf (41./76.). Für die Tessiner, die das Spiel nach einem Platzverweis gegen Jetmir Krasniqi in der Nachspielzeit zu zehnt beendeten, glich Carlinhos zwischenzeitlich aus (72.).

Basel - Sion 1:0 (0:0)

24'717 Zuschauer. SR Schärer. Tor: 69. Ajeti (Stocker) 1:0.Basel: Vaclik; Suchy, Frei, Lacroix; Lang, Xhaka, Zuffi, Riveros; Stocker (95. Campo), Elyounoussi (58. Bua); Ajeti.Sion: Fickentscher; Maceiras, Cümart, Neitzke, Lenjani; Toma (77. Uçan), Kouassi; Kasami (67. Schneuwly), Adryan, Carlitos (83. Mboyo); Cunha.Bemerkungen: Basel ohne Oberlin, Serey Die (beide gesperrt), Balanta, Callà und Petretta (alle verletzt). Sion ohne Kukeli, Angha, Mitrjuschkin, Zock, Berchtold (alle verletzt), Zverotic, Constant, Mveng, Dimarco und Pinga (alle nicht im Aufgebot). Spiel nach einer Viertelstunde wegen Abbrennens von Knallkörpern für vier Minuten unterbrochen; acht Minuten Nachspielzeit in der ersten Halbzeit nach auch wegen Pflege von Fickentscher. Verwarnungen: 45. Ajeti (Foul), 79. Cunha (Foul), 87. Lacroix (Foul).

Thun - Lausanne-Sport 0:0

5586 Zuschauer. SR Klossner.Thun: Faivre; Joss (15. Ferreira), Lauper, Sutter, Facchinetti; Karlen, Hediger, Costanzo; Tosetti, Sorgic (86. Hunziker), Spielmann (70. Da Silva).Lausanne-Sport: Castella; Loosli, Monteiro, Rochat, Gétaz; Kololli, Schmid (70. Zeqiri), Pasche, Geissmann; Zidane (84. Margiotta); Rapp.Bemerkungen: Thun ohne Alessandrini, Bürgy, Bigler, Gelmi, Glarner, Nikolic, Rodrigues, Schwizer (alle verletzt) und Kablan (gesperrt), Lausanne-Sport ohne Manière und Dominguez (beide verletzt). 2. Flanke von Tosetti auf die Latte. 49. Faivre lenkt Foulpenalty von Kololli an den Pfosten. Verwarnungen: 30. Spielmann (Reklamieren). 54. Zidane (Ballwegschlagen). 57. Rochat (Foul). 66. Lauper (Foul). 67. Gétaz (Foul). 69. Costanzo (Foul). 76. Karlen (Foul).

Lugano - Luzern 1:2 (0:1)

2791 Zuschauer. SR Erlachner.Tore: 41. Schürpf (Grether) 0:1. 72. Carlinhos (Gerndt) 1:1. 76. Schürpf (Demhasaj) 1:2.Lugano: Kiassumbua; Krasniqi, Rouiller, Golemic, Daprelà; Sabbatini, Piccinocchi (80. Crnigoj), Vecsei (88. Ledesma); Mariani (63. Gerndt), Janko, Carlinhos.Luzern: Omlin; Grether, Cirkovic, Schulz, Sidler; Voca, Kryeziu; Schneuwly, Gvilia (78. Rodriguez), Schürpf (78. Custodio); Juric (70. Demhasaj).Bemerkungen: Lugano ohne Bottani, Guidotti und Manicone (alle verletzt). Luzern ohne Knezevic (gesperrt), Schwegler, Lustenberger, Lucas (alle verletzt) und Schmid (rekonvaleszent). 76. Pfostenschuss Demhasaj (unmittelbar vor dem 1:2). 93. Gelb-rote Karte gegen Krasniqi (Foul). Verwarnungen: 25. Schürpf (Schwalbe), 45. Krasniqi (Foul), 75. Sidler (Foul).Rangliste: 1. Young Boys 26/61 (62:26). 2. Basel 25/45 (43:21). 3. St. Gallen 26/42 (40:44). 4. Luzern 26/37 (36:40). 5. Zürich 25/35 (33:30). 6. Grasshoppers 26/31 (33:36). 7. Lugano 26/31 (26:40). 8. Lausanne-Sport 26/28 (38:50). 9. Thun 26/25 (39:53). 10. Sion 26/24 (35:45).

SDA

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch