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Der Aufsteiger hält bislang gut mit

Im ersten Viertel der Meisterschaft behauptete sich Rapperswil-Jona als Neuling in der Challenge League. Der Vorsprung auf den Abstiegsplatz beträgt jedoch nur vier Punkte. Die Rosenstädter müssen vor allem offensiv noch zulegen.

Dieses Bild symbolisiert das erste Saison-Viertel: FCRJ-Stürmer Dominik Schwizer (links) erkämpft sich den Ball und kann sich auch gegen vermeintlich stärke Gegner behaupten.

Dieses Bild symbolisiert das erste Saison-Viertel: FCRJ-Stürmer Dominik Schwizer (links) erkämpft sich den Ball und kann sich auch gegen vermeintlich stärke Gegner behaupten. Bild: Moritz Hager

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Am 24. Juli 2017 hatte der FCRJ seinen ersten Auftritt in der Challenge League. Regelrecht vorgeführt wurde der Aufsteiger an jenem Montagabend in Schaffhausen. Wer nach der 0:6-Klatsche befürchtete, dass der Liganeuling zum Punktelieferant degradiert wird, wurde eines Besseren belehrt. Denn in den folgenden neun Wochen und acht Meisterschaftsrunden ist Urs Meiers Mannschaft für die Konkurrenten in der zweithöchsten Liga der Schweiz ein ernstzunehmender Gegner geworden.

Auf die Auftaktpleite liess sie einen 3:1-Heimsieg über Winterthur folgen. Servette unterlag der FCRJ in Genf nur 0:1 und danach Chiasso mit dem gleichen Resultat im Tessin. Der 3:2-Erfolg auf eigenem Terrain gegen Wohlen war dann Mitte August mehr als wohltuend.

Abstand könnte grösser sein

Die in Neuenburg beim Spitzenteam Xamax erlittene 0:2-Niederlage wurde rasch weggesteckt. Die St. Galler erkämpften sich in Vaduz (2:2), daheim im Kantonsderby mit Wil und in Aarau dreimal in Folge jeweils einen Zähler. Ihre Bilanz kann sich sehen lassen. «Mit neun Punkten liegen wir über den Erwartungen», hält Coach Meier zufrieden fest. Die Ausbeute hätte aber noch besser ausfallen können. Besonders in den torlosen Partien gegen den Kantonsrivalen und beim schwächelnden FC Aarau im Brügglifeld boten sich den Rosenstädtern Siegchancen, nur wurden diese kläglich ausgelassen.

«Die Verteidigung fängt eben im Sturm an.»Urs Meier

Deshalb liegt Rapperswil-Jona nach dem ersten Saisonviertel als Tabellensechster statt sechs oder gar acht Punkte bloss deren vier vor Schlusslicht Wil. Der Letztplatzierte steigt im nächsten Frühjahr ab. Dies will der FCRJ um jeden Preis abwenden. Wenn «die sehr positive Entwicklung der Mannschaft», wie sie Meier bezeichnet, so weiter geht, ist der Klassenerhalt durchaus realistisch.

Hinten immer besser

Vor allem defensiv überzeugte der Aufsteiger. «Schon während der Saisonvorbereitung legte ich den Spielern nahe, dass sie in der Abwehr zulegen müssen», verrät Meier. Seine Anweisungen befolgten sie. Auch die Angreifer helfen hinten aus, wie Topskorer Mychell Da Silva Chagas hervorhebt. Im Kollektiv wurde manche Torchance der Gegner vereitelt.

Lediglich neun Treffer kassierte der FCRJ in den letzten acht Meisterschaftspartien – also nur deren drei mehr als zum Auftakt in Schaffhausen. «Da wurden wir kalt geduscht, haben aber super darauf reagiert und uns von Spiel zu Spiel gesteigert», lobt der 56-jährige Cheftrainer. Sein Team gewöhnte sich schnell an das höhere Tempo und die härtere Gangart in der Challenge League.

Noch zu wenig zwingend

Einzig offensiv fehlte dem FCRJ die Durchschlagskraft. «Nach dem 0:6 war klar, wo wir den Hebel ansetzen mussten», begründet Meier, weshalb seine Equipe nur acht Tore schoss. «Die Verteidigung fängt eben im Sturm an.» Zudem habe Orhan Mustafi vorne gefehlt. Der auf diese Saison hin verpflichtete Angreifer befindet sich nach einer Verletzung im Aufbau, verpasst aber wohl noch einige Spiele. Seit Kurzem gehört mit Gabriel Falciano ein neues Sturmtalent dem Kader an. «Er ist aber noch jung und hat noch nicht häufig mit Erwachsenen trainiert. Darum darf von ihm nicht erwartet werden, dass er bereits jetzt die Tore schiesst, die wir brauchen», gibt Meier zu bedenken.

Der Coach ist überzeugt: «Die Entwicklung ermöglicht es uns, auch offensiv mehr Lösungen zu finden, um mehr Chancen zu kreieren.» Der FCRJ befindet sich auf gutem Weg. «Er ist jedoch hart – und wird noch härter», mahnt Meier und vergleicht die Meisterschaft mit einem Marathon. Bis jetzt hat der Aufsteiger allerdings erst 10 Kilometer absolviert und die berüchtigte Mauer, welche jenseits der 30-km-Marke wartet, noch nicht überwunden.

Erstellt: 29.09.2017, 16:10 Uhr

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