Referee lanciert Ronaldo, VAR hilft der Schweiz

Ein umstrittener Entscheid steht am Ursprung von Cristiano Ronaldos Triplette beim 3:1 gegen die Schweiz.

Der Zweikampf zwischen Mbabu und Ronaldo. Video: SRF

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Nachdem der Schlusspfiff ertönt ist, schnappt er sich den Ball. Er wird ihn in Erinnerung an diesen Abend in Porto mit nach Hause nehmen. Weil er wieder einmal drei Tore geschossen hat. Cristiano Ronaldo hat den Schweizer Traum vom Nations-League-Final ganz alleine platzen lassen, mit seinen Länderspieltreffern 86 bis 88. Der erste ist ein Freistoss, der zweite ein Flachschuss kurz vor Ablauf der 90 Minuten, als man sich bereits auf die Verlängerung eingestellt hat, der dritte eine wunderbare Einzelleistung zur Krönung eines Konters.

Am Ursprung von Ronaldos Dreierpack steht ein umstrittener Entscheid. Schiedsrichter Felix Brych taxiert Kevin Mbabus Tackling gegen CR7 als Foul, der Superstar erwischt Yann Sommer mit seinem Freistoss in der Goalie-Ecke (25.). Der Gladbach-Keeper sieht nicht gut aus in dieser Situation, auch weil die Mauer vor ihm unsortiert steht. Denn Pepe blockt Mbabu frei, und genau durch diese Lücke trifft der Juve-Star.

Die Kritik trifft aber in erster Linie Felix Brych, auch auf Twitter.

Auch nach dem Seitenwechsel hat der Deutsche kein glückliches Händchen. Es läuft die 53. Minute, als Xherdan Shaqiri einen langen Ball Richtung Steven Zuber schlägt. Der Schweizer fällt im Strafraum, protestiert lautstark, ein Pfiff bleibt aus. Die Portugiesen lancieren den Konter, spielen sich in den gegnerischen Sechzehner, Fabian Schär klärt ungenügend und grätscht dann auch noch Bernardo Silva um. Jetzt kommt der Pfiff von Brych, Penalty für Portugal.

Zuber fällt, dann fällt Schär Bernardo Silva im Strafraum. Video: SRF

Es gibt jedoch Hoffnung für die Schweizer, sie hat drei Buchstaben: VAR. Der Video Assistant Referee, der erstmals überhaupt in einem Uefa-Wettbewerb auf Nationalteam-Ebene zum Einsatz kommt, greift denn auch ein. Die Szene mit Zuber wird geprüft. Prompt wird in der Wiederholung ersichtlich: Nelson Semedo hat ihn an der Ferse getroffen, weshalb er ins Straucheln geraten ist. Brych korrigiert seinen Entscheid, statt Penalty für Portugal gibt es einen für die Schweiz. Ricardo Rodriguez verwandelt zum 1:1. Es ist das Tor, das die Schweiz zurück ins Spiel und beinahe in die Verlängerung bringt. Wäre da nur nicht dieser Ronaldo.

Brych konsultiert den VAR und korrigiert seinen Entscheid. Video: SRF

Rodriguez verwandelt den Penalty. Video: SRF

So komplettiert Ronaldo seine Triplette.

(red)

Erstellt: 05.06.2019, 23:12 Uhr

Artikel zum Thema

Und dann kommt Ronaldo

Video Die Schweizer überzeugen im Halbfinal der Nations League gegen Gastgeber Portugal über weite Strecken. Doch sie haben keinen Cristiano Ronaldo und verlieren deshalb 1:3. Mehr...

Mit Dreier- oder Viererkette gegen Portugal?

Die Schweiz spielt am Mittwoch im Halbfinal der Nations League gegen den Europameister. In welchem System sie antritt, ist ein gut gehütetes Geheimnis. Mehr...

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zsz.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 928 55 82. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles

Abo

Eine für alle. Im Digital-Abo.

Die Zürichsee Zeitung digital ohne Einschränkung nutzen. Für nur CHF 25.- pro Monat. Jetzt abonnieren!