Oberrieden

Die schwierigen Zeiten des FC Oberrieden

Tabellenletzter und ein zu kleiner Fussballplatz: Beim FC Oberrieden werden die Sorgenfalten immer tiefer.

Valtrim Tolaj (links) und Patrick Klaus (rechts Roman Meier von Kilchberg-Rüschlikon) werden für den FC Oberrieden weiterkämpfen.

Valtrim Tolaj (links) und Patrick Klaus (rechts Roman Meier von Kilchberg-Rüschlikon) werden für den FC Oberrieden weiterkämpfen. Bild: Patrick Gutenberg

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

In der Gruppe 1 der 3. Liga belegt der FCO mit zwei Punkten aus neun Spielen den letzten Tabellenplatz. Der Rückstand auf den rettenden 10. Rang beträgt acht Punkte. Die Klubführung um Vereinspräsident Mirco Baumann hat reagiert und vor knapp drei Wochen Trainer Mohamed Mahiddine durch Erfolgscoach Adrian Frare ersetzt. Der 47-jährige Frare hat schon mehrere Klubs zum Aufstieg geführt. So auch Wollishofen in die 2. Liga, wo er die Stadtzürcher drei Jahre lang halten konnte.

Das erste Spiel mit dem neuen Teamverantwortlichen ging vor zwei Wochen wegen vielen Ferienabsenzen 0:11 verloren. In der zweiten Partie verkürzten die Oberriedner gegen Wädenswil 2 einen 0:4-Rückstand in ein 3:4. «Die Mannschaft hat Charakter», zog Frare ein erstes Fazit. Spielerisch möchte er sie noch weiterbringen. Die Partie am vergangenen Sonntag gegen Kilchberg-Rüschlikon musste wegen unbespielbarem Terrain verschoben werden.

«Ort braucht Fussballklub»

Captain Patrick Klaus freut sich über den frischen Wind. «Ich kenne Frare zwar erst seit knapp drei Wochen, aber ich habe das Gefühl, dass wir ein Glückslos gezogen haben. Man merkt, dass er das Trainermetier gut kennt und dass er selber in der 2. Liga interregional gespielt hat», berichtet der Mittelfeldspieler. Vereinspräsident Baumann, dessen Vater Willi lange Präsident des FC Kilchberg gewesen ist und der durch seinen Vater Adrian Frare kennen gelernt hat, will den Trainer unterstützen. «Wir müssen im Winter den Kader vergrössern und uns intensiv auf die Rückrunde hin vorbereiten», äussert Baumann.

Adrian Frare war mit dem FC Oberrieden bereits verbunden, bevor er das Fanionteam übernommen hat. Der Mitarbeiter im technischen Dienst spielt bei den Senioren und trainiert die D-Junioren. Neben dem Schicksal des Fanionteams interessiert ihn momentan noch mehr die Situation des Gesamtvereins. Deshalb hofft er, dass die Gemeinde den Verein weiter unterstützen und nun die Verbreiterung des Fussballrasens ermöglichen wird. «Wenn der Rasen nicht breiter gemacht wird, dann können die Junioren ab 14 Jahren nicht mehr in Oberrieden spielen. Das könnte für eine Gemeinde mit 5000 Einwohnern nicht ganz unproblematisch werden, weil wegen des weiten Weges in eine andere Gemeinde Jugendliche dann aus dem Fussballverein austreten könnten. Und was machen sie dann?», fragt sich der Familienvater.

Offen gesteht er: «Unsere sportliche Situation ist wichtig, ja. Aber die Platzverbreiterung hat Priorität.»

Erstellt: 29.10.2018, 22:54 Uhr

Infobox

Der Platz ist zu eng

Der FC Oberrieden kämpft momentan in zwei Bereichen. Im sportlichen und bezüglich Infrastruktur. Der Oberriedner Fussballplatz Cholenmoos ist gemäss Forderungen des Schweizerischen Fussballverbandes (SFV) 20 m zu wenig breit. Deshalb muss das Oberriedner Fanion­team seit 2017 seine Heimspiele in Thalwil austragen. Der Verein hofft nun weiterhin auf Hilfe der Gemeinde, den Rasen zu verbreitern. Dank der Unterstützung der Gemeinde konnte dem SFV ein fundierter Bericht vorgelegt werden. In den nächsten Wochen sollen weitere konkrete Entscheidungen gefällt werden. Fussballklub-Präsident Mirco Baumann ist zuversichtlich: «Wir leisten unseren Beitrag zum funktionierenden Dorfleben in Oberrieden. Die Gemeinde hat uns schon mehrmals signalisiert, dass sie unsere Arbeit richtig einschätzt.» mw

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zsz.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 928 55 82. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles

Abo

Eine für alle. Im Digital-Abo.

Die Zürichsee Zeitung digital ohne Einschränkung nutzen. Für nur CHF 25.- pro Monat. Jetzt abonnieren!