Horgen

Doppelrolle des FC Adliswil

Abstiegskampf pur am Zürichsee. Die Sihltaler zum Beispiel kämpfen gegen die Relegation in die 2. Liga regional und können gleichzeitig Wädenswil und Männedorf helfen. Küsnacht will Totalabsturz verhindern.

Die Adliswiler wollen sich in der 2. Liga interregional auch weiter behaupten, so wie hier Marco Caracuta (weiss) gegen Genc Matoshi vom FC Muri.

Die Adliswiler wollen sich in der 2. Liga interregional auch weiter behaupten, so wie hier Marco Caracuta (weiss) gegen Genc Matoshi vom FC Muri. Bild: André Springer

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Bei den Männern gibt es in den Bezirken Meilen und Horgen 15 Topteams. Dabei sind Erstligist Thalwil, die Zweitligisten Adliswil, Stäfa, Männedorf, Horgen und Wädenswil sowie die Drittligisten Kilchberg-Rüschlikon, Oberrieden, Wädenswil 2, zwei Herrliberger Equipen, Küsnacht, Meilen, Oetwil a/S und Zollikon.

Die Akteure von 4 dieser 15 Mannschaften wissen noch nicht, in welcher Liga sie in der kommenden Saison um Punkte kämpfen. Es sind dies die Spieler von Adliswil, Männedorf, Wädenswil und Küsnacht. Alle betroffenen Teams sind abstiegsgefährdet. Für die Adliswiler Kicker ist das eine neue Situation. Sie sind das Gegenteil gewohnt. 2017 stiegen sie in die 2. Liga regional und ein Jahr später in die 2. Liga interregional auf. Nun belegen die Sihltaler aber in der Gruppe 5 der 2. Liga interregional vor der letzten Meisterschaftsrunde einen Abstiegsplatz. Ergattern sie jedoch heute Samstag um 18 Uhr beim NK Pajde einen Punkt mehr als Wangen bei Olten bei den Eagles Aarau, dann überholen sie die Wangener noch. Momentan haben die Zürcher neun Strafpunkte weniger als die Solothurner. Weil die Adliswiler ihre Nerven seit Monaten gut im Griff haben, wird das wohl auch bei Pajde so sein.

Daniel Di Bella soll bleiben

Die Chancen sind intakt, dass Adliswil Wangen bei Olten in der Tabelle noch überholen und damit den Klassenerhalt schaffen könnte. Das würde nicht nur die Sihltaler freuen, sondern auch Wädenswil und Männedorf in der 2. Liga regional. «Natürlich werden wir am Samstag Adliswil die Daumen drücken», sagt Männedorfs Trainer Mike Koller. Konkret: Verhindert Adliswil als Team des Fussballverbandes der Region Zürich (FVRZ) die Relegation, dann steigen morgen Sonntag kurz vor 16 Uhr nur drei statt vier Mannschaften aus der Gruppe 1 der 2. Liga regional in die 3. Liga ab. Diese Tatsache ist für Männedorf und Wädenswil von grosser Bedeutung. Männedorf belegt mit 27 Punkten und 53 Strafpunkten den ersten Abstiegsplatz. Wädenswil ist unmittelbar davor platziert (28/92). Ebenfalls, aber weniger abstiegsgefährdet sind Schlieren (29/112) und Regensdorf (30/59). Männedorf empfängt morgen Sonntag um 14 Uhr Mittelfeldklub Urdorf. Wädenswil spielt gleichzeitig beim Ranglistendritten Wettswil-Bonstetten, Schlieren bei Aufsteiger Lachen/Altendorf und Regensdorf empfängt Horgen, das sich vor einer Woche gerettet hat.

Die schlechteste Ausgangslage hat Männedorf. Trotzdem ist Trainer Koller zuversichtlich: «Wir müssen gewinnen und unsere Konkurrenten haben sehr schwere Auswärtspartien», begründet er seinen Optimismus. In Männedorf würde im Falle eines Abstieges die sportliche Welt nicht zusammenbrechen. Koller würde auch in der 3. Liga Trainer bleiben («es gefällt mir hier sehr»), und das Gros des Kaders habe ebenso für die 3. Liga zugesagt. Dabei ist auch Ausnahmestürmer Daniel Di Bella.

Kleiner Hoffnungsschimmer

Weil sich Vallorbe aus der Gruppe 2 der 2. Liga interregional zurückzieht, ist die Wahrscheinlichkeit gegeben, dass Uster in der Gruppe 6 den Klassenerhalt noch schafft. Aber diese Wahrscheinlichkeit ist extrem gering. Wenn Uster aber oben bleiben sollte, könnten erneut Männedorf und Wädenswil profitieren.

Ungemütlich sieht es auch für den Drittligisten Küsnacht aus. Der ehemalige Erstligist belegt einen Abstiegsrang, hat aber gleich viele Punkte wie Mönchaltorf, das über dem Relegationsstrich platziert ist. Die Rechtsufrigen haben jedoch 18 Strafpunkte mehr. Küsnacht spielt morgen Sonntag um 10.15 Uhr in Herrliberg und hofft auf Punktverluste von Mönchaltorf, welches das starke Meilen empfängt.

Treuebekenntnis in Küsnacht

Trotz der Ungewissheit über die Ligazugehörigkeit gibt es bereits jetzt eine gute Nachricht für Küsnacht. Trainer Samuel Wiedemann, unter dem der Mannschaft in der Rückrunde eine tolle Aufholjagd gelungen ist, und die meisten Spieler würden dem Traditionsklub auch in der 4. Liga die Treue halten.

Erstellt: 14.06.2019, 21:42 Uhr

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles

Abo

Eine für alle. Im Digital-Abo.

Die Zürichsee Zeitung digital ohne Einschränkung nutzen. Für nur CHF 25.- pro Monat. Jetzt abonnieren!