Niederlage trotz blauer Pille

In der Copa Sudamericana griff ein Teamarzt in die Trickkiste. Genützt hat es nichts.

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Im südamerikanischen Fussball stand diese Woche die erste Runde der Copa Sudamericana auf dem Programm. Für den argentinischen Verein Union de Santa Fe begann der Wettbewerb wunschgemäss. Er gewann das Hinspiel gegen Independiente del Valle aus Ecuador 2:0. Für das Rückspiel auf 2850 Meter über Meer liess sich der Clubarzt von Santa Fe, Santiago Calvo, etwas Besonderes einfallen.

Er machte den Spielern das Angebot, Viagra einzunehmen. «Es gibt zwei Gründe, warum die Höhe den Spielern Probleme mit der Luft macht. Einerseits gibt es weniger Sauerstoff, dafür haben wir Sauerstoffmasken. Andererseits sorgt der Druck für eine Gefässverengung. Die Arterien rund um die Lunge werden kleiner», erklärte der Clubarzt dem Radiosender Sol 91.5. «Hier kommt Viagra ins Spiel. Es weitet die Blutgefässe rund um die Lunge aus», so Calvo weiter. Die Spieler wurden aber nicht gezwungen, das Potenzmittel einzunehmen. «Niemand muss die Tabletten nehmen, aber sie ist nicht verboten.»

Den Vorsprung verspielt

Wie viele Spieler von Union de Santa Fe das Potenzmittel einnahmen, ist nicht bekannt. Genützt hat es jedenfalls nicht. Die Argentinier verspielten den Vorsprung aus dem Hinspiel. Nach 90 Minuten stand es 0:2 aus ihrer Sicht. In der Verlängerung fielen keine Tore, weshalb das Penaltyschiessen über den Sieger entscheiden musste. Da setzten sich die Ecuadorianer 4:2 durch. Pablo Maximiliano Cuadra von Santa Fe verschoss einen Elfmeter und Goalie Hamilton Piedra hielt für Independiente del Valle einen Versuch. Auch ohne blaue Pille. (heg)

Erstellt: 19.04.2019, 11:37 Uhr

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