FUSSBALL

Eine Halbzeit mitgehalten

Thalwil verlor gegen Leader Tuggen 0:2. Ein unnötiger Penalty leitete die Niederlage ein und nach dem zweiten Gegentor lief beim Heimteam offensiv nichts mehr.

Die Thalwiler versuchen – wie hier Adhurim Gashi (links) gegen Kim Jaggy – vergebens, den Lauf des Leaders Tuggen zu stoppen.

Die Thalwiler versuchen – wie hier Adhurim Gashi (links) gegen Kim Jaggy – vergebens, den Lauf des Leaders Tuggen zu stoppen. Bild: Michael Trost

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«Glaube, Wille, Mut und Spielfreude» – diese vier Worte hat Sergio Dias seiner Mannschaft mit auf den Weg ins Duell mit Tuggen gegeben. «Vielleicht hätte ich noch Cleverness auf die Tafel schreiben sollen», stellt Thalwils Trainer nach der Partie ernüchtert fest. Denn genau diese liessen seine Spieler vermissen. Ihnen fehlten zündende Ideen, um den Leader ernsthaft in Bedrängnis zu bringen.

Vor allem in der zweiten Halbzeit war Thalwil offensiv quasi inexistent. Keinen wirklichen Torschuss konnte sich der Tabellenletzte der 1. Liga, Gruppe 3, erarbeiten. «Wir suchten den Abschluss nicht», seufzt Tim Cerjak nach dem verlorenen letzten Spiel vor der Winterpause. Dabei hatten sich die Grün-Weissen im Vorfeld und dann für den zweiten Durchgang so viel vorgenommen. Doch bereits in der 51. Minute kassierten sie das 0:2. «Ein Doppelpass, und unsere Abwehr war ausgespielt», kommentiert Cerjak die Szene. Sandro Kessler war bei Dardan Morinas Schuss chancenlos.

Keine Chance auf Aufholjagd

«Nach einem 0:2 gegen Tuggen zurückzukommen, ist schwierig», gibt Cerjak zu bedenken. Zum Saisonauftakt hatten die Grün-Weissen auswärts in den letzten zwölf Minuten zwar gar ein 0:3 wettgemacht (allerdings noch 3:4 verloren). Doch diesmal stand eine jüngere Thalwiler Elf auf dem Platz – und diese machte zu keinem Zeitpunkt den Anschein, dass ihr eine Aufholjagd gelingen würde. Das spürten auch die Märchler und suchten deshalb nicht mit aller Vehemenz das 3:0. In der Nachspielzeit wäre dies fast Morina, der neben Jakup Jakupov die Offensive der Gäste stets ankurbelte, gelungen. Doch Kessler verhinderte das dritte Gegentor mit einer Glanzparade.

«So früh das 0:2 zu kassieren, tat weh», muss Coach Dias eingestehen. Schmerzhaft war besonders, wie die Niederlage zustande kam. Denn Thalwil bot dem selbstbewussten Aufstiegsanwärter eine Halbzeit lang gut Paroli. «Wir haben 45 Minuten sehr stark gespielt», betont Cerjak, der einmal mehr herausragend agierte.

Zu wenig zwingend

Die Platzherren waren gar spielbestimmend. Nach einer Viertelstunde vergab Bondoy Itoko nach Zuspiel von Adhurim Gashi die erste Topchance. Aus kurzer Distanz scheiterte der Stürmer jäh an Torhüter Frauenfelder. Die zweite bot sich Luca Ferricchio in der 42. Minute. Doch der Captain köpfelte eine Cornerflanke unbedrängt über die Latte statt zum Ausgleich ins Netz.

Die Niederlage hatte eine Aktion eingeleitet, die Cerjak als «dumm» bezeichnet. Dimitrios Chassanidis holte im Strafraum Morina unnötig von den Beinen. Routinier Javier Santana nahm das Geschenk in der 27. Minute an und versenkte den Penalty eiskalt zur Tuggner Führung. Es war der erste Torschuss der Gäste, die dann bis zur Pause nur noch zu einem weiteren Abschluss kamen. Umso ärgerlicher war für die Thalwiler, dass ihnen nach dem Seitenwechsel bald der Wind aus den Segeln genommen wurde.

Spieltelegramm:
Thalwil - Tuggen 0:2 (0:1)
Im Brand. – 120 Zuschauer. – SR De Luca. – Tore: 27. Santana (Foulpenalty) 0:1. 51. Morina 0:2. – Thalwil: Kessler; Junuzi, Ferrricchio, Kavcic, Chassanidis; Ramljak (58. Jordi), Del Pilato; Cerjak, Ardito; Gashi (73. Murati); Bondoy (69. Sanchez). – Tuggen: Frauenfelder; Keller (75. Sekkour), Herela, Tinner; Jaggy, Buqaj; Meier (86. Györky), Stadler (69. Krasniqi); Jakupov, Santana (69. Lanzendorfer), Morina. – Bemerkungen: Thalwil ohne Benziar, D’Angelo, Weiler (alle verletzt) und Bushati (gesperrt). Tuggen ohne Jakupovic (n. im Aufgebot). – Verwarnungen: 13. Del Pilato (Foul), 65. Thalwils Assistent Ugras (Reklamieren), 78. Kavcic, 80. Lanzendorfer (beide Foul).

Erstellt: 10.11.2019, 18:30 Uhr

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