Thalwil

FC Thalwil fordert den FC Baden

In der Gruppe 3 der 1. Liga führte Thalwil beim Aufstiegsanwärter Baden bis zur 54. Minute. Verlor aber am Schluss 1:2. Richard Gertsch hatte noch zweimal den Ausgleich auf dem Fuss.

Thalwils linker Flügel Richard Gertsch kam in den ersten Saisonspielen gegen Kosova und Baden zu guten Torchancen.

Thalwils linker Flügel Richard Gertsch kam in den ersten Saisonspielen gegen Kosova und Baden zu guten Torchancen. Bild: André Springer

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Das Team von Gastgeber Baden, das 1985/86 in der damaligen NLA (heutige Super League) spielte, war gegen Thalwil prominent besetzt. Mittelverteidiger Juan Pablo Garat (35) hat bereits 110 Super League Partien bestritten, Christopher Teichmann (22) war in der Challenge League aktiv so wie Trainer Ranko Jakovljevic (51/FC Aarau und Wohlen). Der FC Baden profitiert momentan davon, dass Ende vergangener Saison das Team Aargau U-21 zurückgezogen wurde. Stolze 625 000 Euro beträgt der Wert des aktuellen Badener Kaders.

Nur 75 000 Euro ist momentan die Mannschschaft des FC Thalwil wert. Trotz dieser immens unterschiedlichen Voraussetzungen lieferte Aussenseiter Thalwil Gastgeber Baden vor 460 Zuschauern einen beherzten Kampf. In der 78. und 84. Minute hatte Richard Gertsch gar noch zweimal den Ausgleich auf dem Fuss. In der 84. Minute war das Badener Tor halbleer. «Wegen des Kunstrasens spickte der Ball sehr hoch in die Luft. Ich bin zwar beweglich, aber ich habe den Ball leider nicht mehr richtig erwischt», berichtete Gertsch, der in der vergangenen Saison in Wädenswil gespielt hat. Der 21-jährige thailändisch-schweizerische Doppelbürger nahm es einigermassen gelassen, dass er seine Chance nicht verwerten konnte. «Baden war besser und wir hatten etwas Glück. Und dieses Glück fehlte mir dann vielleicht bei meinen Möglichkeiten.»

Nach Match fliessen Tränen

Vor neun Tagen gegen Kosova vergab Gertsch beim Stande von 1:0 für Thalwil eine noch weitaus grössere Chance als gegen Baden. Dies hatte den Youngster dagegen nachhaltig geärgert. «Es war schlimm, dass ich diese immense Chance nicht genutzt habe. Ich hätte mit dem Tor zum 2:0 dem Team helfen können. Am Abend nach diesem Spiel sind bei mir noch Tränen geflossen», gesteht er freimütig.

Der Sieg von Baden gegen Thalwil war letztendlich verdient. Die Gastgeber sind mehrmals mit schnellem Kurzpassspiel in den Thalwiler Strafraum eingedrungen und haben dabei in der 55. und 73. Minute das Score von 0:1 auf 2:1 drehen können. Thalwil, mit einer starken Achse von Goalie Silvano Kessler, Alis Murati, Adriano Sodano, Eldin Omerovic zum alleinigen Stürmer Simon Mesonero, stand in Baden defensiv hervorragend, spielte solidarisch, schaltete schnell um und konterte. Mit der Leistung seiner Truppe war Trainer Marco Bolli zufrieden. «Die Spieler haben gut gearbeitet und den Gegner gut bearbeitet.» Mit schalem Nachgeschmack fügte der Coach an. «Aber natürlich will man nach einer Pausenführung mehr.» (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 12.08.2018, 14:18 Uhr

1. Liga

Baden - Thalwil 2:1 (0:1)
Esp. 460 Zuschauer. SR Markus Schelb. – Tore: 11. Omerovic 0:1. 55. Teichmann 1:1. 73. Teichmann 2:1. – Baden: Ammeter; Weilenmann, Garat, Muff, Maksomovic (46. Stump); Teichmann, Ladner, Matovic, Franek, Spadanuda (80. Schär); Gmür (70. Bijelic). – Thalwil: Kessler; Aydin, Murati, Sodano, Del Pilato (64. Allemann); Kilafu (58. Solak), Manca, Loue, Omerovic, Gertsch (85. Herrera Gomez); Mesonero. – Bemerkungen: 75. Gelbrote Karte Manca (T/zweimal Foul). Thalwil ohne
Ferreira und Maurer (beide verletzt) und Ferricchio (privat).

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