Super League

Berneggers entscheidender Schritt?

Mit einem Sieg in Vaduz heute Abend könnte Carlos Bernegger mit seinen Grasshoppers einen Schritt tun, der als im Abstiegskampf entscheidend zu werten wäre. Zehn Punkte Vorsprung – das müsste für die letzten fünf Runden reichen.

Mit einem Sieg in Vaduz würde sich GC seiner Abstiegssorgen entledigen. Munas Dabbur (Bild) könnte mit Caio den Unterschied ausmachen.

Mit einem Sieg in Vaduz würde sich GC seiner Abstiegssorgen entledigen. Munas Dabbur (Bild) könnte mit Caio den Unterschied ausmachen. Bild: Keystone

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Als sich der FC Vaduz und GC zum letzten Mal trafen, am 11. März, sass bei den Liechtensteinern Daniel Hasler als Coach auf der Bank, als Platzhalter für Roland Vrabec nach der Entlassung Giorgio Continis. Bei den Zürchern war noch Pierluigi Tami im Amt – am Tag nach jenem 2:1-Sieg der Vaduzer im Letzigrund allerdings nicht mehr. Also treffen sich heute zwei neue Trainer, beide mit Luzerner Vergangenheit: Vrabec als Assistent von FCL-Trainer Markus Babbel, Bernegger als dessen Vorgänger.Die Ausgangslage ist klar: Die Vaduzer müssen gewinnen, um sich der Konkurrenz anzunähern. Für die Zürcher wäre schon ein Unentschieden nicht schlecht, womit es bei sieben Punkten Reserve bliebe. Ein Sieg aber wäre praktisch die Rettung für den Rekordmeister, zehn Punkte Differenz plus eine massiv bessere Tordifferenz – das müsste nach menschlichem Ermessen genug sein. Bernegger kann auch seine beste Elf aufbieten, also wieder eine Abwehr mit Milan Vilotic. Das Duo Munas Dabbur/Caio müsste gut genug sein, den Unterschied auszumachen.

Celestini und «neue Gesichter»

Zweite Direktbegegnung im Abstiegskampf ist am Sonntagmittag Lausanne – St. Gallen, das Treffen des Neunten mit dem Achten. Diese beiden Teams wissen bei Anpfiff, was der FC Vaduz gemacht hat, ob er ihnen mit einem Sieg auf zwei oder gar nur einen Punkt nahegekommen ist. Lausanne-Sport ist übrigens einziger Verein der unteren Tabellenhälfte, der noch den selben Trainer hat wie zu Saisonbeginn. Das ist Fabio Celestini, der in den letzten Wochen beim 1:0 in Vaduz, dann beim 0:0 gegen GC und zuletzt wieder beim 1:3 gegen Vaduz ein neues Gesicht als Chef auf der gegnerischen Bank sah. Und der morgen schon wieder einen Neuen trifft. Der ist allerdings ein alter Bekannter: Die St. Galler reisen nach sieben Spielen ohne Sieg und zuletzt gar fünf Niederlagen in Folge mit Giorgio Contini an.

Er werde nicht allzuviel ändern, sagt Contini vor seinem Debüt als Chef in St. Gallen. Ersetzen muss er den gesperrten Captain Toko. Interessant wird sein, ob er den langjährigen Goalie Daniel Lopar und den Altmeister Tranquillo Barnetta wieder ins Team nimmt – eine Woche, nachdem Joe Zinnbauer mit dem Verzicht auf die beiden ein (letztes) Zeichen setzen wollte. Kann Bernegger heute mit nur einem Sieg den Abstiegskampf von GC praktisch beenden, so könnte es Contini für den FCSG mit zwei «Dreiern» – morgen in Lausanne, in einer Woche daheim gegen Vaduz, seinen alten Klub.

Das wird dann ein wahres Debüt Continis sein, denn in der Vergangenheit sass er doch schon zweimal als interimistischer Verantwortlicher auf der St. Galler Bank – beide Male auswärts. Im Oktober 2007 erreichte er zwischen Entlassung Rolf Fringers und Verpflichtung Krassimir Balakovs, des nachmaligen Abstiegstrainers, ein 1:1 in Luzern. Im März 2011 verlor er zwischen Entlassung Uli Fortes und Verpflichtung Jeff Saibenes in Sion 0:2.

Ausverkauftes Coranredo?

In der oberen Tabellenhälfte reist Meister FC Basel zum FC Lugano, der «Mannschaft der Stunde.» Die Tessiner haben ihre letzten fünf Spiele allesamt gewonnen, das schaffte auch der FCB nicht. Er musste sich in dieser Zeit gleich zweimal mit einem Unentschieden begnügen, daheim gegen Vaduz und YB. Luganos Trainer Paolo Tramezzani sagt dennoch, «dass wir nicht den Fehler begehen sollten, an Platz 4 oder 3 zu denken. Wir sollten uns auf Platz 5 konzentrieren.» Da stellt er sich gegen seinen Präsidenten Angelo Renzetti, der bis zu Platz 3 geblickt hatte im Überschwang nach dem 1:0 am vergangenen Sonntag bei GC.

Immerhin, die Erfolge Luganos beginnen sich nicht nur rangmässig auszuzahlen. Es zeichnet sich ab, dass das Spiel gegen den Meister morgen ausverkauft sein wird – mit 6400 Zuschauern im Cornaredo.

Erstellt: 05.05.2017, 20:55 Uhr

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