Rapperswil-Jona

Auch Aarau geschlagen

Rapperswil-Jona fügte Schlusslicht Aarau die sechste Niederlage in Folge zu. Mit 2:1 fiel der Sieg der St. Galler allerdings knapp aus. Simani und Turkes trafen für die Gastgeber.

Kampf an der Seitenlinie: FCRJ-Torschütze Aldin Turkes (in Rot) und der Aarauer Linus Obexer.

Kampf an der Seitenlinie: FCRJ-Torschütze Aldin Turkes (in Rot) und der Aarauer Linus Obexer. Bild: Franz Feldmann

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Mit Aarau gastierte der Tabellenletzte der Challenge League auf dem nassen und regnerischen Grünfeld. Nur gerade eines der letzten acht Spiele konnten die Rüebliländer gewinnen. Mit bis anhin erst zwei erzielten Toren blieb auch die Offensive von Trainer Patrick Rahmens Mannschaft weit unter den Erwartungen. Rapperswil-Jona hatte unter der Woche mit verschiedenen Wechseln im Kader auf sich aufmerksam gemacht.

Aarau engagierter

So erstaunte es nicht, dass zu Beginn vor allem die Gäste darauf bedacht waren, das Spiel zu machen, hatten sie ja auch vor dem mitgereisten eigenen Anhang einiges gutzumachen. Rapperswil-Jona wartete lange ab, was Aarau zu bieten hatte. «Das war eines der Szenarien, auf die wir uns vorbereitet hatten», sagte Simon Rohrbach nach dem Spiel. Es war ein gewagtes Abwarten des Heimteams, denn das hätte an diesem Abend schiefgehen können. Ging es aber nicht. Beim letzten Corner Sekunden vor der Pause stieg Verteidiger Denis Simani am höchsten und bezwang Torhüter Djordje Nikolic aus nächster Nähe mit einem wuchtigen Kopfball. Eher schmeichelhaft für die St. Galler. «Egal», meinte Rohrbach danach, «wichtig sind in dieser Phase die drei Punkte, alles andere zählt weniger.»

Aarau kam wiederum besser aus der Kabine, zog ein gutes Pressing im Mittelfeld auf, vergass aber, den durchbrechenden Egzon Shabani rechtzeitig zu stoppen. Schiedsrichter Stefan Horisberger taxierte das abschliessende Einsteigen im Strafraum gegen Shabani als penaltywürdig, was auch nach Spielschluss bei Routinier Elsad Zverotic ein grosses Diskussionsbedürfnis mit dem Referee auslösen sollte. Der Pfiff war auch deshalb verwunderlich, als Horisberger das ganze Spiel hindurch viel Halten und Stossen auf beiden Seiten durchgehen liess. Topskorer Aldin Turkes liess sich von all dem nicht beeindrucken und schoss eiskalt mit seinem persönlichen fünften Treffer zur Zweitoreführung ein. Das Spiel schien nun gelaufen zu sein. Aber Rapperswil-Jona machte es wie im letzten Spiel gegen Vaduz nochmals unnötig spannend.

Den Sack nicht zugemacht

Ein Schuss aus grosser Distanz des eingewechselten Edmond Ramadani überraschte Torhüter Diego Yanz. Er faustete das Leder in die eigenen Maschen. «Total unnötig haben wir Aarau wieder zurück ins Spiel gebracht», waren sich Roman Güntensperger und auch Trainer Urs Meier einig. «Aber im Gegensatz zu Vaduz wars heute aus eigenem Verschulden», führte Güntensperger weiter aus. «Denn wir hätten genug Möglichkeiten gehabt, noch den einen oder anderen Treffer nachzulegen, dann wäre alles entschieden gewesen.» Er sprach die beiden Möglichkeiten von Egzon Shabani und Aldin Turkes an. Beide scheiterten aus kurzer Distanz am Aargauer Torhüter, der damit seine Farben im Spiel hielt. Die Aarauer hatten auch das Pech, dass kurz nach dem Anschlusstreffer ein Knaller aus 20 Metern von Mickael Almeida an der Lattenunterkante und von dort wieder im Spielfeld landete (80.). Das wäre der nicht unverdiente Lohn für ihre Bemühungen geworden.

So aber brachte Rapperswil-Jona das Resultat über die Zeit und sorgte dafür, dass sich die Gästespieler nach dem Abpfiff noch lange vor den eigenen, enttäuschten Fans erklären mussten. «Dieser Sieg ist für uns sehr wichtig. Denn nun können wir mit einem guten Gefühl in die Nationalmannschaftspause gehen», bilanzierte Trainer Meier und fügte hinzu: «Nach sechs Spielen zwölf Punkte Vorsprung auf Aarau, das ist unglaublich. Das hätte vor der Meisterschaft wirklich niemand geglaubt.»

Erstellt: 03.09.2018, 09:27 Uhr

Mutationen

Ein neuer Stürmer

Rapperswil-Jona verpflichtet per sofort bis Ende Saison den belgisch-marokkanischen Offensivspieler Yahya Boumediene. Der aus Lüttich stammende 28-Jährige spielte von 2012 bis 2016 in verschiedenen Vereinen Belgiens, vorwiegend in der Proximus League, der zweithöchsten Divison des Landes. In der Saison 2015/16 absolvierte Boumediene sechs Partien in der ersten Belgischen Division für Royal Excel Moeskroen.

Die vergangene Spielzeit führte Boumediene nach Marokko, wo er sich in der höchsten Liga dem Club Ittihad Tanger anschloss. In der gleichen Saison ging es weiter nach Peru. Dort spielte er für den FC Melgar in der Primera Division. Eine weitere Station war danach in den Niederlanden, in der 2. Division. Für den FC Dordrecht bestritt der Weltenbummler elf Partien und erreichte mit dem holländischen Club die Playoff-Relegation. Seit knapp zwei Wochen trainiert Yahya Boumediene beim FCRJ und ist voll des Lobes: «Mir gefällt es hier ausgezeichnet. Es ist eine sehr gute Mannschaft mit einem tollen Teamspirit.»

Der FCRJ gab zudem bekannt, dass der Leihvertrag von Pedro Pachecco aufgelöst wurde. Pachecco wechselt zu YF Juventus in die Promotion League. Auch Gabriel Falciano verlässt das Grünfeld, er kehrt nach Brasilien zurück. (red)

Challenge League

Rapperswil-Jona - Aarau 2:1 (1:0)

Grünfeld. 1320 Zuschauer. SR Horisberger. – Tore: 45. Simani 1:0. 51. Turkes (Foulpenalty) 2:0. 77. Ramadani 2:1. – Rapperswil-Jona: Yanz; Güntensperger, Kllokoqi, Simani, Elmer; Shabani (90. Gönitzer), Rohrbach, Nater, Pasquarelli (80. Ciccone), Hadzi (80. Zenuni); Turkes (92. Kubli). – Aarau: Nikolic; Giger (75. Pepsi), Leo, Schindelholz, Obexer; Peyretti, Jäckle, Zverotic, Misic (62. Ramadani); Almeida, Tasar. – Bemerkungen: Rapperswil-Jona ohne Guatelli (verletzt), Amendola, Ramcilovic, Samardzic, Agushi (2. Mannschaft), Boumedine (noch nicht spielberechtigt). Aarau ohne Deana, Frontino, Peralta, Perrier, Rossini, Schneuwly, Thaler (alle verletzt), Bürgy (noch nicht spielberechtigt). Verwarnungen: 42. Misic, 46. Pasquarelli, 50. Jäckle, 59. Giger, 74. Leo (alle Foul), 88. Schindelholz, Simani (Unsportlichkeiten). Pfostenschüsse: 69. Tasar, 80. Almeida.

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