Adliswil

Adliswil erleidet Rückschlag im Abstiegskampf

Vor 23 Monaten noch in der 3. Liga, zeigen die Sihltaler auch zwei Spielklassen höher guten Fussball. Die 1:3-Heimniederlage des Aufsteigers gegen den Tabellenzweiten Freienbach fiel zu hoch aus.

Robin Oberholzer (Adliswil, weiss) im Duell gegen den Freienbacher Luca Straub.

Robin Oberholzer (Adliswil, weiss) im Duell gegen den Freienbacher Luca Straub.

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Das Heimspiel in der interregionalen 2. Liga Gruppe 5 gegen Freienbach entscheidet nicht über Ligaerhalt oder Abstieg aus der 2.-Liga interregional von Aufsteiger Adliswil. Dafür war der Tabellenzweite aus dem Kanton Schwyz einfach zu stark. «Aber natürlich nehmen wir alle Punkte, die wir holen können», meinte vor Spielbeginn Adliswils Vizevereinspräsident und Sportchef Hans Laseroms. Entsprechend gingen die Sihltaler in die Partie. Offensiv ausgerichtet. In der 6. Minute schoss Luca Schmid nur knapp am Pfosten vorbei. In der 9. Minute legte Adriano Sodano mit dem Kopf gut auf, aber kein Adliswiler konnte die Vorlage verwerten.

Die Angriffe der Gastgeber ergaben in ihrer Defensive Räume für den Gegner Und dies nutzte Eschenbach aus. Zweimal spielten sich die Gäste mit genauen direkten Zuspielen gut in den Adliswiler Strafraum hinein. Beim zweiten Mal fiel die Eschenbacher Führung nach 14 Minuten. Die Adliswiler griffen aber weiter an. Joel Vegezzi passte fein auf den erst 18-jährigen Robin Oberholzer, der in der 20. Minute nur den Pfosten traf. In der 35. Minute erhöhten die technisch starken Schwyzer auf 2:0. Mit diesem Resultat wollte vor allem Philipp Hoheneck nicht in die Pause gehen. Der linke Aussenverteidiger spurtete nach vorne, erlief einen Pass von Isaac Escobar Gallego, umkurvte den letzten Eschenbacher Verteidiger und schlenzte den Ball via Pfosten in die weite hohe Ecke zum Anschlusstreffer. «Als Junior war ich Flügelstürmer. Davon habe ich jetzt profitiert», meinte der Torschütze zu seinem Goal.

Team blieb zusammen

In der zweiten Halbzeit kam der Gastgeber zu keiner zwingenden Torchance mehr. Viermal flog ein gefährlicher Pass von der Seite in den Freienbacher Strafraum. Aber der Ball fand keinen Abnehmer. Die willigen Adliswiler taten trotzdem viel, um zum 2:2 zu kommen. Auch brachte der bewegliche Gilles Steiger nach seiner Einwechslung in der 56. Minute nochmals zusätzlichen Schwung in die Angriffe. Ein direkt verwandelter Freistoss in der 82. Minute zum 3:1 besiegelte aber die Niederlage der Sihltaler. «Freienbach war heute besser», zollte Adliswils Trainer Mario Giovanni Pischedda dem Sieger ein Lob. Seinen Akteuren beschied er tollen Einsatz. «Wir haben ein paar Fehler gemacht, aber das gehört zum Fussball. Aber alle haben mit Herz gekämpft, und das ist wichtig. Besonders dann in den letzten fünf Meisterschaftsspielen, wenn es um den Ligaerhalt geht», führte der Coach weiter aus.

Die Adliswiler stecken in der Gruppe 5 der 2. Liga interregional mitten im Abstiegskampf. Die Chancen auf den Ligaerhalt sind allerdings intakt. Als Aufsteiger zeigen die Sihltaler auch in dieser Spielklasse, obwohl sie in den Sommern 2017 und 2018 insofern ein Risiko eingegangen sind und sich nicht extrem verstärkt haben, eine bisher ansprechende Saison. Das ist nicht selbstverständlich. «Kein Spieler bekommt von uns Geld», hält Sportchef Laseroms fest. Dies ist in der 2. Liga interregional eher die Ausnahme. Trotzdem ist das Team, das vor zwei Jahren den ersten Aufstieg, von der 3. in die 2. Liga, geschafft hat, grösstenteils zusammengeblieben. Vom aktuellen 27-Mann-Kader sind es 20 Spieler, die bereits 2017 dabei waren. Von den 18 Akteuren, die gegen Freienbach auf dem Matchblatt standen, spielten 16 bereits für Adliswil in der 3. Liga. Und sie zeigen auch zwei Spielklassen höher tolle Leistungen. Wie ist das möglich? «Der Trainer hat die Spieler bezüglich Ballsicherheit, Technik und Taktik weitergebracht», klärt Vereinspräsident Bruno Stäubli auf.

«Nur Siege zählen»

Die Adliswiler Spieler bewegen sich dementsprechend mit breiter Brust über den Rasen. «Unsere Leistungen und später auch die Resultate waren ja auch in der 2. Liga interregional nicht schlecht. Das gibt Selbstvertrauen», hält Mittelfeldspieler Joel Vegezzi fest. Mit ernster Mine ergänzte der 26-Jährige allerdings: «All die Komplimente nützen allerdings nichts. Nur Siege zählen.»

Erstellt: 11.05.2019, 23:37 Uhr

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Die Top 3 – Adliswil

Stürmer Adriano Sodano war mit seiner Schnelligkeit und technischen Fähigkeiten für den Gegner ein steter Unruheherd. Mittelverteidiger Mauro Bindi stand hervorragend und dank seinem guten Timing gewann er viele Kopfballduelle, obwohl er nicht der Grösste ist. Mittelfeldspieler Joel Vegezzi war wie immer kämpferisch ein Vorbild mit hoher gelungener Passquote.

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Adliswil - Freienbach 1:3 (1:2)

Tal. 140 Zuschauer. – SR Benjamin Eggenschwiler. – Tore: 14.0:1. 35. 0:2. 45.+2. Hoheneck 1:2. 82. 1:3. – Adliswil: Giangreco; Caracuta (56. Partner), Gross (45.+1. Grand), Bindi, Hoheneck; Vegezzi, Escobar (56. Steiger), Schmid, Zangger (77. Abou Emara); Oberholzer, Sodano. – Bemerkungen: 20. Pfostenschuss Oberholzer (A).

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