Männedorf

Abgeklärteres Horgen gewinnt Derby

In der Gruppe 1 der 2. Liga regional siegt der Gast in Männedorf 3:0. Das Team von Trainer Giuseppe Iaquinta entfernt sich etwas von den Abstiegsplätzen. Verlierer Männedorf dagegen muss sich vorsehen.

Männedorfs Laurids Caspersen klärt in dieser Szene gegen Horgens Captain Mirco Coduti.

Männedorfs Laurids Caspersen klärt in dieser Szene gegen Horgens Captain Mirco Coduti. Bild: David Baer

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Männedorf und Horgen kämpfen gegen den Abstieg. In der ersten Viertelstunde war es jedoch kein Duell zwischen gleichwertigen Teams. Horgen dominierte mit schnellen Angriffen und aufsässigem Pressing von A bis Z. Der starke Shams Artiq traf in der 6. Minute den Aussenpfosten. Nach einem Corner köpfelte in der 10. Minute Tim Bertschinger zum 1:0 für die Gäste ein. Nach einer Viertelstunde zollte Horgen seinem horrenden Anfangstempo Tribut. «Wir wollten in Führung gehen, weil wir verhindern wollten, dass Männedorf das 1:0 erzielt. Denn dann wäre Männedorf mit seinem aktiven Publikum nur schwer zu schlagen gewesen», meinte Horgens Trainer Iaquinta nach den Schlusspfiff.

Bis kurz vor der Pause hatte danach Männedorf mehr Ballbesitz. Allerdings ohne zwingende Aktionen im Horgner Strafraum. Dafür brannte es fünf Minuten vor Ende der ersten Halbzeit im Männedörfler Sechzehner. Nemanja Miskovic köpfelte eine Freistossflanke zum 2:0 ein. «Wir wussten, dass Horgen bei stehenden Bällen gefährlich ist, deshalb wollten wir solche vermeiden», sagte Männedorfs Trainer Mike Koller zu den beiden ersten Gegentoren. Verärgert fügte er an. «Der Freistoss, der zum 2:0 geführt hat, war aber keiner.»

Spiele der Wahrheit folgen

In der zweiten Halbzeit drückten die Gastgeber auf den Anschlusstreffer. Aber mehr als ein Pfostenschuss des wirbligen Daniel Di Bella in der 54. Minute schaute nicht heraus. Die Männedörfler waren auch bei stehenden Bällen nicht sonderlich gefährlich. Komischerweise blieb der robuste und einigermassen grossgewachsene Mark Meier bei Cornern und Freistössen hinten in der eigenen Abwehr. In der 74. Minute erhöhte Miskovic mit einem Kunstschuss auf 3:0. Weil Männedorfs Mittelverteidiger Laurids Caspersen innerhalb weniger Sekunden zwei strenge Gelbe Karten sah und in der 77. Minute vom Platz musste, war die Partie in diesem Moment entschieden.

Natürlich war die Stimmung im Horgner Lager nach dem Schlusspfiff gut. «Wir haben verdient gewonnen. Und Freude bereitet mir, dass viele junge Spieler und viele aus dem eigenen Nachwuchs zu diesem Sieg beigetragen haben», hielt Horgens Trainer Giuseppe Iaquinta fest. Der Coach lobte zudem Mirco Coduti, der trotz eines Knorpelschadens im rechten Meniskus mitgespielt und sich für das Team aufgeopfert hatte.

Männedorfs Trainer Mike Koller zeigte sich als fairer Verlierer. «Wir waren heute nicht gut genug, um Punkte zu gewinnen. In unserer schwachen Startphase haben wir die entscheidenden Zweikämpfe im Mittelfeld verloren.»

Der Coach schaute vorwärts. Im Abstiegskampf stehen die Chancen für sein Team nach wie vor gut. Und übermorgen Mittwoch geht es fürs Cuphalbfinalspiel zum enorm starken Drittligisten Wetzikon. Im Zürcher Oberland wolle sein Team zeigen, dass es eine Liga weiter oben spiele. Und am kommenden Sonntag steht das Sechspunktespiel in Regensdorf an.

Erstellt: 24.03.2019, 22:13 Uhr

Infobox

Männedorf - Horgen 0:3 (0:2)

300 Zuschauer. – SR Aliti, Widmer/Sila. – Tore: 10. Bertschinger 0:1. 40. Miskovic 0:2. 74. Miskovic 0:3. – Männedorf: Lobnik; Böhler, Caspersen, Angehrn, Edri; Suthesan (66. Gähler), M. Bochicchio (54. Schneeberger), Meier, Di Bella, Signer (81. Tschirky); N. Bochicchio (88. Müller). – Horgen: Marinis; Bertschinger, Korrodi, Picuccio, Graner; Pfanner (68. Sangatsang), Artiq (71. Zamlha), Miskovic (82. De Ieso), Arifi (59. Rodrigues), Mesto; Coduti. – Bemerkungen: 6. Aussenpfostenschuss Artiq (H). 54. Pfostenschuss Di Bella (M). 77. Gelb-Rote Karte Caspersen (M/Reklamieren und Foul).

Die Top 3

Shams Artiq (H) überforderte in der ersten Halbzeit die Männedörfler mit seiner Geschwindigkeit noch und noch. Zudem zeigte der Offensivspieler auch technische Qualitäten und sorgte damit für viel Gefahr beim Gegner.

Nemanja Miskovic (H) führt den Ball sehr eng an seinem Fuss und ihm war jederzeit anzusehen, dass ihm das Fussballspielen enorm Freude bereitet. Das 3:0 erzielte er mit einem scharfen Aussen-/Vollristschuss aus 14 m in die hohe rechte Ecke.

Daniel Di Bella (M) machte mit seiner Antrittsschnelligkeit die Angriffe seines Teams immer wieder schnell. Auch seine Pässe kamen meist an. Er hatte Pech mit seinem Pfostenschuss.

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